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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3523
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Hallo...ich bin Angeklagt ein Schrottfahrzeug verkauft zu haben,

Kundenfrage

Hallo...ich bin Angeklagt ein Schrottfahrzeug verkauft zu haben, habe aber lediglich dieses Fahrzeug für einen Freund nur vermittelt und sonst nichts damit zu tun gehabt. Habe es bei mir zu Hause an den neuen Eigentümer übergeben und den Kaufpreis entgegen genommen. Dieses Geld habe ich dann an den ehemaligen Besitzer komplett übergeben. An dem Fahrzeug welches 16 Jahre alt ist und über 200.000km gefahren hat war nach einem halben Jahr diverse Mängel die der neue Besitzer repariert haben möchte. Ich habe Ihn dann an den ehem. Besitzer weitergeleitet und diese waren sich dann einig das das Auto nachgebessert wird. Nach Wochenlangem nichterscheinen kam ein Anwaltsschreiben an MICH woraus hervorgeht das ICH das Auto zurückkaufen soll. Ich habe doch nichts falsch gemacht mit der Übergabe???
Bitte um ihre Hilfe
Peter Brauner
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Bitte teilen Sie doch mit welcher konkrete strafrechtiche Vorwurf Ihnen gemacht wird. In einem Strafverfahren ist es darüber hinaus ratsam sich durch einen erfahrenen Strafverteidiger vertreten zu lassen.

Zu beachten ist hier wohl § 263 StGB:

Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Sie mögen meine Antwort bitte akzeptieren. Dies erfolgt in der Weise, in dem Sie auf den grünen Button „Akzeptieren“ klicken.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mit dieser Antwort bin ich genauso schlauer wie vorher....Ich möchte wissen ob ich für eine Fahrzeugvermittling belangt werden kann wenn das Auto 1. nicht mir war, 2. 30000km nach Übergabe kaputt geht und 3. der ehem. Besitzer mit dem Neuen sogar schon telefoniert hat ich trotzdem die Anklage bekomme??? Kann ein Vermittler für so etwas bestraft werden?
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

präzise Antworten bedingen nun einmal auch präzise Sachverhaltsangaben. In strafrechtlicher Hinsicht können Sie nur belangt werden, wenn Sie in Kenntnis des Schrottwertes des Kfz dieses an den Käufer verkauft haben und dabei beabsichtigten, dem Vertretenen einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen.
Darüber hinaus müssen Sie durch die Angaben gegenüber dem Käufer bei diesem einen Irrtum erregt haben, der zu einer Vermögensverfügung geführt hat.

Nach Ihrer Einlassung mangelt es aber dem für die Erfüllung des Betrugstatbestandes erforderlichen Vorsatz, so dass insoweit eine Strafbarkeit nicht begründet ist.
Mir ist allerdings nicht bekannt, was sich im Einzelnen aus der Ermittlungsakte ergibt und wie die Beweislage ist.
Ohne diese Aktenkenntnis ist eine rechtliche Würdigung nicht seriös. Ich halte es für relevant Sie auf diesen Umstand hinzuweisen.

Jeder Straftatbestand setzt sich aus einem objektiven und einem subjektiven Tatbestand zusammen. In subjektiver Hinsicht ist meistens Vorsatz, im Falle des Betruges geht es um Absicht.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hatte zu dem Fahrzeug keinerlei Informationen, schon gar nicht das es in einem halben Jahr kaputt geht. Ich weiß nur das das Fahrzeug neuen Tüv hatte und viele KM auf dem Tacho und sonst nichts. Habe es lediglich hergebracht bekommen und von hier zu Hause holen lassen da der ehem. Besitzer keine Zeit für die Übergabe hatte. Wenn ich gewußt hätte das ich so einen Ärger bekomme für einen Freundschaftsdienst hätten mich allesamt mal am A.... lecken können. Wollte jedem behilflich sein und bin nun der Depp vom Dienst.
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die weiteren Informationen.

Aufgrund Ihres Sachvortrages kann ich nunmehr beim besten Willen nicht erkennen, dass Sie sich durch den Verkauf des Kfz strafbar gemacht haben sollen.
Eine entsprechende Einlassung ist nach Einsicht in die Akte durch Ihren Verteidiger vorzunehmen.
Dem jetzigen Kollegen sollten Sie das Mandat entziehen, da er mit der Angelegenheit offenbar überfordert ist.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Genau das wollte ich hören. Mein Anwalt ist sich nicht mal sicher ob er zu der Verhandlung mit möchte. Außerdem ist es eigendlich doch seine Aufgabe den Sachverhalt klar zu stellen das ich nur der Vermittler war und aus der ganzen Sache rausgehalten werde und nicht erst dort hin muß oder? Ist ein Anwaltswechsel einfach oder gibt es da Probleme?
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

durch eine entsprechende Kommunikation lassen sich auch anfängliche Zweifel beheben. Wenn Sie kein Vertrauen mehr zu Ihrem Anwalt haben, können Sie das Mandatsverhältnis ohne weiteres kündigen.
Wenn der Kollege aber tatsächlich erwägt nicht einmal zur Verhandlung mitzukommen ist er leider tatsächlich fehl am Platz und für Sie keine Hilfe.

Ein Strafverteidiger wird jede Möglichkeit nutzen, durch einen Schriftsatz bzw. Beweisantrag für seinen Mandanten eine Verfahrenseinstellung oder am Ende einen Freispruch zu erreichen.

RAKRoth und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ok vielen Dank für die Hilfe...
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

nicht zu danken.