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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Kann ich als sohn und betreuer auufwendungen die ich hatte

Kundenfrage

Kann ich als sohn und betreuer auufwendungen die ich hatte geltent machen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, was Sie für Leistungen erbracht haben.

Soweit es sich um Betreuungs- und Pflegeleistungen handelt, die Sie auch für Ihren Vater erbracht haben, wäre § 2057 a BGB einschlägig.

Hier ist folgendes geregelt:

Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat.

Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Bei der Auseinandersetzung wird der Ausgleichungsbetrag dem Erbteil des ausgleichungsberechtigten Miterben hinzugerechnet. Sämtliche Ausgleichungsbeträge werden vom Werte des Nachlasses abgezogen, soweit dieser den Miterben zukommt, unter denen die Ausgleichung stattfindet.


Sie können also durchaus Betreuungs- und Pflegeleistungen geltend machen. Diese werden bei der Berechnung der Erbansprüche berücksichtigt.

Der Pflichtteilsanspruch der Schwester könnte hierdurch erheblich reduziert werden oder gar ganz wegfallen.

Die Bewertung der erbrachten Pflegeleistung erfolgt nach dem Grundsatz der Billigkeit. Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Eine konkrete Bewertungsvorschrift z.B. mit einem anzusetzenden Stundensatz oder einen Verweis ins Sozialrecht gibt es nicht. Allerdings orientiert man sich an den sozialrechtlichen Pflegesätzen.


Ich hoffe, Ihre Frage ist damit beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Tobias Rösemeier am 17.01.2011 um 05:44 Uhr EST
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, was Sie für Leistungen erbracht haben.

Soweit es sich um Betreuungs- und Pflegeleistungen handelt, die Sie auch für Ihren Vater erbracht haben, wäre § 2057 a BGB einschlägig.

Hier ist folgendes geregelt:

Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat.

Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Bei der Auseinandersetzung wird der Ausgleichungsbetrag dem Erbteil des ausgleichungsberechtigten Miterben hinzugerechnet. Sämtliche Ausgleichungsbeträge werden vom Werte des Nachlasses abgezogen, soweit dieser den Miterben zukommt, unter denen die Ausgleichung stattfindet.


Sie können also durchaus Betreuungs- und Pflegeleistungen geltend machen. Diese werden bei der Berechnung der Erbansprüche berücksichtigt.

Der Pflichtteilsanspruch der Schwester könnte hierdurch erheblich reduziert werden oder gar ganz wegfallen.

Die Bewertung der erbrachten Pflegeleistung erfolgt nach dem Grundsatz der Billigkeit. Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Eine konkrete Bewertungsvorschrift z.B. mit einem anzusetzenden Stundensatz oder einen Verweis ins Sozialrecht gibt es nicht. Allerdings orientiert man sich an den sozialrechtlichen Pflegesätzen.


Ich hoffe, Ihre Frage ist damit beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, was Sie für Leistungen erbracht haben.

Soweit es sich um Betreuungs- und Pflegeleistungen handelt, die Sie auch für Ihren Vater erbracht haben, wäre § 2057 a BGB einschlägig.

Hier ist folgendes geregelt:

Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat.

Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Bei der Auseinandersetzung wird der Ausgleichungsbetrag dem Erbteil des ausgleichungsberechtigten Miterben hinzugerechnet. Sämtliche Ausgleichungsbeträge werden vom Werte des Nachlasses abgezogen, soweit dieser den Miterben zukommt, unter denen die Ausgleichung stattfindet.


Sie können also durchaus Betreuungs- und Pflegeleistungen geltend machen. Diese werden bei der Berechnung der Erbansprüche berücksichtigt.

Der Pflichtteilsanspruch der Schwester könnte hierdurch erheblich reduziert werden oder gar ganz wegfallen.

Die Bewertung der erbrachten Pflegeleistung erfolgt nach dem Grundsatz der Billigkeit. Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

Eine konkrete Bewertungsvorschrift z.B. mit einem anzusetzenden Stundensatz oder einen Verweis ins Sozialrecht gibt es nicht. Allerdings orientiert man sich an den sozialrechtlichen Pflegesätzen.


Ich hoffe, Ihre Frage ist damit beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen