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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Hallo, ich habe jetzt eine Mahnung bekommen von einer Treuhandfirma

Kundenfrage

Hallo, ich habe jetzt eine Mahnung bekommen von einer Treuhandfirma namens Euro Treuhand für ein Gewinnspiel bei Winnercomet Artis media GmbH.
Ich habe nicht an derartigen Spielen teilgenommen und weiß mit der Forderung nichts anzufangen.
Können Sie mir helfen ???
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn Sie die Leistung des Anieters nicht in Anspruch genommen haben, schulden Sie selbstverständlich auch kein Entgelt. Dann sollten Sie auch keine Zahlung leisten.

Wenn jemand aus einem angeblichen Vertrag Ansprüch gegen Sie herleitet, so muss er auch den Abschluss des Vertrages beweisen. Entsprechend steht Ihnen grundsätzlich die Möglichkeit offen, nicht auf das Schreiben zu reagieren. Allerdings ist dann damit zu rechnen, dass Sie durch weitere Briefe belästigt werden, vielleicht sogar durch eine Inkassobüro o.ä.

Sie können sich entsprechend mit einem entschiedenen Brief (nachweisebare Zustellung - zumindest Einschreiben) an das Unternehmen wenden.

Hierin sollten sie mitteilen, dass Sie

  • mit dem Anbieter keinen Vertrag geschlossen haben bzw. dies jedenfalls nie wollten;
  • den Anbieter auffordern nachzuweisen, dass Sie einen entgeltlichen Vertrag geschlossen haben;
  • hilfsweise den Widerruf des Vertrags erklären;
  • hilfsweise den Vertrag wegen Irrtums über die Entgeltlichkeit und wegen arglistiger Täuschung über die Entgeltlichkeit anfechten;
  • hilfsweise den Vertrag kündigen;
  • darauf hinweisen, dass der Vertrag wegen Wuchers sittenwidrig ist, da Leistung und Gegenleistung in krassem Missverhältnis zueinander stehen und
  • dass Sie keine Zahlung leisten werden.

Weiterhin können Sie dem Anbieter untersagen, Ihre Daten zum Zwecke der Werbung zu nutzen und zu übermitteln (§ 28 BDSG).

Nach meiner Erfahrung sollten Sie nach einem solchen Schreiben Ruhe haben. Es besteht aber die Möglichkeit, dass der Anbieter das gerichtliche Mahnverfahren (bei Mahnbescheid Widerspruch einlegen, da sonst ein vollstreckbarer Titel droht!) oder ein Klageverfahren einleitet.

Allerdings ist jedenfalls die Erhebung einer Klage unwahrscheinlich, denn der Anbieter würde einen Rechtsstreit voraussichtlich verlieren und hat kein Interesse daran, dass ein solches Urteil veröffentlicht wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

haben Sie zu meiner Antwort noch eine Frage? Diese würde ich Ihnen gerne beantworten.

Anderenfalls möchte ich Sie bitten, meine Antwort - schon aus Gründen der Fairness - zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben. Schließlich haben Sie unter Auslobung eines Einsatzes eine Beurteilung Ihres Sachverhaltes erbeten und diese auch erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gibt es einen Grund, warum Sie meine Antwort nicht akzeptieren?

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)