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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16450
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Mein Sohn ist 23 Jahre alt, hat nach dem Abitur eine Lehre

Kundenfrage

Mein Sohn ist 23 Jahre alt, hat nach dem Abitur eine Lehre zum Industriekaufmann gamacht und abgeschlossen und macht hetzt ein weiterführendes Studium.
1) Muss ich Unterhalt zahlen?
2) Wie hoch ist der Grundbedarf, auf den mein Sohn Anspruch hat?
3) Wie wird die BAFÖG-Leistung berechnet? Wird erst der mögliche Unterhalt von mir nach meinem Einkommen berechnet, und das Amt füllt dann nur bis zum Grundbedarf auf?
4) Das Kindergeld erhält die Mutter, die aufgrund ihres Einkommens keinen Unterhalt zahlen muss. Kann ich diese € 184,- von meiner Unterhaltszahlung abziehen? Von der Mutter bekomme ich das Kindergeld nicht.
Vielen dank XXXXX XXXXX Beantwortung dieser Fragen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Für die Frage, ob auf ein weiterführendes Studium Unterhalt bezahlt werdenmuss, kommt es darauf an, welcher Ausbildungsweg üblich ist.

Heute ist der Weg Abitur Lehre Studium durchaus üblich.

Das Studium muss nur dann finanziert werden,wenn so schnell als möglich nach der Lwehre damit begonnen wird.

Es muss ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen Lehre und Studium bestehen.





Ein völlig fachfremdes Studium ( Industriekaufmann will Medizin studieren, muss vom Unterhaltspflichtigen nicht finanziert werden.

Unterhaltspflichtige Eltern haben auch Kontrollrechte und dürfen die Leistungsnachweise verlangen.


Der Unterhalt für ein Kind mit eigener Wohnung beläuft sich auf 670 €.

Davon wird das Kindergeld in voller Höhe, aber auch BaFÖG Zahlungen abgezogen.


Beide Eltern haften für den Kindesunterhalt je nach ihren Einkommensverhältnissen.

Die Mutter muss die Kindergeldzahlung an den Sohn auskehren.

Elternunterhalt und BaFÖGb stehen in einer Wechselwirkung.

Das BafÖG greift ein, wenn der Unterhalt der Eltern nicht ausreicht und vermindert gleichzeitig den unterhaltsrechtlichen Bedarf des volljährigen Kindes.


Ich hoffe, Ihre Frage bantwortet zu haben.

Wenn nein, fragen Sie sehr gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn Ihre Frage beantworter ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

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Vielen Dank











Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Frau Schiessl,
vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Antwort. Der letzte Teil ist mir aber noch sehr unverständlich. Wie ist die Vorgehensweise, die zum unterhalt der Eltern führt?
1) € 670,- abzgl. € 184,- Kindergeld abzgl. Unterheltspflicht der Eltern entsprechend deren Einkommen, z.B. € 250,- = € 236,- Auffüllungsbetrag durch BAFÖG? Oder
2) € 670,- abzüglich festes (??) BAFÖG 370,- = € 300,- für die Eltern, abzgl. € 184,- Kindergeld = € 116,- Restunterhaltspflicht.
Gibt es feste BAFÖG-Sätze oder ist das BAFÖG nur ein Auffüllungsbetrag bis zum Grundbedarf? Das würde heißen, dass bei hohem Einkommen der Eltern die ganzen € 670 von denen bezahlt werden müsste.
Diesen Teil Ihrer Antwort auf meine Frage habe ich nicht verstanden.
Vielen Dank XXXXX XXXXX ergänzende Antwort.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr gehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn Ihr Sohn BaFÖG beantragt, müssen Sie als Eltern Auskunft geben, wie hoch Ihr Einkommen ist.

Danach berechnet sich dann der BaFÖG Satz .

Dieses Zahlungen sind bedarfsmindernd, sind also vom Unterhaltsanspruch , den Ihr Sohn hat, abzusetzen.


Den Rest, also die Differenz zu dem , was Ihrem Sohn an Bedarf zusteht ( 670 E) bezahlen Sie als Unterhalt.




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Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sorry, Frau Schiessl, doch noch eine -ganz kurze- Frage:

Das BAföG-Amt berechnet ja den Förderbetrag ohne Berücksichtigung des Kindergeldes, nur unter Berücksichtigung meines Einkommens.

Die echte Unterhaltszahlung wird berechnet, indem man von den genannten € 670,- (aushäusiges Kind, familienversichert)das Kindergeld von € 184,- abzieht. Es verbleiben € 486,-. Wird jetzt der BAföG-Betrag abgezogen (der ja ausgekehrt werden muss), ergibt sich ja ein viel geringerer Restunterhalt als vom BAfög-Amt errechnet.
Ist diese Sichtweise richtig?

Vielen Dank für ihre nachträgliche Antwort und herzliche Grüße nach Regensburg.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


ganz genau. Da das volljährige Kind eigene Einkünfte zur Gänze bedarfsdeckend einsetzen muss sind die 486 € der Restbedarf.

Davon wird dann der Satz abgezogen, den das BafÖG Amt zahlt. So ergibt sich Ihr Restunterhalt.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht

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