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Stellen Sie Ihre Frage an Olaf Götz.

Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2784
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Olaf Götz ist jetzt online.

Hallo, ich bin t tig als Selbst ndiger Telekommunikationspartner

Kundenfrage

Hallo, ich bin tätig als Selbständiger Telekommunikationspartner einer Internetprovider.
der vertriebsleiter hatte mir von seine Privat konto 1500 € überwiesen weil der Internetprovider nicht in die pötten kam mit der provision.
Jetzt wollte er das geld von mir zurück und weiss ganz genau das ich dies nicht könnte, weil der Internet Provider immer Teilweiße überwieß und das ich nur damit so grade meine verpflichtungen zahlen könnte.
Jetzt hat er zu seinen chef gesagt ohne mit mir zu sprechen das ich keine lust mehr hatte an meine Tätigkeit als selbststänger Vertriebspartner.
Daraufhin habe ich 2 Tagen später die Kündigung per Post bekommen.
ich hatte daraufhin ein termin mit sein chef bei mir zuhause, und der hat mir erzählt das er ihm gesagt hat das ich keine lust mehr hatte, was überhaupt nicht stimmte.
der chef vom ihm habe ich dann gebeichtet das er mir die provision gezahlt hat und mich jetzt damit erpressen will.
der chef hat mir dann gesagt " ich habe mit viel gerechnet aber nicht mit sowas"
Frage was kann ich nun tun???
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine Beantwortung Ihrer Frage allein auf Grundlage der von Ihnen genannten Fakten kann unter Umständen eine individuelle Beratung unter Einsicht aller Unterlagen nicht ersetzen, um sicherzustellen, dass Sie keine wesentlichen Fakten ev. unbewusst nicht mitgeteilt haben.

Auf Grundlage Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

 

Nach meinem Dafürhalten dürfte sich die Angelegenheit nunmehr von selbst aufklären, da Sie dem Chef Ihres Vertriebsleiters bereits den Sachverhalt erläutert haben.

 

Ich empfehle Ihnen, außerdem der Kündigung schriftlich zu widersprechen, Rückname der Kündigung verlangen und den Sachverhalt mit dem gezahlten Vorschuss hier schriftlich noch einmal zu erklären. Sie sollten das Schreiben nachweisbar dem Chef übergeben oder per Fax mit qualifiziertem Sendebeleg (Verkleinerung der 1. Seite auf der Faxbestädtigung) dem Chef zusenden.

 

Wenn Sie den Vorgesetzten heute ohnehin noch sehen, können Sie auch hier ihm gleich den Sachverhalt schriftlich in die Hand drücken und den Empfang sich quittieren lassen. Ich denke aber, dass ihr Chef offensichtlich Interesse an Ihrer Tätigkeit hat, sonst würde er Sie nicht noch ein 2. Mal aufsuchen. Ev. kommen Sie mit Ihm auch zu einer Abrede, dass die Zahlungsmoral der Provisionen sich verbessert.

Es ist jedoch marktüblich, dass diese erst nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist des Kunden ausgezahlt werden, um Mißbrauch vorzubeugen und keine unberechtigten Zahlungen zu leisten.

 


Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet.

Umso mehr würde es mich natürlich freuen, wenn Sie die eingezahlte Summe mit „Akzeptieren" freigeben, allein weil Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat und nicht nur, weil Sie dazu verpflichtet sind.

 

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Und wie sieht es aus wenn der cheff die kündigung nicht annehmen will?

was kann ich denn machen die Außerrung das ich keine lust mehr habe is ja auch nicht berechtigt, diese Außerung zerstört meine familie!

Und hat aber nichts zutun mit die Provision die er mir gezahlt hat, obwohl ich immer zuhim gesagt habe " ich möchte dies zurück zahlen sobald ich kann" worauf er sagte ist ok das machen wir schon.

aber dann mich so rein zulegen und zu versuchen mich fertig zumachen, kann und ist doch nicht rechtlich?

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

als Selbständiger haben Sie grundsätzlich keinen Kündigungsschutz wie ein Angestellter, es sei denn, es handelt sich um eine Scheinselbständigkeit. Maßgeblich ist hier der mit Ihnen abgeschlossene Vertrag und die tatsächlichen Umstände Ihrer Tätigkeit.

