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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24901
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Habe bei der Albis vor etwas ber 10 Jahren Beteiligungen erworben

Kundenfrage

Habe bei der Albis vor etwas über 10 Jahren Beteiligungen erworben und als diese zur
Auszahlung kommen sollten in diesem Jahr, bekam ich ein Schreiben von der Albis das von
meinem Geld nur noch knapp 1% übrig sei.
Laut Aussage meines Finanzberaters vor Jahren, sei dies eine hundertprozentige Sache und
es geht nichts verloren.
Habe nun meine gesamtes Geld verloren. Was kann ich noch machen um wenigstens einen
Teil zu retten ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (unter anderem so genanntes Bond-Urteil) hat ein Anlageberater die Pflicht, anlegergerecht und anlagegerecht zu beraten.

 

Mit anlegergerecht ist gemeint,dass der Berater berücksichtigen muss, ob die Personen, die er berät und der er ein Finanzprodukt vermittelt,bereits Vorkenntnisse hat oder nicht.

 

Hierzu kann ich ihrer Sachverhaltsschilderung nichts entnehmen.

 

Wie bereits ausgeführt muss aber der Berater auch zusätzlich anlagegerecht beraten.

 

Hierbei muss er die genauen Anlagewünsche des Kunden im Vorfeld erfragen und berücksichtigen.

 

Wünscht der Kunde also eine sichere Anlage, bei der er beispielsweise zumindest seinen Einsatz wieder erhält, so darf der Berater ihm keine spekulative Anlageform ( zum Beispiel Hedgefonds, Aktien oder Ähnliches) empfehlen geschweige denn verkaufen.

 

Sollte er es doch machen, haftet er bei einem Verlust nach den Grundsätzen der Beraterhaftung wegen Pflichtverletzung des Beratervertrages gem. § 280 BGB dem Anleger auf Schadensersatz.

 

Genau so ein Fall scheint nach ihren Angaben vorzuliegen. Der Berater hat ihnen versichert, dass es sich um eine sichere Sache handele und ihnen quasi garantiert, dass sie ihren Einsatz wieder erhalten.

 

Die tatsächliche Seite liegt aber offensichtlich anders. Offensichtlich ist Ihnen hier keine hundertprozentig sichere Sache vermittelt worden, was wie bereits oben ausgeführt eine entsprechende Schadensersatzpflicht des Anlageberaters ihnen gegenüber auslösen würde. Dieser Punkt müsste abschließend bei einem Kollegen vor Ort geprüft werden.

 

Gegebenenfalls käme als Anspruchsgegner auch noch der Herausgeber des Investmentprodukts in Betracht, beispielsweise wenn er in dem Verkaufsprospekt falsche oder unvollständige Angaben über das Risiko dieses Investments getätigt hat.

 

Dieses kann ohne Kenntnis des Prospekts und des genauen Vorgangs aus der Ferne leider nicht beurteilt werden, ist meiner Erfahrung nach aber ein Anhaltspunkt, der unbedingt überprüft werden müsste.

 

In den Gesamtzusammenhang wäre auch noch zu prüfen, ob eventuelle Schadensersatzansprüche verjährt sind. Grundsätzlich gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren gem. § 195,199 BGB.

 

Diese beginnt grundsätzlich dann, wenn der Gläubiger (also sie) von den anspruchsbegründenden Tatsachen Kenntnis erlangt hat .

 

Es kommt also nicht unbedingt auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses an,sondern von dem Zeitpunkt in dem der Gläubiger (also sie) Kenntnis oder zumindest grob fahrlässige Unkenntnis davon hat,dass hier offensichtlich eine falsche Beratung vorliegen muss.

 

Um dieses abschließend beurteilen zu können müsste eine Gesamtbewertung bei einem Kollegen vor Ort vorgenommen werden.

 

Wenn hier der Anleger beziehungsweise der Herausgeber sogar nachweisbar mit Schädigungsabsicht gehandelt hat, käme nach der entsprechend des Bundesgerichtshofes sogar noch eine längere Verjährungsfrist in Betracht.

 

Da es hier also wie bereits ausgeführt sehr wahrscheinlich ist, dass Sie Ansprüche aus Pflichtverletzung des Beratervertrages haben,möchte ich Ihnen dringend und höflich empfehlen, einen im Kapitalanlagerecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und anschließend gegebenenfalls der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen gegenüber dem Berater und gegebenenfalls dem Herausgeber des streitgegenständlichen Investmentprodukt zu beauftragen.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagvormittag



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244











Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Leider hat der Herr Kollege die absolute Verjährungsfrist von 10 Jahren nach §199 II BGB übersehen.

Wenn Sie angeben, die Anlage vor über 10 Jahren erworben zu haben, so ist anzunehmen, dass alle Schadensersatzansprüche zwischenzeitlich verjährt sein dürften.

Wenn Sie sicher sein wollen, so nennen Sie mir doch das Zeichnungsdatum.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Verändert von RASchiessl am 22.02.2011 um 11:12 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Die erste Zeichnung war im Jahr 1998. Eine in 99 und zwei weitere in 2000.

Wenn ich ihre Ausführungen richtig verstehe, sind meine Ansprüche verjährt !

 

Mfg

 

 

Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, es tut mir furchtbar leid, aber die Verjährung der letzten Zeichnung begann am 31.12.2000 und endete am 31.12.2010.

Diese 10 Jahre stellen leider die absolute Höchstgrenze dar. Diese Verjährung gilt im Gegensatz zu den vom Kollegen genannten 3 Jahren kenntnisunabhängig.

Sie haben also leider keinerlei Ansprüche weder gegen den Anlagevermittler/-berater noch gegen die Initiatoren der Anlage, noch gegen den Prospektherausgeber.

Ich bedaure Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24901
Erfahrung: Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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