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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
50154571
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Mustermann ist jetzt online.

Sehr geehrte Anw lteund Anw ltinnen Abzocke zum Zweiten Mal

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälteund Anwältinnen:
Abzocke zum Zweiten Mal durch Übernahme eines angeblichen Vertrages.
Ich suchte im Januar 2010 eine software, welche mir helfen sollte das internet Programm
zu stabilsieren, da wir mit Brasilien, wo meine Kinder leben Probleme bekamen.Bei der Commerzbank Mainz machten wir Einspruch gegen diese Methode der Abzocke.
Nichts destoweniger Trotz kommt auf einmal ei9nfach ein Brief das das System Anttassia GmbH von der Content als " Nachfolger " übernommen wurde. die machen nun einen 2 Jahre Vertrag und mab soll wieder € 96,00 zahlen. Was ist sinnvoll zu tun ? Danke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Vermutlich sind Sie Opfer einer sog. Abo-Falle geworden. Die von Ihnen genannte Gesellschaft steht in dem Ruf, unter verschiedenen Internetadressen entsprechende Download-Portale zu betreiben.

Sie sollten sich mit einem entschiedenen Brief (nachweisebare Zustellung - zumindest Einschreieben) an das Unternehmen oder - soweit bereits eingeschaltet - das Inkassobüro wenden. Hierin sollten sie mitteilen, dass Sie

  • mit dem Anbieter keinen kostenpflichtigen Vertrag geschlossen haben bzw. dies jedenfalls nie wollten;
  • den Anbieter auffordern nachzuweisen, dass Sie einen entgeltlichen Vertrag geschlossen haben;
  • hilfsweise den Widerruf desVertrags erklären;
  • hilfsweise den Vertrag wegen Irrtums über die Entgeltlichkeit und wegen arglistiger Täuschung über die Entgeltlichkeit anfechten;
  • hilfsweise den Vertrag fristlos und zum nächtsmöglichen Termin ordentlich kündigen;
  • darauf hinweisen, dass der Vertrag wegen Wuchers sittenwidrig ist, da Leistung (Anbieten von Software, die man im Internet von vielen öffentlich zugänglichen Quellen umsonst herunterladen kann) und Gegenleistung (96 EUR pro Jahr) in krassem Mißverhältnis zueinander stehen und
  • dass Sie keine Zahlung leisten werden.

Weiterhin können Sie dem Anbieter untersagen, Ihre Daten zum Zwecke der Werbung zu nutzen und zu übermitteln (§ 28 BDSG).

Nach meiner Erfahrung sollten Sie nach einem solchen Schreiben Ruhe haben. Es besteht aber die Möglichkeit, dass der Anbieter das gerichtliche Mahnverfahren (bei Mahnbescheid Widerspruch einlegen, da sonst ein vollstreckbarer Titel droht!) oder ein Klageverfahren einleitet.

Allerdings ist jedenfalls die Erhebung einer Klage unwahrscheinlich, denn der Anbieter würde einen Rechtsstreit voraussichtlich verlieren und hat kein Interesse daran, dass ein solches Urteil veröffentlicht wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Mustermann und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

haben Sie zu meiner Antwort noch eine Frage? Diese würde ich Ihnen gerne beantworten.

Anderenfalls möchte ich Sie bitten, meine Antwort - schon aus Gründen der Fairness - zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben. Schließlich haben Sie unter Auslobung eines Einsatzes eine Beurteilung Ihres Sachverhaltes erbeten und diese auch erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gibt es einen Grund, warum Sie meine Antwort nicht akzeptieren?

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer in der Bewertung gestellte Zusatzfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Ihre Erklärungen wurden dort auf die für Sie nachteiligste Art ausgelegt, nämlich als ordentliche Kündigung zum Ablauf der Vertragslaufzeit. Bei dieser Auslegung bestünde der angebliche Entgeltsanspruch bis zum Ablauf eben weiter.

Entsprechend können Sie sich nochmals an die Gegenseite wenden und nachdrücklich mitteilen, dass Sie schon keinen Entgeltlichen Vertrag geschlossen haben, da die Entgeltlichkeit nicht erkennbar war. Allerdings dürfte sich die Gegenseite dadurch eher nicht zu einer Einsicht bewegen lassen - schon deshalb nicht, weil sonst die Gefahr droht, dass Sie dies Publik machen.

Daher werden Sie letzte Gewissheit über das Vorgehen des Gegners erst haben, wenn die entsprechenden Forderungen verjährt sind oder man Sie gerichtlich in Anspruch nehmen sollte.

Ich wünschen Ihnen ein angenehmes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

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