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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5917
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Mein Mann wurde bei Arbeitsweg im Autobahn durch LKW Fahrer

Kundenfrage

Mein Mann wurde bei Arbeitsweg im Autobahn durch LKW Fahrer getötet mein Rechtsanwalt sagt ich könne nur von Berufsgenossenschaft ansprüche stellen der LKW Fahrer bzw. die Versicherung bezahlt außer bis ca. 5000,- Euro Schmerzensgeld für mich und meine Tochter ist das richtig??
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

für Arbeitsunfälle, hierzu zählen auch solche auf dem Arbeitsweg, greift alleinig die Versicherung der Berufsgenossenschaft. Normale Schmerzensgeldansprüche sind leider ausgeschlossen.


Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5917
Erfahrung: Mehrjährige Berufserfahrung
S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,



ich erlaube mir, die Ausführungen der Kollegin Mattei wie folgt zu ergänzen.


Ein Schmerzensgeld steht Ihnen selbstverständlich zu.

Es ist nur im Verhältnis zwischen Arbeitskollegen und im Verhältnis zum Arbeitgeber ausgeschlossen, nach § 104 ff SGB VII.

Nur Ihnen gegenüber gilt die Haftungsfreistellung, nicht jedoch einem Dritten gegenüber.

Sie können also gegenüber dem Schädiger ein Schmerzensgeld geltend machen.

Ein Schmerzensgeld in Höhe von 3000 € erscheint hier keineswegs angemessen.

Entscheidend ist die Dauer der Überlebenszeit und ob der Verletzte noch bei Bewusstsein war.

Der Bundesgerichtshof stellt hier ab auf.

Art und Schwere der Verletzungen
das dadurch bewirkte Leiden
Wahrnehmung durch den Verletzten

Die Höhe hängt also sehr stark vom Einzelfall ab.

Die übrigen Ansprüche ersetzt Ihnen die Berufsgenossenschaft, die jedoch den Schädiger in Regress nimmt.




Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht


Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich um Akzeptierung

Sie mögen selbst entscheiden, welche Antwort Sie akzeptieren.

Verändert von Claudia MarieSchiessl am 07.02.2011 um 22:01 Uhr EST
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Schmerzensgeldansprüche zahlt die Berufsgenossenschaft nicht (s.o). Ein solcher besteht nur gegen die Haftpflichtversicherung des Schadensverursachers, wobei Sie bereits ausgeführt haben, dass diesbezüglich eine Zahlung erfolgt ist. Auch für materielle Schäden (am fahrzeug) ist die Versicherung des gegeners zuständig.

Die Berufsgenossenschaft nimmt zudem Regress beim Schadensverursacher.

Woher die Kollegin den Betrag von 3.000 EUR Schmerzensgeld nimmt ist unklar. Die Höhe des Anspruchs ist eine Ermessensfrage und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn Ihnen der zugesprochene Betrag zu niedrig erscheint, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Rechtsanwalt nehmen. Weigert sich die Versicherung eine höhere Zahlung zu leisten, müsste eine Klage in Erwägung gezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich darf die Ausführungen der Frau Kollegin Mattei abermals ergänzen und klarstellen, dass ich das Schmerzensgeld in der Höhe von 3000 €, wie es nach Ihren Angaben Ihr Anwalt für Sie gefordert hat, als nicht angemessen erachte.

Klarzustellen ist weiter, dass normale Schmerzensgeldansprüche keinesfalls ausgeschlossen sind, Ihnen also Ihr Schmerzensgeld ganz normal zusteht.


Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter viel Glück und alles Gute


Sollten Sie noch Fragen haben , fragen Sie gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht


Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die "normalen" Schmerzensgeldansprüche beziehen sich auf den Anspruch gegen die Berufsgenossenschaft. Diese zahlt bekanntlich kein Schmerzensgeld.

Im übrigen ist aus den Ausführungen zu entnehmen, dass bereits 5.000 EUR Schmerzensgeld (?) bezahlt wurden. Ob dies angemessen ist, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. einer Mitschuld des Geschädigten. Eine pauschale Aussage darüber, ob der gezahlte Betrag angemessen ist, kann daher nicht getätigt werden.

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