So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, habe eine Frage zum EhegattenUnterhalt. Habe bisher

Kundenfrage

Guten Tag, habe eine Frage zum EhegattenUnterhalt. Habe bisher "Trennungsunterhalt" von etwa 400 Euro gezahlt. Bin am 02.12. d. J. geschieden worden. Ausgehend davon ,dass sich die Einkommensverhältnissen beidernicht geändert haben - muss ich weiterhin Unterhalt an meine Ex-Frau zahlen? Sogenannten "Aufstockungsunterthalt"? Vielen Dank
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Trennungsunterhalt wird nur für die Zeit zwischen der räumlichen und wirtschaftlichen Trennung und Rechtskraft der Scheidung geschuldet.

Der nacheheliche Unterhaltsanspruch ist ein gesonderter und damit neuer Anspruch, der erstens an bestimmte gesetzlichen Voraussetzungen gebunden und zudem einer neuerlichen Zahlungsaufforderung und damit Inverzugsetzung bedarf.

Soweit im Scheidungsverfahren bezüglich des nachehelichen Unterhaltsanspruches nichts geregelt worden ist, sind Sie erst einmal nicht verpflichtet, Unterhaltszahlungen über den Zeitpunkt der Rechtskraft hinaus zu erbringen.

Rechtskraft der Scheidung tritt einen Monat nach Zustellung des Scheidungsbeschlusses ein. Es ist davon auszugehen, dass Rechtskraft voraussichtlich im Januar eintreten wird, so dass Sie Februar keine Zahlungen mehr freiwillig erbringen sollten.

Ob überhaupt ein nachehelicher Unterhaltsanspruch besteht, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die geprüft werden müssten. Sie sollten jedoch zunächst erst einmal abwarten, ob seitens Ihrer Frau überhaupt etwas geletnd gemacht wird.

I
ch hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte nach.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Tobias Rösemeier am 13.12.2010 um 10:54 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

die RAin meiner Ex hat bereits Unterhalt geltend gemacht, ich soll weiterhin sogenannten Geschiedenenunterhalt erbringen in Höhe des Trennungsunterhalts.

Ist nicht nach neuem Recht die Eigenverantwortung gestärkt worden? Zur Info: ich zahle noch Kindesunterhalt für meine Tochter (11).

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

soweit die Scheidung noch nicht rechtskräftig ist, konnte die gegnerische Anwältin noch nicht wirksam zur Zahlung auffordern. Die Inverzugsetzung ist damit unwirksam, da der nacheheliche Unterhalt weder bereits entstanden noch fällig ist.

Mit der Unterhaltsrechtsreform ist in der Tat die Eiegnverantwortung gestärkt worden, sprich ein nachehelicher Unterhaltsanspruch besteht nur dann, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt oder Billigkeitsgründe vorhanden sind und die ehelichen Lebensverhältnisse dies rechtfertigen. Darüber hinaus kann jeder Unterhaltsanspruch zeitlich befristet werden.

Das gemeinsame Kind ist bereits 11 Jahre alt, so dass Betreuungsunterhalt kaum noch in Frage kommt. Sogenannter Aufstockungsunterhalt wäre eine gesonderten Prüfung zu unterziehen. Hier müssten insbesondere Erwägungen zu ehededingten Nachteilen, zur Dauer der Ehe und zu den Erwerbsmöglichkeiten der Ehefrau angestellt werden.

Regelmäßig wird der Aufstockungsunterhalt auf 2-5 Jahre befristet.

Falls Sie in der Scheidung anwaltlich vertreten waren, sollten Sie die die Unterhaltsfrage mit Ihrem Anwalt eingehend besprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das Scheidungsurteil liegt bereits vor. Vielen Dank für Ihre Antworten.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bitte schön und viele Grüße.