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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Mein Lebensgef hrte ist unterhaltspflichtig f r zwei Kinder.

Kundenfrage

Mein Lebensgefährte ist unterhaltspflichtig für zwei Kinder. Beide Kinder leben zwar bei der Mutter, der 9-jährige Junge wird aber jeden Wochentag vom Vater von der Schule abgeholt, bekommt ein ausgewogenes, warmes Mittagessen, Betreuung bei den Hausaufgaben, Förderunterricht durch mich (Grundschullehrerin), wird von uns zum Dyskalkulieunterricht gefahren, wir fahren ihn zum Basketball (wichtig für seine Raum- und Körperwahrnehmung) und bezahlen sowohl den Basketballunterricht als auch den Schlagzeugunterricht in unserem Haus. Wir haben dafür extra ein Schlagzeug gekauft. Zur Psychologin für das Selbstbewusstseintraining fahren wir ihn auch. Alle zwei Wochen sind beide Kinder übers Wochenende bei uns, Kindergeburtstage werden von uns ausgerichtet, Kinderarzttermine oder Zahnarztbesuche werden auch von uns durchgeführt. Ist er dann überhaupt noch voll unterhaltspflichtig gegenüber dem Sohn?
Mit freundlichen Grüßen, C. Runge
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Ja, auch nach ihrer Schilderung besteht eine voller Unterhaltsanspruch grundsätzlich weiter.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Eine Akzeptierungspflicht besteht auch dann, wenn die Antwort Ihnen vom Ergebnis nicht zusagt. Die Zufriedenheit bedeutet vielmehr, dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244




Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Runge,



ich möchte meine Antwort gerne wie folgt ergänzen:


Die Düsseldorfer Tabelle geht davon aus, dass bei einem minderjährigen Kind der Elternteil, bei dem das Kind lebt beziehungsweise seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat, so genannten Naturalunterhalt leistet, also Unterhalt in Form von Gewährung von Kleidung, Unterkunft, Essen, Medikamente usw.


Der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt ist grundsätzlich barunterhaltspflichtig.


Dieses ist nach der Schilderung der Kindesvater, also ihr Partner. Die Düsseldorfer Tabelle geht davon aus, dass die Unterhaltspflicht auch nicht dadurch unterbrochen oder gemindert wird, dass das Kind einen längeren Zeitraum bei dem Unterhaltsverpflichteten, also bei den Kindesvater ist.


Auch wenn das Kind zum Beispiel in den Sommerferien für einen Monat bei dem Vater ist und der Vater mit dem Kind in Urlaub fährt muss der Vater dennoch an die Mutter Unterhalt für das Kind leisten, sofern das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort oder seinen festen Wohnsitz bei der Mutter hat.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Runge,
sehr geehrter Herr Kollege Newerla,

erlauben Sie mir eine Ergänzung zur Antwort des Kollegen.
Ein Wegfall der Unterhaltspflicht ist nur dann der Fall, wenn es sich tatsächlich um eine 50/50 Betreuung handelt, wovon in Ihrem Fall aufgrund Ihrer Schilderung nicht ausgegangen werden kann. Dies müssten Sie zeitlich genauer fassen.

Bei einer aber von Ihnen und Ihrem Lebensgfährten in diesem Rahmen übernommenen Betreuung kommt eine Reduzierung des Unterhaltsanspruches durchaus in Betracht. Insoweit empfehle ich Ihnen eine Berechnung bei einem Fachanwalt für Familienrecht vor Ort vornehmen zu lassen.

Mit freundlichen und auch kollegialen ;) Grüßen
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Runge,

ich möchte meine Antwort noch kurz ergänzend hinzufügen, dass dem Kollegen Rösemeier durchaus zuzustimmen ist. Es gibt nämlich ein so genanntes Wechselmodell, bei welchem das Kind abwechselnd bei dem einen Elternteil (zum Beispiel eine Woche oder zwei Wochen) und die andere Zeit (also die nächste Woche oder die nächsten beiden Wochen) bei dem anderen Elternteil ist.

Der Elternteil, bei dem das Kind dann zurzeit ist, leistet Naturalunterhalt, der andere Elternteil leistet Barunterhalt. Dieses wechselt sich dann grundsätzlich ab.

Sie schrieben aber dass das Kind bei der Mutter wohnt und sich auch die überwiegende Zeit dort aufhält, also nicht davon gesprochen werden kann, dass das Kind die Hälfte der kompletten Zeit beim Vater ist. Dementsprechend bin auch ich nicht davon ausgegangen, dass in ihrem Fall ein Wechselmodell vorliegt.

Dieses müsste aber wie der Kollege völlig zu Recht sagt gegebenenfalls abschließend bei einem Kollegen vor Ort geprüft werden. Hier kommt es insbesondere auf die zeitliche Komponente an.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244