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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24874
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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RASchiessl ist jetzt online.

Folgendes Problem im Rahmen eines Sorgerechtsstreits wurde

Kundenfrage

Folgendes Problem:
im Rahmen eines Sorgerechtsstreits wurde ein Gutachter für ein kinderpsycholgisches Gutachten bestellt.
Hier hat der Gutachter zwei Besprechungstermine mit mir vereinbart um den Sachverhalt zu erörtern. Der erste Termin war allein mit mir angedacht und wurde auch durchgeführt. Der zweite Termin, am nächsten Tag, war als Zusammenführung mit meinen Töchtern angedacht.
Den ersten Termin hätte ich fast abgebrochen, da der Gutachter während der Besprechung mehrmals eingenickt ist.
Schon bei diesem Termin hatte ich den Eindruck, dass das Ergebnis seines Gutachtens feststeht und die Besprechung reine Alibi-Funktion hat.
Der zweite Termin fand dann mit meinen Töchtern statt. Gleich zu Beginn des Gespräches hat mich dann der Gutachter im Beisein meiner Töchter mit einem massiven Vorwurf konfrontiert. Er führte mehrmals aus, dass die massive Verweigerungshaltung meiner Tochter Valentina mir gegenüber einzig und allein auf einem gravierenden Ereignis basiert, welches bereits vor der Trennung stattgefunden haben muß und ich persönlich dafür verantwortlich bin. Aufgrund dieser Situation wird er keinen Umgang zulassen und dies auch dem Gericht so mitteilen. Er ging sogar soweit, dass er von einem Kinderhort sprach, in dem meine Töchter untergebracht werden könnten, wenn ihr Mutter verstirbt (von beiden Besprechnungsterminen habe ich am selben Tag noch ein Gesprächsprotokoll angefertigt) und von einem befreundeten Psychiater bewerten lassen.
Ein garvierendes Ereignis im Zusammenhang mit einem Umgangsausschluß im Umgangsverfahren ist mit sexuellem Mißbrauch, massiver Gewalt oder Vernachlässigung gleichzusetzen. Diese Anschuldigung hat mich persönlich massiv getroffen und hat dazu geführt, dass ich in der Folge massive psychsiche Probleme hatte, teilweise krankgeschrieben wurden mußte und nur mit Beruhigungs- und Schlafftabletten zu Ruhe kam. Das Vorgehen des Gutachters hat mich in meinem privaten und beruflichen Leben massiv eingeschränkt (Depressionen, Angszustände, auch körperliche Fehlreaktionen). Ich hatte mich dann gegen diesen Vorwurf zur Wehr gesetzt und den Gutachter abgelehnt. Das Gutachten selbst, 5 Monate später, sagte nichts mehr über diesen Vorwurf aus, sondern hatte eine vollkommen andere Erklärung und Schlußfolgerung. Als ich diesen Sachverhalt dann auch entsprechend an das Gericht formuliert habe, kam als lapidare Stellungnahme vom Gutachter zu diesem Punkt, dass es sich damals um einen "Versuchsballon gehandelt habe, also eine gezielte Provokation um eine Reaktion bei mir bzw. meinen Töchtern auszulösen, was sich aber in der Folge nicht bestätigt habe und deshalb von ihm auch nicht mehr weiter verfolgt wurde.
Ich sehe darin eine klare Verletzung seiner gutachterlichen aber auch ärztlichen Verantwortung. Für mich sind das Stasi ähnliche Methoden, die mich auch heute noch beinträchtigen und gesundheitliche Auswirkungen haben. Ich stelle mir also die Frage, ob ich hier nicht Anspruch auf Schadensersatz geltend machen kann.
Mein behandelnder Arzt hat mir zumindest zu diesem Schritt geraten und eine zivilrechtliche Klage empfohlen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

In Betracht kommt eine Haftung aus § 839 a BGB. Da das Gutachten Ihnen jedoch im Ergebnis recht gibt, scheidet eine Haftung aus dieser Norm aus.

Aus Ihren Sachverhaltsschilderungen entnehme ich jedoch, dass das Verhalten des Gutachters zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung Ihrerseits geführt hat und somit eine unerlaubte Handlung nach § 823 BGB darstellt. Da Sie im Anschluss an das Gutachten krank geschrieben wurden, ist die Gesundheitsbeeinträchtigung auch messbar. Der Gutachter schuldet Ihnen daher grundsätzlich Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Es ist auch nicht von einer schadensersatzausschließenden Einwilligung auszugehen. Zwar haben Sie in die Begutachtung selbst eingewilligt. Mit einem derartigen Verhalten des Gutachters mussten Sie jedoch nicht rechnen, so dass ihr Anspruch gegen den Gutachter nicht ausgeschlossen ist.

Zusammenfassend: Sie haben einen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld nach §§ 823 II iVm § 223 StGB gegen den Gutachter.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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