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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, ich hatte letzte Woche Mittwoch einen Verkehrsunfall. Die

Kundenfrage

Hallo,

ich hatte letzte Woche Mittwoch einen Verkehrsunfall.
Die Straße war eng und kurvenreich. Der entgegenkommende LKW ist den Gegebenheiten nicht angepasst gefahren. Die Straße war schlierig und er hat die Kurve geschnippelt und ist um die Kurve mitten auf der Straße gefahren. Die ältere Dame, die vor mir gefahren ist, hat gebremst. Ich tat dies ebenso um den Sicherheitsabstand zu halten. Als ich sah, dass sie genügend Platz hatte, beschleunigte sie wieder etwas. Doch kurz darauf, trotz genügend Platz, machte sie eine Notbremsung. Ich auch, doch kam ich nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und fuhr ihr auf. Sie hatte wohl den Fuß von der Bremse genommen oder gab sogar noch etwas gas und fuhr in die linke hintere Ecke des LKW. Mein Auto stand ganz gerade, ohne eingeschlagene Räder, am Straßenrand, so nah es ging am Bordstein. Ihr Auto war dann mittig auf der Straße.
Als die Polizei kam, musste der LKWfahrer die 30€ bezahlen. Bei PKWs haben einen Totalschaden. Auf meinen PKW habe ich eine Vollkasko. Laut Unfallexperte ist die Frau wegen mir in den LKW gefahren und ich habe den Unfall verursacht.
Als die Polizei eintraf, sagte sie, sie würden es nicht so sehen, dass ich schuld bin. NUn ist meine Frage: Ich bin seit Juli 2010 aufgrund eines Blitzers in einer Probezeitverlängerung.
Sonst habe ich keine weiteren Verkehrssünden begangen.
Welche Strafe kann nun auf mich zukommen?
Muss ich sicher meinen Führerschein abgeben? Bekomme ich nur eine Geldstrafe? Was wird passieren?

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß

V. Schiller
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn ich Ihre Sachverhaltsschilderung richtig verstanden habe, wird Ihnen der Vorwurf gemacht, dass Sie daran schuld wären, dass die Damen mit dem LKW kollidiert sein. Dies kann ich anhand Ihrer Unfallschilderung nicht nachvollziehen.

Es bliebe nunmehr abzuwarten, welche konkrete Verstoß Ihnen vorgeworfen wird. Nach Ihrer Aussage hat der LKW-Fahrer ein Verwarngeld von 30 € zahlen müssen.

In der Probezeit können Verkehrsverstöße unterschiedliche Folgen haben.

Bei der Fahrerlaubnis auf Probe wird zwischen schwerwiegenden Zuwiderhandlungen (z. B. Geschwindigkeitsüberschreitungen) und weniger schwerwiegenden Zuwiderhandlungen (z. B. technischen Fahrzeugmängeln) des Fahrerlaubnisinhabers unterschieden.

Begeht der Fahrerlaubnisinhaber während der Probezeit eine schwerwiegende Zuwiderhandlung oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen, verlängert sich die Probezeit um zwei auf vier Jahre und wird die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet (sog. „Nachschulung“). Kommt der Fahrerlaubnisinhaber dieser Anordnung nicht innerhalb der ihm gesetzten Frist nach, wird ihm die Fahrerlaubnis entzogen, § 2a Abs. 3 StVG.

Begeht der Fahrerlaubnisinhaber während der Probezeit eine weitere schwerwiegende oder zwei weitere weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen wird er schriftlich verwarnt und wird ihm die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung innerhalb von zwei Monaten empfohlen. Die Befolgung dieser Empfehlung ist freiwillig. Folgt der Fahrerlaubnisinhaber dieser Empfehlung werden ihm immerhin zwei Punkte (in Flensburg) abgezogen.

Eine erneute schwerwiegende oder zwei erneute weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen nach der oben genannten zweimonatigen Frist führt unweigerlich zum Entzug der Fahrerlaubnis.

Sollte ein Abstandsverstoß vorgeworfen werden, handelt es sich um einen schwerwiegenden Verstoß.

Es droht dann noch nicht der Fahrerlaubnisentzug, aber eine schriftliche Verwarnung und die Anordnung einer Teilnahme einer verkehrspsychologischen Beratung.


Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen



Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

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