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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Mein Bruder ist bei der KAth. Kirche in Bayern angestellt und

Kundenfrage

Mein Bruder ist bei der KAth. Kirche in Bayern angestellt und arbeitet als Gemeneindereferent in einer Kirchengemeinde neben einem KAth. Pfarrer. Dieser Pfarrer ist alkoholabhängig und wurde wegen seinen Problemen mit Alkohol in die jetzige GEmeinde versetzt. Vor ein paar JAhren hatten Gemeindemitglieder die Diözese wieder miteingeschaltet, daraufhin ging der Pfarrer auf Reha und er schien viel besser wieder zurück zu kommen. Leider hat sich das wieder zum Schlechten verändert, sodaß er jetzt seit längerem wieder trinkt. Mein Bruder hat vor einigen Monaten endlich wieder die Diözese eingeschaltet, weil sein Arbeitsplatz immer mehr unter dieser Situation zu leiden begann. Nicht nur wurde er überladen mit Aufgaben, da der Pfarrer sein Arbeitspensum nicht mehr leisten kann, es entstand dadurch auch ständiger Konflikt und letztendlich die 'unmöglichkeit' miteinander noch zu kommunizieren. Das Involvieren von Vorgesetzten verschärfte die Lage natürlich noch mehr, sodaß ihm nichts anderes übrig blieb (nachdem dem klärende Gespräche nichts lösen konnten) , daß er um eine Versetzunggebeten hat. Die Kirche scheint alles verheimlichen zu wollen, mein Bruder scheint von seinem ARbietgeber nicht unterstützt zu werden und gleichzeitig besteht dabei auch die Sorge um das Gemeinwohl. Meine Frage besteht darin, ob es in Deutschland ein bundesweites Recht des Verbotes von Alkohol am Arbeitsplatz besteht. Welche Sorgepflicht hat ein kirchlicher Arbeitgeber gegenüber seinen Gemeindemitgliedern (z.B. Unfall unter Einfluß von Alkohol während Diensttätigkeit, oder wenn ein psychisch Kranker Beratung eines Seelsorgers unter Alkoholeinfluß sucht und die Risiken - Suizid- etc.). Welche Vorgehensmassnahmen würden sie meinem Bruder vorschlagen.

Mit Dank im Voraus, Ihre Andrea Tschoner
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Meine Frage besteht darin, ob es in Deutschland ein bundesweites Recht des Verbotes von Alkohol am Arbeitsplatz besteht.

- Ein direktes gestezliches Verbot gibt es nicht. Aber die meisten Arbeitgeber regeln dies intern oder setzen dies voraus.

Welche Sorgepflicht hat ein kirchlicher Arbeitgeber gegenüber seinen Gemeindemitgliedern (z.B. Unfall unter Einfluß von Alkohol während Diensttätigkeit, oder wenn ein psychisch Kranker Beratung eines Seelsorgers unter Alkoholeinfluß sucht und die Risiken - Suizid- etc.).

- Dem Arbeitgeber obliegen die gängige Sorgfaltspflichten. So muss er sich um seine Arbeitnehmer kümmern, wenn Verdacht auf Alkoholmissbrauch besteht.

Welche Vorgehensmassnahmen würden sie meinem Bruder vorschlagen.

- Ihr Bruder sollte sich vertrauensvoll an die Vorgesetzten wenden und versuchen dem Pfarrer zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
ehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Meine Frage besteht darin, ob es in Deutschland ein bundesweites Recht des Verbotes von Alkohol am Arbeitsplatz besteht.

- Ein direktes gestezliches Verbot gibt es nicht. Aber die meisten Arbeitgeber regeln dies intern oder setzen dies voraus.

Welche Sorgepflicht hat ein kirchlicher Arbeitgeber gegenüber seinen Gemeindemitgliedern (z.B. Unfall unter Einfluß von Alkohol während Diensttätigkeit, oder wenn ein psychisch Kranker Beratung eines Seelsorgers unter Alkoholeinfluß sucht und die Risiken - Suizid- etc.).

- Dem Arbeitgeber obliegen die gängige Sorgfaltspflichten. So muss er sich um seine Arbeitnehmer kümmern, wenn Verdacht auf Alkoholmissbrauch besteht.

Welche Vorgehensmassnahmen würden sie meinem Bruder vorschlagen.

- Ihr Bruder sollte sich vertrauensvoll an die Vorgesetzten wenden und versuchen dem Pfarrer zu helfen..
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf die Ausführungen des Kollegen Schwerin wie folgt ergänzen:

Es gibt im Gesetz kein explizites Verbot , Alkohol am Arbeitsplatz zu konsumieren.

Vorgesetzte sind höchstens im Bereich der Unfallverhütung verpflichtet, darauf zu schauen, dass die Arbeitssicherheit nicnt gefährdet wird.

Eine Regelung zum Alkoholkonsum macht dann Sinn, wenn die ungetrübte Aufmerksamkeit am Arbeitsplatz erforderlich ist, ZB Chauffeur.

Generell darf der Alkoholkonsum aber die Arbeitssicherheit und den Arbeitsablauf nicht gefährden.

Wenn also ganz konkrete Anhaltspunkte dafür vorhanden sind dass der Pfarrer so alkoholisiert ist, dass er in der Ausübung seiner Tätigkeit andere gefährdet. ist der Dienstherr verpflichtet und berechtigt, einzugreifen und dem Pfarrer ggf. eine Abmahnung zu erteilen, oder ihn zu versetzen.

Ist dies nicht der Fall ist der Alkohol erlaubt, es sei denn im Arbeitsvertrag ist etwas anderes geregelt.

Natürlich hat die Kirche als Arbeitgeber gegenüber dem Pfarrer auch eine gewisse Fürsorgepflicht.

Wenn er aber nicht krankheitseinsichtig ist, kann man ihn zu einer Therapie nicht zwingen.

Man kann dann nur versuchen, ihn dahin zu versetzen, wo er möglichst keinen Schaden anrichtet.

Wenn Ihr Herr Bruder Probleme mit seinem Vorgesetzten hat, so habe ich mit der Schlichtungsstelle im erzbischöflichen Ordinariat sehr gute Erfahrungen gemacht.

Dort war man sehr sachlich und um eine Lösung des Konflikts bemüht.







Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung: Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.