 

Wenn jedoch auf Ihren Wunsch gekündigt wurde, dürfte es kein Problem sein, diese zurückzunehmen, wenn sich herausstellt, dass es sich hierbei um eine falsche Information durch Ihren Vertriebsleiter handelte.

 

Ich sehe auch kein Interesse Ihres Chefes, die Kündigung aufrecht zu erhalten oder waren in der Kündigung andere Gründe genannt?

 

Das Verhalten Ihres Vertriebsleiters erfüllt ev. den Straftatbestand der Nötigung, wobei offen ist, ob letztlich ihm wird nachgewiesen werden können, dass es sich um einen "Vorschuss" bzw. eine Darlehen handelte, das nicht vor Zahlung der Provision zurückgezahlt werden sollte. Hierüber gibt es ja keine schiftlichen Aufzeichnungen.

 

Insofern müssen Sie sich fragen, ob Sie einen Vorteil davon haben, hier eine Strafanzeige zu stellen, wenn Sie die Sache auch so bereinigt kriegen.

 

Sollte es zu Problemen bei der Rücknahme der Kündigung kommen, etwa weil der Vertriebsleiter weiterhin falsche Dinge über Sie im Unternehmen verbreitet, würde ich eine Strafanzeige zu Lasten des Vertriebsleiters in Betracht ziehen.

 

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
es waren keine andere Kündigungsgründe genant und es gibt auch kein nachweiß darüber das ich vor der provisionsauszahlung die an ihm zurück zuzahlen.
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

OK, allerdings dürfte ja unstreitig sein, dass Sie das Geld von Ihrem Vertriebschef bekommen haben.

 

Versuchen Sie erst, die Rücknahme der Kündigung zu erreichen!

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

beweißen kann ich das nur per kontoauszug und er ja warscheinlich auch.

aber schriftlich hat er nichts dadrüber.

 

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wie gesagt, strafrechtlich wird ev. nach einer Anzeige am Ende das Verfahren eingestellt werden. Die müssen wissen, ob Ihnen das den Aufwand wert ist.

 

Haben Sie noch weitere Fragen? Ansonsten bitte ich um Akzeptierung der Antwort.

 

Gerne können Sie auf mich zurückkommen, wenn sich nach dem Treffen mit Ihrem Chef heute nachmittag noch weiterer Beratungsbedarf ergibt.

 

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Was ich noch vergessen habe ist , dass ich seit 01Jan 2011 einen ausfall habe da ich meine Tätigkeit nicht fortsetzen könnte wegen diese Kündigung?

Frage was ist damit??

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wieso haben Sie jetzt erst reagiert?

Ich dachte, Sie haben die Kündigung gerade erst bekommen.

 

Zwar dürfte der Vertriebspartner grundsätzlich schadensersatzpflichtig sein, wenn durch seine vorsätzlichen Falschangaben Ihnen ein Schaden entsteht. Im Rahmen Ihrer Schadensminderungspflicht hätten Sie dann aber sich bemühen sollen, die Angelegenheit möglichst gleich zu bereinigen, vgl. § 254 II BGB.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__254.html

 

 



Verändert von Olaf Götz am 21.02.2011 um 12:07 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Nein ich hatte die kündigung schon früher , wollte einen Termin und ein Telefongespräch ermöglichen mit seinen cheff.

der war aber nicht erreichbar bis letzten Montag wo er mich zuhause aufgesucht hat.

bis dahin habe ich Laut verständlichkeit meine arbeit fortgesetzt und auch mit dem cheff

über Kunden gesprochen und information bekommen, daher schließ ich aus das er die Kündigung zurück genommen hat?

Aber schriftlich habe ich dies nicht, werde ich heute nachholen.

Ps : wenn er den Termin nicht wieder veschiebt so wie letzten Freitag, da hatte er plötzlich ein betriebsrat Termin und hat dann diesen Termin verschoben auf Heute.

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vor dem genannten Hintergrund können Sie den Verdienstausfall zu vergleichbaren Vormonaten fordern, wenn dieser wirklich aufgrund der Kündigung eingetreten ist.

Fraglich ist, ob der Vertriebsleiter hierauf eingeht.

Es dürfte legitim sein, ihm in Aussicht zu stellen, auf eine Strafanzeige zu verzichten, wenn er für den Schaden aufkommt.

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