So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Kr...
Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3659
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Habe am 03.01.11 bei ITS-Indi eine Reise nach Tunesien gebucht(14

Kundenfrage

Habe am 03.01.11 bei ITS-Indi eine Reise nach Tunesien gebucht(14 Tage),Reisetermin 22.03.-06.04.11
Veranstalter ist z.Zt. nicht zu einer kostenlosen Stornierung gemäß & 5.1 seiner Reisebedingungen bereit, sondern wenn überhaupt erst 14 Tage vor Reisebeginn.Gibt es rechtliche Möglichkeiten dagegen mit "Erfolg" vorzugehen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Sie stellen auf die politische Lage in Tunesien ab. Einschlägig ist § 651j BGB - Kündigung wegen höherer Gewalt:

Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen.

Zu der Frage, welche Arten von Ereignissen zur Kündigung berechtigen, existiert eine differenzierte Rechtsprechung. Kriege, Naturkatastrophen und innere Unruhen im Reiseland können in aller Regel die Kündigung begründen.


Voraussetzung für die Kündigung wegen höherer Gewalt ist, dass durch das Ereignis zum Kündigungszeitpunkt das Reiseziel als Ganzes in Frage gestellt wird, eine völlige Unmöglichkeit der Reise ist aber nicht Voraussetzung.

 

Der Kündigungszeitpunkt ist jetzt. Ihr Veranstalter kann Sie nicht darauf verweisen, erst 14 Tage vor Reisebeginn zu kündigen.

 

In einem etwaigen Gerichtsprozess auf Rückzahlung des Reisepreises müssten Sie demnach beweisen, dass zur Zeit der Kündigung höhere Gewalt vorlag. Ein wichtiges Indiz hierfür ist eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt.

 



Verändert von RA Krueger am 04.02.2011 um 18:37 Uhr EST