So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an S. Grass.
S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6444
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
S. Grass ist jetzt online.

Ich soll meinem Ehemann w hrend des Trennungsjahres Uhterhalt

Kundenfrage

<p>Ich soll meinem Ehemann während des Trennungsjahres Uhterhalt zahlen. Da er nur 6 Std. tgl. arbeitet und ich aber 8 Std. habe ich ein höheres Netto. Wir sind erst seit 1´1/2 Jahren verheiratet und haben keine Kinder.</p><p>Wir sind beide erst 23 Jahre alt. Mein Ehemann ist gesund und könnte auch Vollzeit arbeiten , wenn er dann wollte.</p>
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

während der Trennungszeit sollen die bisherigen wirtschaftlichen Verhältnisse, also insbesondere die Aufgabenverteilung und der Umfang der Erwerbstätigkeit, möglichst aufrechterhalten bleiben und eine drastische Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse nicht forciert werden.

Nach der gesetzlichen Regelung des § 1361 Abs. 2 BGB kann der nicht (voll) erwerbstätige Ehegatte im Rahmen des Trennungsunterhaltes nur dann darauf verwiesen werden, seinen Unterhalt durch eine Erwerbstätigkeit selbst zu verdienen, wenn dies von ihm nach seinen persönlichen Verhältnissen, insbesondere wegen einer früheren Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung der Dauer der Ehe, und nach den wirtschaftlichen Verhältnissen beider Ehegatten erwartet werden kann.

Erst nach einer längeren Trennungszeit besteht grundsätzlich die Verpflichtung zur eigenverantwortlichen Erwirtschaftung des eigenen Unterhalts.


Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6444
Erfahrung: Mehrjährige Berufserfahrung
S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich hier etwas konkreter beantworten möchte.


Nach Ihren Schilderungen bestand nur eine kurze Ehe (11/2 Jahre)

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann in diesem Fall eine Verpflichtung des Ehemannes vollschichtig zu arbeiten schon früher, also auch noch während des Trennungsjahres einsetzen. (BGH in FamRZ 2001, 350).

Mit der Unterhaltsrefom ist man zudem Übergegangen den ehelichen Unterhalt zu begrenzen und zu befristen. Diese Befristung gilt auch bereits für den Trennungsunterhalt.

Nach der Ansicht des BGH ist dabei eine einzelfallbezogene Betrachtung durchzuführen. Die Familiengerichte wenden jedoch vielfach eine grobe Faustformel an: Unterhaltsdauer ist etwa 1/3 der Ehedauer. Also bezogen auf Ihren Fall mit einer Ehedauer von 18 Monaten liegen wir bei einer Unterhaltspflicht von etwa 6 Monaten.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht