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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6228
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Mein geistig behinderter Sohn ist im August 18 geworden. Ich

Kundenfrage

Mein geistig behinderter Sohn ist im August 18 geworden. Ich hatte daraufhin die Betreuung für ihn beantragt. Leider musste ich zeitgleich in eine Klinik, da ich seit längerem Depressionen und ein Alkoholproblem habe. Ich bin allein erziehend und zeitweilig überlastet.
Nach dem Klinikaufenthalt habe ich mich sehr gut gefühlt; aber in der Zwischenzeit hat das Amtsgericht eine fremde Person als gesetzlichen Betreuer für meinen Sohn bestimmt.
Er war und ist noch wegen meiner ärztlichen Behandlung in einem Wohnheim für Behinderte untergebracht. Ich habe diese Unterbringung selbst in die Wege geleitet, weil ich dachte, dass er für die Zeit meines Aufenthaltes in der Klinik dort gut aufgehoben ist.
Jetzt wollen die rechtliche Betreuerin und das Heim mir meinen Sohn nicht mehr herausgeben.
Ich bin nun seit mehr als einem Monat trocken, besuche regelmäßig eine Selbsthilfegruppe und einen Psychotherapeuten.
Was kann ich tun, damit mein Sohn wieder zu mir kommt? Ich vermisse ihn so sehr. Er hat absolute Priorität in meinem Leben. Bitte helfen Sie mir.

A.H.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es besteht die Möglichkeit zunächst gegen die Betreuerbestellung vorzugehen, um zu erreichen, dass ein anderer Betreuer (eventuell Sie als Angehöriger) eingesetzt wird.

Bei der einzureichenden Beschwerde sollte ausgeführt werden, dass die Unterbringung des Sohnes in dem Wohnheim nicht den Wünschen und Interessen IHres Sohnes entspricht (falls dies zutreffend ist). Der Betreuer ist gehalten, bei all seinen Entscheidungen sich an den Wünschen und Interessen des Betreuten zu orientieren. Verstßt er hiergegen, zeigt er sich für das Amt als ungeeignet.

Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Bei Unklarheiten nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX Antwort.
Das mit dem Widerspruch wusste ich bereits. Ich wollte vor allem wissen, wie Sie meine Aussichten dabei einschätzen.
Es ist leider schwierig, die Wünsche und Interessen meines Sohnes Außenstehenden zu vermitteln, da er sich nicht verbal äußern kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er wieder zu mir nach Hause möchte. Aber wie soll ich das beweisen?
Ich habe ihn letzte Woche besucht - und konnte seinen Blick, als ich wieder gegangen bin, kaum ertragen. Er hat mir damit alles gesagt. Aber wie soll ich das anderen Menschen glaubhaft übersetzen? Es gibt niemanden, der ihn so gut kennt wie ich. Ich habe ihn achtzehn Jahre lang alleine großgezogen.
A.H.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte r Fragesteller,

wenn Ihr Sohn seine Wünsche und Interessen nicht äußern kann, wird das Procedere sehr schwierig und eher wenig erfolgreich sein. Ein rechtlicher Betreuer kann grundsätzlich darüber bestimmen, wo der Betreute untergebracht wird. Dabei hat es sich am Willen des Betreuten oder an objektiven Kriterien (also was ist das Beste für die Person) zu orientieren. Sollte kein entgegenstehender Wille ermittelbar sein, kann gegen die Unterbringung in einer behindertengerechten Einrichtung kaum etwas vorgetragen werden.

Als weitere - allerdings kleine Möglichkeit - könnte damit argumentiert werden, dass Ihr Sohn bei Ihnen diesselbe fürsorgliche und fördernde Betreuung erhält, wie in dem Wohnheim und dass dies zudem die kostengünstigere Alternative ist.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]


Bitte das Akzeptieren und Bewerten nicht vergessen ! Danke !
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

teilen Sie bitte mit, was einer Akzeptierung der Antwort entgegen steht. Gemäß den Nutzungsbedingungen ist eine kostenlose Rechtsberatung weder vorgesehen noch zulässig. Im Übrigen entspricht es dem Gebot der Fairness.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass