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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26595
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich als Ehefrau m chte schon

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich als Ehefrau möchte schon vorab meinen Kindern meinen 50 % Anteil an allen in der Ehe angeschafften Gütern vererben, da ich befürchte das nach meinem ableben alles von meinem Mann verkauft wird und meine beiden Söhne leer ausgehen. Was kann ich tun um dieses zu unterbinden ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ihre Kinder sind gesetzliche Erben erster Ordnung nach § 1924 BGB. Das bedeutet, selbst wenn Sie kein Testament errichten, erhalten Ihre Kinder die Hälfte Ihres Nachlasses, Ihr Ehemann erhält die andere Hälfte.

Wenn Sie nun ein Testament fertigen, in welchem Sie Ihre beiden Kinder als Erben einsetzen, so wird Ihr Mann nur 1/4 des Nachlasses erben (Pflichtteil nach § 2303 BGB).

Wenn Sie nun die Befürchtung haben, dass Ihr Mann nach Ihrem Ableben das Erbe Ihrer Kinder (unberechtigterweise) verschleudern wird, so können Sie einen Testamentsvollstrecker, § 2197ff BGB bestimmen. Diese Bestimmung eines Testamenstvollstreckers können Sie in Ihr Testament einfügen. Als Vollstrecker können Sie eine Person Ihres Vertrauens wählen. Der Testamentsvollstrecker hat dann die Aufgabe den Nachlass festzustellen, zu sichern und an Ihre Kinder zu verteilen.

Der Testamentsvollstrecker ist dabei nur Ihrem Willen unterworfen, von Ihrem Ehemann darf er keine Weisungen entgegennehmen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihrer Antwort,
eine Frage hätte ich noch, und zwar besitzen wir ein Haus in Griechenland in dem ich nicht im Grundbuch eingetragen bin und ein Haus in Deutschland bei dem ich im Grundbuch mit eingetragen bin, beides wurde während der Ehe angeschafft ! Ich möchte das gerne schon vorab testamentarisch festlegen das mein Anteil als Ehehfrau nach meinem ableben zugunsten meiner beiden Söhne geht nur fehlt mir die gewisse Formulierungsform. Meine Befürchtungen sind nicht unbegründet da beide Kinder viel Zeit und Geld in beide Anwesen investieren und ich möchte da gerne einen Riegel vorschieben
damit nicht so einfach alles nach meinem Tod verkauft wird.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne beantworte:
Ihr Testament können Sie frei formulieren. Wichtig ist nur, dass Sie Ihren Willen klar bekunden.

Eine Formulierung im Testament kann lauten:

"Meinen Nachlass, bestehend aus, meinem Miteigentumsanteil an den Häusern in... und ... sollen meine beiden Kinder A und B erben. Mein Mann soll nichts erben...

Unterschrift"

Sie müssen allerdings bedenken, dass wenn Sie und Ihr Mann Miteigentümer am Haus sind, Ihr Mann gegenüber den Erben, also Ihren Kindern verlangen kann, das Miteigentum auseinanderzusetzen. Dies kann zur Folge haben, dass Ihr Mann die Veräußerung des Hauses, als Miteigentümer erzwingen kann.

Dies können Sie leider nicht verhindern.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Verändert von RASchiessl am 05.02.2011 um 17:22 Uhr EST