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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, follgender Sachverhalt Ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, follgender Sachverhalt:

Ich habe einen Laptop über eBay gekauft, Wert des Laptops 2.500€.
Der Verkäufer (Privat) hat sich geweigert den Laptop an mich zu
verkaufen trotzt rechtgültigen Kaufvertrags über eBay, weil er anscheinen
Finazielle Probleme hat und sich anderst entschieden hat. Ich habe meinen
Anwalt angeschaltet und dies dem Verkäufer mitgeteilt. Danach hat der
Verkäufer Angst gekriegt und mir mitgeteilt er verschickt den Laptop
umgehend. Ich habe dem Verkäufer gesagt, dass er die Ware bis zum einem
Wert von 2.500€ versichert verschicken soll. Das Paket ist jetzt da, nun ist
zwar der Zubehör drin im Paket, aber der Laptop fehlt und ich stelle auch fest, dass
der Versand nur bis zu 500€ versichert ist. Ich vermutte stark das der Verkäufer den
Laptop extra nicht reigelegt hat und wird behaupten, dass die Post es entwendet hat.
Dann habe ich 2.000€ Verlust gemacht. Welche Möglichkeiten kann ich vor Gericht
durchsetzen. Der Verkäufer versichert mir zwar, dass er die Ware in das Paket
reigelegt hat, aber ich glaube Ihm nicht. Wie sieht die Rechtslage aus, kann ich
von Ihm genau den gleichen Laptop fordern oder das Geld. Polizei auch anschalten? Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort. Gruß
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es handelt sich hier rein rechtlich um einen sogenannten Versendungskauf.

Grundsätzlich geht die Gefahr des Verlustes des Kaufgegenstandes auf den Käufer über, wenn der Verkäufer die Ware auf den Weg gebracht hat ( § 447 Abs. 1 BGB).

Hat der Käufer jedoch eine besondere Anweisung über die Art der Versendung erteilt und weicht der Verkäufer ohne dringenden Grund von der Anweisung ab, so ist der Verkäufer dem Käufer für den daraus entstehenden Schaden verantwortlich.

Sie haben den Verkäufer angewiesen, den Versand versichert über einen Betrag in Höhe von 2.500 € vorzunehmen. Von dieser Anweisung ist dieser ohne Not abgewichen, so dass dieser für die Differenz zwischen Versicherungsleistung und Warenwert schadensersatzpflichtig ist.

Sie können also die Zahlung von 2000 € verlangen. Darüber hinaus bekommen Sie aus der Versicherung die 500 €.

Darüber hinaus liegt die Vermutung nahe, dass der Verkäufer in betrügerischer Absicht gehandelt hat. Eine Anzeige wegen des Betrugsverdachtes dürfte insofern gerechtfertigt sein.



Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Aber was bringt mir die Anzeige bzw. Verdacht auf einen

Betrug, ich kann doch nichts beweisen? Welche Chancen habe ich den? Ich denke

keinen, sonder nur Kosten vom Anwalt, sind wir mal ehrlich oder?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Leider ist es gerade bei Ebay-Auktionen nicht unüblich, dass das gekaufte Produkt nicht verschickt wird oder nur Teile dessen. Deswegen ist die Anzeige wegen des Verdachts des Betruges auch wichtig, denn dann ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Wenn das Paket unversehrt gewesen ist, so liegt der Verdacht eben sehr nahe, dass der Verkäufer das Laptop tatsächlich nicht versandt hat.

Ihre Erfolgsaussichten den Schadensersatz im Wege der Klage durchsetzen zu können, sind daher sehr gut. Ob Sie den Betrag dann im nachhinein vom Verkäufer auch tatsächlich erhalten oder aber eben nur über einen vollstreckbaren Titel verfügen, der nicht realisiert werden kann, kann ich naturgemäß nicht abschätzen.

Alleine die von Ihnen geschilderte Vorgschichte, deutet darauf hin, dass der Verkäufer sich hier bereichern wollte. Ihre Schadensersatzansprüche verjähren erst in 3 Jahren. Deswegen sollten Sie zunächst die Anzeige wegen des Verdacht ds Betruges erstatten, die kostet Sie nichts und wenn die Staatsanwaltschaft den Verkäufer überführt, haben Sie den Beweis.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen