So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, in dem von mir gemieteten Haus

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, in dem von mir gemieteten Haus ließ mein Vermieter vor vielen Monaten den damals defekten Warmwasserboiler im Bad provisorisch reparieren, so wie auch vieles andere im Haus trotz Versprechung vor Einzug gar nicht in Ordnung gebracht wurde Seitdem funktionierte er ohne Lichtsignal und Einschaltknopf nur über den Drehknopf. Niemand sagte mir damals, dass er damit Tag und Nacht ständig voll aufheizt und damit entsprechend Strom zieht. Dies erfuhr ich erst vor kurzem von einem anderen Elektriker. Nun wurde ich vom Albwerk von 160 Euro - trotz deren Kenntnis der Situation - auf 405 Euro hochgestuft, was für mich der absolute Ruin ist. Es handelt sich um einen 1-Personen - Haushalt, in dem sonst weder alte, noch besonders stromaktive Geräte sind, kaum gekocht oder gebacken etc. wird. Nachdem mein Vermieter schon aufgrund einer Anmahnung der anderen bisher nicht erfolgten Reparaturen ausfallend und unverschämt wurde, kann ich von einer friedlichen Einigung in diesem Fall nicht ausgehen.
Können Sie mir bitte helfen, wie ich in diesem Fall am besten vorgehe? Zumal das Albwerk auch von mir eine Zahlung bis einschließlich März von 405 Euro bis zum 21. 2. möchte, sonst mit Sperrung droht.
Ganz herzlichen Dank im Voraus für kurzfristige Antwort und freundliche Grüße
Angela Heckeroth
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Was die Vorauszahungen des Albwerkes angeht, so lassen Sie sich von Ihrem Elektriker schriftlich den Grund für den hohen Verbrauch im vergangenen Jahr bestätigen. Nehmen Sie dann noch einmal persönlichen Kontakt zum Stromanbieter auf und legen dort den Nachweis des Elektrikers und den aktuellen Zählerständen vor und beantragen eine Herabsetzung der Vorauszahlungen. Lassen Sie sich dort nicht abwimmeln, sondern verlangen mit einem Abteilungsleiter zu sprechen.

Sollte dieser Versuch scheitern, sollten Sie darüber nachdenken, den Stromanbieter zu wechseln. Dort können Sie dann Angaben machen für einen 1-Personen-Haushalt.

Soweit es die Mängel an der Wohnung betrifft, sollten Sie Ihren Vermieter schriftlich und per Einschreiben/Rückschein auffordern, die Mängel innerhalb einer angemessenen Frist von 3-4 Wochen zu beseitigen. Kündigen Sie in diesem Schreiben gleich an, dass Sie für den Fall, dass die Mängel nicht fristgerecht beseitigt werden, Sie die Miete mindern werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

besten Dank für Ihre Antwort, Sie bestätigen mir damit, dass die Schritte, die ich auch als nächstes vorhatte, richtig sind. Das beruhigt etwas, da die Situation für mich wirklich existentiell ist. 2 Fragen nur noch dazu: verstehe ich Sie richtig, dass auch Sie der Meinung sind, dass den zusätzlichen Stromverbrauch aufgrund des defekten Boilers wirklich der Vermieter übernehmen muss und würden Sie mir zu rechtlichen Schritten, - da mit einer gütlichen Einigung mit diesem Herrn leider keine Chance besteht - raten? Nochmals besten Dank!

 

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

besten Dank für Ihre Antwort, Sie bestätigen mir damit, dass die Schritte, die ich auch als nächstes vorhatte, richtig sind. Das beruhigt etwas, da die Situation für mich wirklich existentiell ist. 2 Fragen nur noch dazu: verstehe ich Sie richtig, dass auch Sie der Meinung sind, dass den zusätzlichen Stromverbrauch aufgrund des defekten Boilers wirklich der Vermieter übernehmen muss und würden Sie mir zu rechtlichen Schritten, - da mit einer gütlichen Einigung mit diesem Herrn leider keine Chance besteht - raten? Nochmals besten Dank

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

für den Stromverbrauch aus dem defekten und mangelhaften Boiler haftet naturgemäß der Vermieter. Sie sollten sich in jedem Fall von einem Anwalt vor Ort vertreten lassen, wenn der Vermieter hier kein Einsehen zeigt. Lassen Sie sich auch nicht drohen oder einschüchtern. Sie sind im Recht, allein deswegen greift der Vermieter zu derartigen Handlungen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen