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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo, wir haben Ende Januar unseren Versteigerungstermin

Kundenfrage

Hallo,
wir haben Ende Januar unseren Versteigerungstermin für unsere Immobilie. Jetzt plötzlich hat der Insolvenzverwalter einen möglichen Käufer gefunden. Haben wir das Recht zuerfahren wer der Käufer ist und wieviel er für unsere Immobilie bezahlen will? Was muß man als Schuldner beachten, wenn man vor der Zwangsversteigerung seine Immobilie duch den Insolvenzverwalter verkauft. Was sind möglich vor- und Nachteile? Die Schuldensumme ist so hoch, dass wir trotz Versteigerung noch erhebliche Schulden haben, deshalb sehen wir es als sinnvoll an so lange wie Möglich in unserem Haus wohnen zubleiben. Oder ist es besser vor Termin zuverkaufen.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße,
KS
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Ja, sie haben gegenüber dem Insolvenzverwalter einen entsprechenden Auskunftsanspruch darüber, wer der Käufer ist und wie das aktuelle Gebot ist, falls ein aktuelles Gebot im Insolvenzverwalter schon vorliegt.

 

Wenn man vor der offiziellen Zwangsversteigerung die Immobilie freihändig am Markt verkauft, muss zum einen beachtet werden, dass dieses in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter und gegebenenfalls auch mit dem Insolvenzgericht erfolgt.

 

In letzter Instanz über die ganze Angelegenheit aber der Insolvenzverwalter zu entscheiden,da mit Eröffnung des Insolvenzantrages gemäß § 80 Abs. 1 Inso die gesamte Verfügungsbefugnis über das Vermögen und das Eigentum vom Schuldner auf den Insolvenzverwalter übergegangen ist. Der Insolvenzverwalter muss aber im Zusammenhang mit Verfügungen (also auch im Zusammenhang mit Versteigerung und Ähnliches) dem Schuldner, über dessen Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, Auskunft erteilen.

 

Sollte diese Auskunft verweigert werden oder sollte der Verdacht bestehen, dass der Insolvenzen weiter nicht ordnungsgemäß arbeitet, werde das zuständige Insolvenzgericht darüber zu informieren und um Hilfe zu bitten. Gegebenenfalls sollte auch noch ein Fachanwalt für Insolvenzrecht vor Ort hinzugezogen werden.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Eine Akzeptierungspflicht besteht auch dann, wenn die Antwort Ihnen vom Ergebnis nicht zusagt. Die Zufriedenheit bedeutet vielmehr, dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagnachmittag!



 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244


Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness , sondern ist auch Gegenstand der AGB, die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Verändert von Advopro am 07.01.2011 um 12:22 Uhr EST
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Herr Newerla,

Ihr erster Absatz hat mir weitergeholfen, da ich nun weiß, das der Insolvenverwalter eine gewisse Auskunftsplicht mir gegenüber, über Käufer und Verkaufssumme hat.

 

Der zweite Absatz hilft mir nicht weiter, da nicht wir einen Käufer gefunden haben, sondern der Insolvenzverwalter.

Unter welchen Bedingungen hat er das Recht vor dem eigentlichen Versteigerungstermin unser Haus zuverkaufen? Muß er alle Gläubiger darüber informieren und müssen mit der Verkaufssumme alle Gläubiger einverstanden sein?

 

Sie schreiben, das man die Möglichkeit hat das Insolvengericht um Hilfe zubitten. Bekommt man dann evtl. einen neuen Insolvenzverwalter, wenn der Verdacht besteht, dass dieser nicht ordnungsgemäß arbeitet? Wir dann der Versteigerungtermin am 26.1 verschoben?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße,

KS

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Dass der Insolvenzverwalter den Käufer gesucht hat war mir schon klar. Der Insolvenzverwalter hat der nach dem Gesetz die Pflicht, das verwertbare Vermögen (hier also die Immobilie) der Gläubigerbefriedigung zuzuführen.

Es ist also nichts Ungewöhnliches. Der InsolvenzverXXXXX XXXXXdelt einerseits in ihrem Interesse aber andererseits auch im Interesse der Gläubiger. Dementsprechend darf er das Haus nur vor dem Versteigerungstermin veräußern, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Kaufpreis höher ist als der, der durch die Versteigerung zu erzielen ist.

Die Gläubiger müssen informiert werden und haben unter Umständen ein Einspruchsrecht, müssen jedoch nicht zwingend zustimmen die Verwertung obliegt nämlich grundsätzlich alleine dem Insolvenzverwalter.

Ob der Versteigerungstermin verschoben wird kann ich so ohne Kenntnis der Aktenlage leider nicht beurteilen. sollten allerdings erhebliche Pflichtverletzungen zu ihren Lasten vorliegen, die ich nicht erkennen kann oder zulasten der Gläubiger, so könnte beim Insolvenzgericht beantragt werden, dass der alte Insolvenzverwalter abgesetzt und ein neuer Insolvenzverwandter bestellt wird.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244


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