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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16951
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ein Anwalt war seit 4 Jahren in einer f r uns wichtigen Angelegenheit

Kundenfrage

Ein Anwalt war seit 4 Jahren in einer für uns wichtigen Angelegenheit nicht tätig. Nun stellt er Forderungen mit der Begründung, daß eine Ruhestellung beendet ist. Gleiches war jedoch nicht abgesprochen. Zwischenzeitlich haben wir das Problem auf andere Art gelöst.
Frage: Darf der Anwalt einseitig eine Ruhestellung veranlassen? Und kann er trotz nicht erbrachter Leistung (trotz mehrfacher Aufforderung von uns) Rechnung stellen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Rechtsanwaltsgebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz.

Eine Ausnahme ist die Gebühr für eine Erstberatung , die in gewissem Rahmen ( bei einem Verbraucher bis 190 €)m freigegeben ist.

Das RVG orientiert sich in erster Linie am sog. Gegenstandswert ( Wert der Sache ) und am Umfang des anwaltlichen Tätigwerdens.

Beides unterliegt gewissen festen Regeln, darf also vom Anwalt nicht willkürlich festgesetzt werden.

Die Gebühren des RVG dürfen jedoch auch nicht unterschritten werden.

Die Höhe der Gebühren nimmt man dann aus Tabellen.


Der Rechtsanwalt darf in dem Umfang Ihnen gegenüber abrechnen, in dem er tätig geworden ist.

Es wird hier genau auf den Umfang des von Ihnen erteilten Auftrags abgestellt.

Wenn er bereits nach außen tätig geworden ist ( außergerichtlich), in dem er zB Schreiben verfasst hat , darf er die Geschäftsgebühr abrechnen.

In welcher Höhe diese abgerechnet werden kann, kommt auf den Gegenstandswert an ( Wert der Sache) und Art und Umfang des Tätigwerdens.

Anwaltsgebühren verjähren drei Jahre nach Rechnungsstellung.

Inwieweit der Anwalt für Sie tätig oder nicht tätig ist, kommt genau auf den von Ihnen erteilten Auftrag an.



Wenn Sie die Sache ruhend stellen möchten, darf er die Ruhestellung nicht ohne Absprache mit Ihnen beenden.

Der Auftraggeber sind allein Sie.

Dies ist aber unabhängig von den Gebühren, die auf jeden Fall mit der Ausführung der von Ihnen in Auftrag gegebenen Tätigkeit anfallen.



Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.








Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist darf ich um Akzeptierung bitten


Vielen Dank


Verändert von Claudia MarieSchiessl am 23.12.2010 um 11:14 Uhr EST
Claudia Schiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die Frage war ursprünglich:

1. Kann ein Anwalt von sich aus und allein (ohne Absprache mit dem Mandanten)eine Ruhestellung des Mandats veranlassen?

2. Wenn er über 3 Jahre, trotz Aufforderung durch den Mandaten in einer Rechtsangelegenheit nicht tätig wurde, erlischt das Mandat dann?

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage:

Nein, ein Anwalt ist an den Auftrag des Mandanten gebunden und darf nicht von sich aus eine Ruhestellung veranlassen.

Er muss erst mit dem Mandanten Rücksprache nehmen.

Das Mandat erlischt erst dann, wenn es entweder vom Anwalt oder vom Mandanten gekündigt wird, oder wenn die Sache beendet ist.

Bloße Untätigkeit beendet das Mandat nicht.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Wenn noch Fragen bstehen, fragen Sie gerne nach.



Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin