So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16576
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Guten Abend! Am 11.09.2011 hatte ich als Radfahrer einen

Kundenfrage

Guten Abend!

Am 11.09.2011 hatte ich als Radfahrer einen Verkehrsunfall, indem mir ein Geländewagen die Vorfahrt genommen hat. Ich befand mich auf einem Wirtschaftsweg, 50-100 m hinter dem Ortsausgangsschild. Der Fahrer kam von rechts aus einem Feld und Wiesenweg. Verletzungen Jochbeinbruch, Oberkieferbruch, Schlüsselbeinbruch, Gehirnerschütterung, Schlürfwunden am ganzen Körper. Außerdem musste ich einen Zahn ersetzen lassen. 2 Operationen zur Wiederherstellung, 1 Operation wg. Entfernung des Materials. Sechs Wochen krank geschrieben und 26 x Krankengymnastik. Nach meiner Strafanzeige, ohne Anwalt, erhielt ich heute vom zuständigen Amtsgericht folgenden Beschluss: Bezugnahme §135 a Abs 2 StPO mit einer Schadenwiedergutmachung von 800 Euro. Ist das gerechfertigt, wenn man teilweise bei einem verlorenem Zahn 2000 Euro bekommt? Wie sollte ich am Besten weiter verfahren ?

Vielen Dank!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Sie müssen die Schadenswiedergutmachung vom Schadensersatz und vom Schmerzensgeld streng trennen.


Die Schadenswiedergutmachung , nach § 46 a STGB ist eine Sanktion des Strafrechts.

Sie dient dem Täter - Opfer Ausgleich und verschafft dem Täter eine mildere Strafe.


Unabhängig davon steht Ihnen Schmerzensgeld und Schadensersatz zu.

Auf diese Zahlungen wird die geleistete Schadenswiedergutmachung angerechnet.

Sie können also immer noch Ansprüche gegen den Täter geltend machen.

Die Ansprüche auf Heilungskosten und Ersatz der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind davon nicht tangiert.

Diese sind auf Ihre Krankenkasse und Ihren Arbeitgeber übergegangen.

Zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche würde ich Ihnen die Ianspruchnahme anwaltlicher Hilfe empfehlen.

Diese Kosten als Kosten der Rechtsverfolgung sind vom Schädiger ebenfalls zu übernehmen.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Wenn nicht, fragen Sie gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Frage beantwortet ist darf ich um Akzeptierung bitten.

Vielen Dank




Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz