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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo, das Hypothekendarlehen wurde gek ndigt, da die Ratenzahlungen

Kundenfrage

Hallo,

das Hypothekendarlehen wurde gekündigt, da die Ratenzahlungen (€ 650/Monat) aufgrund wirtschaftlicher Verhältnisse nicht pünktlich oder gar nicht gezahlt wurden; ein Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Nachdem die finanzielle Situation sich erheblich gebessert hat, werden jetzt pro Monat € 2500,00 gezahlt um die Zwangsversteigerung abzuwenden (ist auch für die nächsten Monate gesichert). Zuvor hat die zuständige Sachbearbeiterin sich dergestalt geäußert, dass sie bereits mit monatlich € 1000,00 einverstanden sei und die Versteigerung dann stoppen würde. Leider will sie jetzt nichts mehr davon wissen und beruft sich auf ihre Anweisungen der Geschäftsführung. Per heute beträgt der Saldo € 48.500,00 der gutachterlich festgestellte Gesamtwert der Immobilie liegt bei € 122.000,00.

Danke XXXXX XXXXX
M.S.
Welche Möglichkeiten bestehen, die Zwangsversteigerung abzuwenden?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Nach ihrer Schilderung gehe ich zunächst davon aus,dass das Darlehen aufgrund des Zahlungsverzuges beziehungsweise der ausbleibenden Ratenzahlungen ursprünglich ordnungsgemäß gekündigt und somit fällig gestellt worden ist.

 

Sofern sie dann nach entsprechender Mahnung nicht gezahlt haben, wäre grundsätzlich der Weg für eine Zwangsvollstreckung frei, sofern die Bank einen Vollstreckungstitel gegen sie hat, wovon ich ausgehe.

 

Nach ihrer Schilderung sehe ich nur drei Möglichkeiten, um die Zwangsversteigerung abzuwenden.

 

Möglichkeit Nummer eins wäre, dass sie den vollständigen Betrag auf einmal bezahlen, was voraussichtlich nicht möglich sein wird.

 

Möglichkeit Nummer zwei wäre, dass sie sich anderweitig mit dem Gläubiger einigen.

 

Die dritte Möglichkeit wäre, dass sie beweisen könnten, dass sie mit der Mitarbeiterin einer Ratenzahlung von mindestens 1000 € monatlich vereinbart haben. Diese Ratenzahlung würde dann nämlich bei pünktlicher Zahlung auch gleichzeitig eine vertragliche Verpflichtung der Gegenseite beinhalten, bei Einhaltung der Ratenzahlungsvereinbarung nicht zu vollstrecken.

 

Sollte trotz Einhaltung der Ratenzahlungsvereinbarung vollstreckt werden, könnten Sie die Bank grundsätzlich auf Schadensersatz in Anspruch nehmen.









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag



 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244



Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr RA Newerla,

 

sie schreiben "wenn ich die Zusage der Sachbearbeiterin beweisen könnte" - leider wurde diese Aussage nur mündlich und zwar im Telefonat mit meinem Mann gegeben. Wie soll ich also dieses Telefonat beweisen, da Ehepartner in der Regel nicht als Zeugen anerkannt werden?

 

Ich habe morgen früh ein weiteres Telefonat - dieses Mal allerdings in Gegenwart eines unbeteiligten Zeugen und mit Wissen der Sachbearbeiterin - mit eben der Sachbearbeiterin. Ich werde versuchen, ihr ehemalige Zusage erneut in das Gespräch einfließen zu lassen, um diese dann ggs. beweisen zu können. Halten Sie es darüber hinaus für sinnvoll, sie auf die Schadensminderungspflicht der Bank hinzuweisen und würden Sie ggfs. einem anschließenden Telefonat zustimmen, für den Fall, dass ich nicht mit der Sachbearbeiterin einig werde?

 

Zur weitern Info: Ich habe Verständnis für die Kündigung der Bank, insofern, dass ich tatsächlich aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht zahlen konnte. Heute hat sich aber unsere finanzielle Situation dergestalt geändert, dass mein Mann die Ratenzahlung ohne weiteres bedienen kann. Insofern würde weder der Bank noch uns ein Schaden entstehen, wenn Sie die Zwangsversteigerung aussetzen und den weiteren Geldeingang abwarten würde.

 

Danke

M.S.

 

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Zunächst einmal zu dem Punkt mit dem Beweiswert von Ehegatten als Zeugen beziehungsweise dem Beweiswert solcher Aussagen.

Bis vor einigen Jahrzehnten gab es noch die so genannte " Beifahrer-Rechtsprechung",wonach der Aussage eines Ehegatten insbesondere im Unfallprozess eine verminderte oder teilweise gar keine Beweiswirkung zuerkannt wurde.

Dieses ist aktuell nicht mehr der Fall. Die Aussage eines Ehegatten als Zeugen ist also somit grundsätzlich genauso viel wert wie die Zeugenaussage einer jeder anderen Person auch.

Ihr Ehegatte könnte hier also grundsätzlich über den Inhalt des Telefonats als Zeuge vernommen werden.

Ein kleines Problem in diesem Zusammenhang könnte sein, dass für Telephonaufnahmen, bei denen der Gesprächspartner nicht vorher ausdrücklich gefragt worden ist und zugestimmt hat, ein so genanntes Beweisverwertungsverbot für den Inhalt besteht. Einige Gerichte nehmen dieses auch bei der Vernehmung der Gesprächspersonen (in ihrem Fall also der Ehemann) an.

Diesem könnte man aber auch wieder entgegen argumentieren. Es gibt Rechtsprechung vom Bundesverfassungsgericht, wonach kein Verweisverwertungsverbot besteht, wenn der Inhalt des Telefongespräches das einzige Beweismittel ist und eine Interessenabwägung ergibt, dass ein erhebliches Interesse an der Verwertung als Beweismittel besteht. Dieses ließe sich meines Erachtens in ihrem Fall durchaus argumentieren.

Bevor Sie einen solchen Schritt aber andenken sollten sie in der Tat ein erneutes Gespräch suchen. Dieses halte ich für eine sehr kluge und praktikable Vorgehensweise.

Wenn sie merken, dass das Gespräch zu überhaupt keinem Ergebnis führt, sollten Sie die Schadensminderungspflicht durchaus ansprechen.

Sie schrieben weiterhin: "..........und würden Sie ggfs. einem anschließenden Telefonat zustimmen, für den Fall, dass ich nicht mit der Sachbearbeiterin einig werde?"

Wenn Sie hiermit meinen, ob sie mich anrufen können,wäre es mir zunächst lieb, wenn wir hier über die Plattform korrespondieren könnten.

Ansonsten stehe ich Ihnen aber auch sehr gerne für eine weitergehende Beauftragung zur Verfügung. Bei Interesse können sie sich sehr gerne an meine unten genannte E-Mail-Adresse wenden.

Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag alles Gute!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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