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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Hallo ! wir wurden vor einer Woche als Interressenten geworben,um

Kundenfrage

Hallo !
wir wurden vor einer Woche als Interressenten geworben,um Steuervorteile nutzen zu können.Nun hatten wir gestern ein Gespräch in Berlin,bei einer Vermittlungsfirma wo sich herraus stellte,das es um eine Investition in eine denkmalgeschützte Wohnung in Leipzig ging.Es hörte sich alles gut an,so daß wir ein 4-wöchiges Kaufangebot bei einem Notar unterschrieben.Da die Finanzlage erst noch geprüft werden muß und es sich bei unserem Verständnis nur um ein Angebot handelt und nicht um einen richtigen Vertrag,möchten wir gern wissen was wir tun können um eine erfolgreiche Rückabwicklung zu erzielen.

Anja Reuschel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich kann ein Vertragsangbot durch den, der es abgegeben hat, nicht mehr zurückgenommen werden, wenn es dem anderen Teil zugegangen ist. An das Angebot, dass Sie abgegeben haben sind Sie also vereinbarungsgemäß 4 Wochen lang gebunden. Innerhalb dieser Zeit kommt der Vertrag dann zustande, wenn die Gegenseite Ihr Angebot annehmen sollte. Insoweit kommt ein "Rücktritt" oder "Widerruf", so wie er z.B. aus dem Fernabsatzrecht bei Verbrauchern bekannt ist, nicht ausgeübt werden.

Ihre einzige Chance wäre, das von Ihnen abgegebene Angebot anzufechten wegen Irrtums oder wegen arglistiger Täuschung. Ob die Voraussetzungen für eine oder beide Arten der Anfechtung in Ihrem Fall tatsächlich vorliegen, kann ich aufgrund Ihrer knappen Schilderungen und der begrenzten Möglickeiten einer öffentlichen Plattform wie dieser nicht abschließend beurteilen.

Dass Sie im Internet über diesen "Geschäftspartner" recherchieren können, dass es sich wohl um eine "Immobilienfalle" - also unseriöse oder betrügerische Geschäftspraktiken - handelt, lässt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anfechtung Ihres Angebots erfolg haben kann, als nicht unerheblich erscheinen.

Es empfiehlt sich daher, dass Sie unverzüglich unter Vorlage Ihrer Unterlagen und Darlegung des gesamten Sachverhalts persönlich beraten und ggf. vertreten zu lassen. Da die Anfechtung kurzfristig erfolgen muss, sollten Sie sich um einen möglichst zeitnahen Termin bemühen.

Zwar kann die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung binnen eines Jahres erfolgen, die Anfechtung wegen Irrtums muss jedoch unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern erfolgen. Hier haben Sie zwar Zeit, sich Rechtsrat zu holen, dies muss aber schnell gehen. Der Ablauf einer oder zweier Wochen kann im Einzelfall schon zu lang sein. Daher ist dringend Eile geboten.

Ggf. können Sie vorab morgen schon einmal in einem kurz begründeten Breif (Einschreiben!) Ihr Angebot anfechten. In jedem Fall sollten Sie sich aber um persönlichen Rechtsbeistand bemühen, zumal hier auch größere Geldbeträge betroffen sein dürften.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

haben Sie zu meiner Antwort noch eine Frage? Diese würde ich Ihnen gerne beantworten.

Anderenfalls möchte ich Sie bitten, meine Antwort - schon aus Gründen der Fairness - zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben. Schließlich haben Sie unter Auslobung eines Einsatzes eine Beurteilung Ihres Sachverhaltes erbeten und diese auch erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)