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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16572
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, seit Mai 2009 leben wir getrennt, die Kinder (jetzt

Kundenfrage

Hallo,
seit Mai 2009 leben wir getrennt, die Kinder (jetzt 5 und 7) leben bei mir.
Ich bekomme von der Unterhaltsvorschusskasse derzeit 318 EUR und Kindergeld.
Ich verdiene bei 30 Std./Wo. netto 2.300 EUR, mein Mann ca. 1.200 EUR netto. Er lebt seit Sommer 2009 mit seiner neuen Freundin zusammen.
Was muss ich an Getrenntlebendenunterhalt an meinen Mann zahlen?
LG, Siegrid Friese
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt.

Nach Ablauf des Trennungsjahres ist Ihr Mann grundsätzlich gehalten, ganztags zu arbeiten und sich so seinen Unterhalt selbst zu verdienen.

Wenn die 1.200 € netto bereits das Ganztagsgehalt sind, errechnet sich der Unterhaltsanspruch grob wie folgt:

Es werden die Einkünfte beider Ehegatten addiert und dann durch 2 geteilt.

Von den 1.750 €, die in Ihrem Fall das Ergebnis sind, werden 1.200 € abgezogen, so dass ein Rest von 550 € bleibt.

Ich habe hier nicht etwaige Abzüge berücksichtigt.

Hier eine Auswahl, was man vom unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen absetzen kann:

- Schulden und zwar beim Trennungsunterhalt Zins und Tilgung
- Fahrtkosten zur Arbeit
. sekundäre Altersvorsorge in Höhe von 4 % des Bruttoeinkommens
-Betreuungskosten für die Kinder

Hinzuzuschlagen ist allerdings bei kostenfreiem Wohnen im Eigenheim der Wert für eine angemessene Wohnung bis Einreichung der Scheidung, danach der Wert der objektiven Marktmiete.

Da man sich hier Ausgaben erspart, liegt hier ein geldwerter Vorteil vor.


Wenn Ihr Mann noch länger mit seiner Lebensgefährtin zusammen lebt, nämlich zwei bis drei Jahre, entfällt übrigens der Anspruch auf Unterhalt.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht


Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung


Vielen Dank

Verändert von Claudia MarieSchiessl am 30.01.2011 um 13:01 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mein Mann hat noch nicht Trennungsunterhalt eingefordert. Wie lange kann er Anspruch erheben, wie sind da die Verjährungszeiten?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Trennungsunterhalt kann immer nur für die Zukunft ab dem Monat eingefordert werden, in dem er gelternd gemacht wird.

Würde Ihr Mann also beispielsweise am 31.01. von Ihnen Trennungsunterhalt fordern, müssten Sie noch für den Monat Januar bezahlen.

Eine darüber hinausgehende Rückwirkung gibt es nicht.

Wenn der Trennungsunterhalt bereits eingefordert wurde und dann Rückstände auflaufen, verwirken diese nach einem Jahr.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Akzeptierung


Vielen Dank


Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

bestehen noch Unklarheiten ? Wenn nicht bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mir ist nicht ganz klar, ob meine dritte Anfrage bei Ihnen angekommen ist, daher hiermit erneut:

Gibt es Freibeträge für die 2 Kinder, die bei mir im Haushalt leben?
Ich verstehe nicht, warum die bei der Frage des Trennungsunterhalts nicht berücksichtigt werden. Das Kindergeld wird ja auch zu 1/2 bei jedem berücksichtigt. Und die Kinder kosten mich doch mehr als nur Betreuungskosten.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

danke für die Nachfrage, die erst jetzt bei mir angekommen war.

Leider gibt es nur für den Freibeträge, der den Kindesunterhalt tatsächlich bezahlt.

Ich würde Ihnen empfehlen, bald die Scheidung einzureichen, damit sich Ihre Unterhaltspflicht nicht noch ewig hinzieht.

Nachehelicher Unterhalt ist von der Rechtsprechung auf 30 % der Ehezeit begrenzt.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin

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