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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16443
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ich arbeite in einem Krankenhaus in der Operationsabteilung

Kundenfrage

Ich arbeite in einem Krankenhaus in der Operationsabteilung und muß
Rufbereitschaftsdienste leisten. Diese Rufdienste sollen aus Kostengründen durch Freizeit vergütet werden. Der Stellenplan in unserem OP ist so gering,daß es nicht möglich ist diesen Freizeitausgleich zu nehmen. In unserem Krankenhaus gilt der BAT/KF, und dort steht das Rufdienste und die Inanspruchnahmen im Dienst bezahlt werden.
Meine Frage: Darf unsere GF diesen Freizeitausgleich überhaupt anordnen, und wenn ja auch dann, wenn im Vorfeld schon klar ist das die Freizeit nicht gewährt werden kann oder sich am Monatsende herausstellt das der Mitarbeiter schon Überstunden geleistet hat und der Freizeitausgleich noch dazu kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Astrid Pauly
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn in Ihrem Krankenhaus ein Tarifvertrag gilt, der anordnet, dass Rufdienste bezahlt werden, darf hiervon nicht zu Ungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden.

Dies ergibt sich aus § 4 III 2. Hs TVG.

Problematisch ist, welche Regelung für den Arbeitnehmer günstiger ist.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie dies festgestellt werden kann.

Die bevorzugte Möglichkeit ist der sog. Sachgruppenvergleich.

Die zu vergleichenden Regelungen werden in Gruppen zusammengefasst.

In Ihrem Fall ist dies die Lohn- und Freizeitregelung.

Es ist ganz klar, dass die Lohnregelung für Sie günstiger ist, zumal in Ihrem Fall die Freizeit ja gar nicht genommen werden kann.


Aus diesem Grund geht die Regelung im Tarfivertrag vor.

Die Rufdienste müssen bezahlt werden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste Information verschafft zu haben.

Wenn noch Unklarheiten bestehen, fragen Sie gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

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Vielen Dank





Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank


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