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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16542
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo und guten Abend! Ich habe eine Frage zum Insolvenzrecht

Kundenfrage

Hallo und guten Abend!

Ich habe eine Frage zum Insolvenzrecht: Ich habe vor 9 Jahren einen Umschuldungskredit für meinen Mann als 2. Kreditnehmer unterschrieben. Damit hat er seine bis dahin aufgelaufenen Schulden beglichen. Auch das gemeinsame Leasingfahrzeug wurde von mir als 2. Leasingnehmer unterschrieben, dieses haben wir im November abgegeben, da der Vertrag ausgelaufen war. Eine Abrechnung erfolgte bereits, diese viel sehr hoch aus. Da sich mein Mann seit letztes Jahr in Privatinsolvenz befindet, versuchen jetzt die Banken, die noch fehlende Restschuld bei mir einzutreiben. Meine Anwältin prüft nun, ob eine Sittenwidrigkeit beim Abschluss der Verträge vorlag. Mein Mann und ich lassen uns jetzt scheiden und ich werde mit unseren 3 Kindern bis Ende April aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sein. Um mir neue Möbel zu finanzieren, habe ich vor kurzem einen Kleinkredit über 5000 Euro aufgenommen. Ich stehe in einem sehr guten Arbeitsverhältnis und konnte diesen Vertrag alleine abschließen. Wenn nun der Fall eintritt, dass ich die Prozesse verliere, stehe ich mit sehr hohen Schulden da, die ich warscheinlich nicht abtragen kann und somit eine Privatinsolvenz wohl umungänglich wäre. Wenn ich sagen wir mal ein halbes Jahr mit der Tilgung des Kleinkredites begonnen habe und ich dann doch die Privatinsolvenz beantragen muss, habe ich mich dann wegen Betruges strafbar gemacht oder kann mir die Restschuldbefreiung versagt werden?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort!

Freundliche Grüße
Ines P.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ich kann Sie beruhigen, ich sehe hier keine Strafbarkeit wegen Betrugs.

Betrug , § 263 STGB hat die Tatbestandsmerkmale : Täuschung, dadurch erregter Irrtum, Verfügung ( über Geld oder sonstiges ), Schaden.

Bezüglich aller Tatbestandsmerkmale müssen Sie wissentlich und willentlich gehandelt haben.

Sie müssten also zunächst die Bank, die Ihnen den Kleinkredit gegeben hat, bereits bei der Beantragung des Kredits darüber getäuscht haben, dass Sie zahlungsfähig sind.

Daran fehlt es hier bereits.

Sie sind, als Sie den Kredit beantragt haben, davon ausgegangen, dass Sie aufgrund hres Arbeitsverhältnisses den Kredit leicht würden abtragen können.

Sie haben ihn nicht in dem Bewusstsein geschlossen, ihn nicht bezahlen zu können.

Daher haben Sie sich nicht wegen Betrugs strafbar gemacht und Ihnen kann folglich auch nicht die Restschuldbefreiuung versagt werden.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Wenn noch Unklarheiten bestehen, fragen Sie sehr gerne nach.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich um Akezptierung


Vielen Dank




Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn ich Ihre Frage beantwortet habe,, bitte ich um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Frau Schiessl,

 

vielen Dank für Ihre Antwort, Sie haben mich damit ein Stück weit beruhigt und mir weitergeholfen.

 

Viele Grüße

Ines P.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das freut mich sehr.


Ihnen alles Gute!

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