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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

hallo...habe da mal eine frage.hab heut einen brief erhalten

Kundenfrage

hallo...habe da mal eine frage.hab heut einen brief erhalten von rechtsanwaelte u notare,worin steht gebuehrenforderung von 1997
in hoehe von 916 euro.habe dort angerufen,da ich mir nicht erklaeren konnte was die wollen.daraufhin sagten sie das ich mir 1995 mal einen anwalt nahm wegen einer mietklage und dieser anwalt diese forderung anklagt.meine akten ueber diesen fall waeren allerdings vernichtet worden,so die anwaeltin.nun,ich kann mich nur noch sehr gering daran erinnern und da es keine akteneinsicht gibt und ich alleinerziehend mit 3 kindern bin,moechte ich gern wissen wie meine rechtslage ist.morgen vormittag habe ich dort einen termin,da sie sagten das halt noch ein titel von mir bestehe und sie mir diesen kopieren wuerden.
da stehen komolierte betraege mit denen ich nichts anfangen kann.
vielen dank XXXXX XXXXX
ach ja komme aus niedersachsen,lg,tanja
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nach § 195 BGB verjähren Forderungen regelmäßig in 3 Jahren. Das bedeutet, dass die Gebührenforderung der Rechtsanwälte grundsätzlich mit Ablauf des Jahres 2000 verjährt ist.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Anwälte nicht nur eine Rechnung über 916 EUR geschrieben haben, sondern diese auch entweder ihm Mahnverfahren oder durch einen Kostenfestsetzungsbeschluss gegen Sie tituliert haben.

In diesem Fall können die Anwälte die Forderung 30 Jahre lang geltend machen.

Sie müssen sich also in der Anwaltskanzlei also entweder einen gegen Sie gerichteten Vollstreckungsbescheid oder einen gegen Sie gerichteten Kostenfestsetzungsbeschluss vorzeigen. Diese Urkunden müssen von einem Amtsgericht erstellt worden sein und einen Forderung gegen Sie ausweisen.

Existieren diese Unterlagen nicht, so besteht die Forderung der Anwälte nicht mehr.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
hallo nochmal.das bedeutet also wenn ein vollstreckungsbescheid oder ein kostenfestsetzungsbeschluss vorliegt,muss ich zahlen nach so vielen jahren obwohl ich die ganzen jahre nicht angeschrieben worden bin und nicht weiss ob ich es bezahlt habe oder nicht?es ist so lang her und ich bin generell eine schuldenfreie person die immer aufpaast,schuldenfrei zu sein.ich erledige meine angelegenheiten immer sofort und kann mir nicht vorstellen,das ich etwas nicht bezahlt haben soll.wenn dem so sein sollte,muessen die das doch eindeutig belegen koennen??lg,tanja
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ja richtig, bis zu 30 Jahre könnten die Anwälte theoretisch untätig bleiben und dann aufgrund des Titels das Geld von Ihnen fordern.

Für die Tatsache, dass Sie die Rechnung bezahlt haben, sind Sie leider beweispflichtig. Das bedeutet, Sie müssen die Zahlung in Nachweis bringen (Kontoauszug, Quittung) können Sie dies nicht, so kann der Gegner die Zahlung allein aufgrund des Titels (Vollstreckungsbescheid/Kostenfestsetzungsbeschluss) von Ihnen verlangen.

Also, soweit noch vorhanden sehen Sie Ihre Kontoauszüge auf Zahlung dieses Rechnungsbetrages nocheinmal durch und lassen Sie sich von den Anwälten in jedem Fall den Titel gegen sich zeigen.


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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