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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3191
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Ich lebe seit 1 Jahr in Trennung von meiner Frau (war 39 Jahre

Kundenfrage

Ich lebe seit 1 Jahr in Trennung von meiner Frau (war 39 Jahre verheiratet)
Wie wird wird die Erbmasse ca. 490.000,- €, von meiner Frau (vor der Ehe und nach der Ehe eingebracht) berücksichtigt, wenn wir zu einem finanziellen Ausgleich kommen wollen. Von
der Erbmasse ist leider nichts mehr vorhanden. Wurde im Laufe der Jahrzehnte "verbraten".
Ein MFH hat einen Zugewinn von 200.000,- €, hälftig aufgeteilt. MFH und 2 ETW wurden
alleine von mir finanziert. Zugewinn hälftig. Schulden daraus ebenso.

Wichtig wäre für mich vor allen Dingen, wie die Erbmasse in den Ausgleich eingerechnet
werden muss.

Für Ihre kurze Erklärung wäre ich Ihnen dankbar.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

das während der Ehezeit erworbene Erbe fällt dergestalt in den Zugewinn, als dieses dem Vermögen der Ehegatten zufließt. Der Zugewinnausgleich selbst ermittelt sich, wie Sie vielleicht wissen, aus der Differenz des Endvermögens und dem Anfangsvermögen. In das Endvermögen fallen sodann sämtliche Einkünfte und Vermögensvorteile während der Ehezeit hinein und dem tatsächlichen jetzigen Vermögen zum Zeitpunkt des Scheidungsantrags. Das Anfangsvermögen stellt bei dem Zeitpunkt das vor der Ehe vorhandene Vermögen, genau gesagt des zum Zeitpunkt des Eheschlusses vorhandene Vermögen, dar. Ist das Erbe verpulvert worden, kommt es darauf an, ob hiervon noch Vermögen vorhanden ist. Das Erbe weg, so kann dieses auch nicht mehr in das Endvermögen gerechnet werden, da es eben nicht mehr vorhanden ist.

Insofern wäre hier ein Aufschlüsselung vorzunehmen, welche Vermögenswerte zu den jeweiligen Zeitpunkt vorhanden gewesen sind.

Dies würde gegebenenfalls auch die Immobilien betreffen, da hier grundsätzlich entscheidend ist, wem die Immobilien gehören. Zweitrangig ist dann, wie und wer diese finanziert hat.

Gerne gestehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße

Rechtsanwalt Christian Joachim und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gestatten Sie mir noch eine Ergänzung.

Das Erbe, auch wenn es verbrauch ist, stellt grds. eine Privilegierung dar und fällt nach den gesetzlichen Vorschriften in das Anfangsvermögen, so dass hier der Zugewinn bei Ihrer Frau letztlich wohl gegen 0 tendieren dürfte. Dies gilt allerdings eingeschränkt, wenn das Erbe bereits verbraucht worden ist. Hier kommt es darauf an, wer und wofür das Erbe verbraucht wurde.

Sollten noch weitere Fragen bestehen, stehe ich gerne zur Verfügung.