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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

sehr geehrte Damen und Herren, wir haben ein Problem mit einem

Kundenfrage

sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben ein Problem mit einem Kunden, türk.Staatsbürger, der einen Flug in die USA gebucht hat. er hat sich das visum selber in münchen besorgt, nun ging der Flug über Kanada und dort hätte er ein Transitvisum benötigt.- also wurde er wieder zurück nach Frankfurt geschickt. jetzt macht er uns hierfür verantwortlich, obwohl wir ihm ausdrücklich gesagt haben, das er sich selber um alles kümmern muß. können sie uns weiterhelfen wie wir uns verhalten sollen.
vielen dank XXXXX XXXXX mühe.
mfg anita moll, kirchheimer reiseservice
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit Sie nur einen Flug für den Kunden gebucht haben, ist keine Reisevertrag iSd. §§651a ff BGB zustandegekommen (Gesamtheit von Reiseleistungen).

In diesem Fall ist von einem Geschäftsbesorgungsvertrag nach § 675 BGB auszugehen. Aufgrund dieses Geschäftsbesorgungsvertrages haben Sie die vertragliche Nebenpflicht den Kunden auf mögliche Visumzwänge hinzuweisen. Sie trifft insoweit eine Aufklärungspflicht soweit Sie erkennen oder erkennen können, dass der Kunde nicht mit den Visumpflichten vertraut ist.

Sofern ein Hinweis unterbleibt, hat der Kunde insoweit einen Schadensersatzanspruch gegen Sie.

EIne Ausnahme besteht jedoch dann, wenn Sie den Kunden ausdrücklich darauf hinweisen, dass er sich um das Visum, die Besorgung des Visums und alle damit zusammenhängenden Pflichten selbst zu kümmern hat. Damit bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie die oben angesprochene vertragliche Nebenpflicht gerade nicht übernehmen wollen.

In diesem Fall haften Sie gegenüber dem Kunden nicht.

Da Sie die Geschäftsbesorgung selbst ordnungsgemäß erledigt haben, sollten Sie dem Kunden gegenüber mitteilen, dass eine Schadensersatzpflicht aufgrund des von Ihnen erteilten Hinweises gerade nicht besteht.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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