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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26896
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, die Tochter aus erster Ehe

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Tochter aus erster Ehe meines Mannes wird im Sommer 18 Jahre alt und beendet ihre Ausbildung als Sozialhelferin. Sie will dann eine zweite Ausbildung als Heilerziehungspflegerin absolvieren, die nochmals 3 Jahre dauert. Muss mein Mann für diese zweite Ausbildung weiterhin Unterhalt zahlen? Seine Tochter lebt bei ihrer Mutter.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Klinkhammer-Caspers
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Grundsätzlich ist im Rahmen des Ausbildungsunterhalt Unterhalt geschuldet für eine optimale begabungsbezogene Berufsausbildung. Eine zweite Ausbildung ist regelmäßig nicht geschuldet.

Eine Ausnahme besteht jedoch vor allem dann, wenn es sich bei der zweiten Ausbildung um eine Weiterbildung handelt, also wenn die Ausbildung zur Heierziehungspflegerin auf die Ausbildung als Sozialhelferin aufbaut und die beiden Ausbildungen sachlich zusammenhängen.

Eine Ausnahme besteht weiter dann, wenn die erste Ausbildung keine ausreichende Lebensgrundlage bildet, oder die erste Ausbildung auf einer deutlichen Fehleinschätzung der Begabung des Kindes durch die Eltern beruht.

Sind diese Ausnahmen nicht erkennbar, so ist Unterhalt für eine zweite weitere Ausbildung nicht geschuldet.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ist es denn in diesem Fall so, dass die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin als Weiterbildung der Sozialhelferin gilt?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Es sind beide Berufsausbildungen sicherlich sachlich zusammenhängend (Unterstützung bedürftiger Menschen, beziehungsweise Betreuung behinderter Menschen). Die Heilerziehungspflege ist vom Ausbildungsinhalt und der Ausbildungsdauer sicherlich ein mehr gegenüber der Sozialhilfe.

Insoweit ist die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin durchaus eine Weiterbildung, so dass eine weitere Unterhaltspflicht besteht.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Verändert von RASchiessl am 21.01.2011 um 11:10 Uhr EST