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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1406
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Rain Nitschke ist jetzt online.

hatte vor 6 Monaten einen Unfall, wurde von einem Fahrradfahrer

Kundenfrage

hatte vor 6 Monaten einen Unfall, wurde von einem Fahrradfahrer angefahren, volles Progamm
Krankenhaus OP usw. leider haben wir bisher noch keine Akteneinsicht, daher hat Haftpflicht auch noch nicht Schaden reguliert ist dass normal die ange Wartezeit bei der Staatsanwaltschaft

Uwe Roussel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Roussel,

 

sind Sie anwaltlich vertreten? Die Akteneinsicht in staatsanwaltliche Ermittlungsakten wird in der Regel nur gewährt, wenn sie durch einen Anwalt beantragt wird. Lange Wartezeiten sind zwar prinzipiell nicht unüblich, ein Anwalt erhält die Akte aber in der Regeln innerhalb von 3-4 Wochen.

 

 

Bedenken Sie bitte, dass JustAnswer lediglich dazu dient, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick zu verschaffen. Keinesfalls soll dadurch ein persönliches und umfassendes Gespräch bei einem Rechtsanwalt ersetzt werden. Gerade durch das Hinzufügen oder Weglassen von wichtigen Sachverhaltselementen, kann die Beratung vollkommen anders ausfallen. In diesem Sinne hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick gegeben zu haben. Sollten Verständnisfragen offen sein, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ich bin anwaltlich vertreten jedoch verweigert uns die Staatsanwaltschaft die Einsicht angeblich sind wir noch nicht dran. Der Unfall war im August 2010. Angeblich ist das Verfahren schwebend. Wegen der langen Krankheit stehe ich finanziell mittlerweile vor denm Aus ( bin selbstständig ) und alleinverdiener, was kann ich noch tun es geht immerhin mittlerweile um fast 30.000.- €
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

 

Solange die StA ermittelt, ist das Verfahren immer schwebend. Der StA will sie sicher nur darauf hinweisen, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und ihnen die Akteneinsicht nicht viel helfen wird, da es noch keine Entscheidung in der Angelegenheit gibt. Dass die Ermittlungen oft mehrere Monate dauern, bis es zur Anklage oder Einstellung kommt, ist wie bereits gesagt, nicht unüblich.

 

Die zivilrechtlichen Ansprüche können prinzipiell auch ohne die Akten der Staatsanwaltschaft geltend gemacht werden. Es gibt auch Unfälle, in denen die Staatsanwaltschaft gar nicht tätig werden muss und die Versicherungen trotzdem zahlen müssen. In diesen Fällen müssen die Versicherungen auch ohne staatsanwaltliche Ermittlungsakten entscheiden. Die Schuldfrage muss daher nicht zwingend durch einen StA oder Strafrichter geklärt werden.

 

Ihr Anwalt sollte den Gegener bzw. seine Versicherung dennoch weiter unter Fristsetzung auffordern zu zahlen. Zumindest wäre ein Vorschuss fällig, den die meisten Versicherungen auch ohne Anerkennung einer Rechtspflicht bereit sind, zu zahlen.

Rain Nitschke und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das haben wir gemacht, wir haben der DEVK fristen gesetzt, auch um Abschlagszahlungen haben wir gebeten, die DEVK hat alles abgelehnt, obwohl dei Schuldfrage eindeutig ist Radfaher mir Hund auf dem Bürgersteig ich umgefahren was ist da zu ermitteln. Ich muß ach nochmals operiert werden, ich stehe wirlich kurz vor der Insolvenz. Die Versicherung will ohne die Akten der Staatsanwaltschaft nicht regulieren.
Kann ich gegen den Verusacher direkt vorgehen und Ihn somit unter ruck setzen ?
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Sie können auch den Verursacher zur Zahlung auffordern, welcher Sie sehr wahrscheinlich ebenfalls auf den Ausgang des Ermittlungsverfahrens verweisen wird. Wie bereits gesagt, ist für das Zivilverfahren nicht nötig, dass das Strafverfahren abgeschlossen ist. Der gegnerische Anwalt kann jedoch die Aussetzung des Verfahrens beantragen, bis das Strafverfahren abgeschlossen ist. Des Weiteren wird ein Zivilverfahren ggf. nötig werden, wenn die Gegenseite eine mögliche Mitschuld in Abzug bringen möchte.

 

Ihnen muss jedoch klar sein, dass eine Klage mit einem Streitwert von mind. 30.000,00 EUR und mit weiteren Anträgen, Sie wenigstens 1.020,00 EUR Vorschuss für die Gerichtskosten kosten wird. Sollten Gutachten nötig werden, müssten auch diese Kosten vorgestreckt werden. Ich gehe daher davon aus, dass Ihr Anwalt unter anderem aus Kostengründen bislang davon abgesehen hat, den Klageweg zu beschreiten. Wenn nun erst der Ausgang des Strafverfahrens abgewartet wird und die Versicherung zumindest einen Teil freiwillig zahlt, so können sich die Kosten für den späteren Klageweg deutlich reduzieren.

 

Sie sollten die Strategie daher noch einmal mit Ihrem Anwalt besprechen. Dabei sollte auch die Möglichkeit der Kreditaufnahme besprochen werden. Die zu zahlenden Zinsen können ggf. als Schaden geltend gemacht werden.



Verändert von Rechtsanwältin Nitschke am 20.02.2011 um 07:50 Uhr EST