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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22883
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Sohn (damals 17) hat mit

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Sohn (damals 17) hat mit seinem Freund, im betrunkenen Zustand Autospiegel abgetreten. Nun ist die erste Rechnung eingetroffen. Ich habe einen Kostenvoranschlag vom 03.01.11 erhalten und die Anwaltskosten. Der Spaß soll uns über 2000 Euro kosten. Muss ich tatsächlich, ohne Rechnung, nur Kostenvoranschlag bezahlen? Darf ich auch nur die Hälfte überweisen, denn der 2. Täter hat auch gestanden.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Die Kosten für die Reparatur einer beschädigten Sache lassen sich auf verschiedene Weise ermitteln. So kommt neben der unmittelbaren Beauftragung eines Sachverständigen auch ein Kostenvoranschlag eines Fachbetriebes in Betracht. Dieser Fall liegt hier vor.

Bei Kostenvorschlägen kann der Betrieb die im Voraus veranschlagten Kosten gemäß § 650 BGB überschreiten, wenn die Reparatur nicht ohne eine wesentliche Überschreitung des Anschlages machbar ist. Als wesentliche Kostenüberschreitung gelten dabei etwa 15 bis 20 % der zunächst zugrunde gelegten Kosten. Im Falle einer Überschreitung muss dem Kunden unverzüglich die Überschreitung angezeigt werden..

Inwieweit Sie den Kostenvoranschlag akzeptieren wollen oder aber den Standpunkt vertreten, die veranschlagten Kosten seien zu hoch, bleibt Ihnen überlassen. Meinen Sie, der Kostenvoranschlag sei überteuert, sind Sie nicht verpflichtet zu zahlen.

Zu den ersatzfähigen Kosten zählen ebenfalls die Rechtsverfolgungskosten, die den Geschädigten entstanden sind. Das sind die Anwaltskosten, die aufgewendet wurden, um die Schadensersatzanspüche der PKW-Eigentümer zu beziffern und rechtlich einzufordern.

Hinsichtlich der Ausgleichspflicht gilt die gesamtschuldnerische Haftung der Schädiger. Das bedeutet, dass sich der Ersatzberechtigte grundsätzlich an denjenigen Schädiger halten kann, der ihm zahlungsfähig erscheint. Er ist nicht verpflichtet, beide zugleich in Anspruch zu nehmen. Leisten Sie allerdings Ersatz, so können Sie im Innenverhältnis von dem zweiten Schädiger anteiligen Ausgleich verlangen, wenn dieser nicht an die Geschädigten gezahlt hat.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was mache ich, wenn der andere Schädiger nicht bezahlen kann. Müssen wir dann alles alleine bezahlen? Was wäre, wenn wir unserem Sohn das Geld nicht geben könnten. Er ist noch Schüler und hat kein Einkommen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ihrer Eingangsschilderung entnehme ich, dass Ihr Sohn zum damaligen Zeitpunkt 17 Jahre alt und damit noch minderjährig war. Damit greift grundsätzlich die Haftung der aufsichtspflichtigen Eltern gemäß § 832 BGB ein, so dass sich der Ersatzanspruch gegen Sie persönlich richtet.

Kann der ausgleichspflichtige Schädiger nicht zahlen, wenn Sie Ihrerseits Ersatz leisten, so können Sie ihm zunächst eine Frist zur Zahlung des anteiligen Schadensbetrages an Sie setzen. Lässt er die Frsit verstreichen, können Sie den Zahlungsanspruch gegen den Schädiger notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ihrer Eingangsschilderung entnehme ich, dass Ihr Sohn zum damaligen Zeitpunkt 17 Jahre alt und damit noch minderjährig war. Damit greift grundsätzlich die Haftung der aufsichtspflichtigen Eltern gemäß § 832 BGB ein, so dass sich der Ersatzanspruch gegen Sie persönlich richtet.

Kann der ausgleichspflichtige Schädiger nicht zahlen, wenn Sie Ihrerseits Ersatz leisten, so können Sie ihm zunächst eine Frist zur Zahlung des anteiligen Schadensbetrages an Sie setzen. Lässt er die Frsit verstreichen, können Sie den Zahlungsanspruch gegen den Schädiger notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt