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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26611
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo Herr Anwalt, berlegung, Frage gestern mit meinem

Kundenfrage

Hallo Herr Anwalt,

Überlegung, Frage gestern mit meinem Lebensgefährten:
Er hat einen unehelichen Sohn, 7 Jahre... darf Ihn nicht regelmäßig sehen... Kriegt samstags bescheid, ob er Ihn am Sonntag hat...

Zu meiner, unsrer Frage:

Wenn mein Mann stirbt, muß ich Ihm 50% auszahlen....
Grundstück 2200m², Neubau 160m²....

Da muß ich alles verkaufen, das ich den Jungen auszahlen kann!

Er meint es geht nicht anderst, Ich meine über Testament und enterben, Notar müsste das doch möglich sein!

Er möchte nicht, das alles wegen Ihm verloren geht!

Dank für die antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Anita
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, Sie haben grundsätzlich recht, wenn Ihr Mann stibt hat der nichteheliche Sohn als Erbe erster Ordnung nach § 1924 BGB neben Ihnen als Ehefrau einen gesetzlichen Erbanspruch in Höhe von 50%. Das bedeutet, falls Ihr Ehemann verstirbt sind Sie mit dem Sohn in einer Erbengemeinschaft, was zur Folge hat, dass das Grundstück veräußert werden muss.

Wie Sie selbst schon richtig angesprochen haben, besteht die Möglichkeit den Sohn durch ein privatschriftliches oder notarielles Testament zu enterben. Das bedeutet, Ihr Mann setzt eine andere Person (also Sie als Ehefrau) als Erben ein. In diesem Falle erhält der Sohn lediglich den Pflichtteil.

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils, § 2303 BGB. Das bedeutet der Sohn wird immer noch 1/4 des Nachlasses erben. Diesen Pflichtteil bekommt der Sohn zwingend.

Sie haben lediglich die Möglichkeit den Nachlass zu verringern. Dies kann durch eine Schenkung an die Ehefrau also an Sie erfolgen. Zwar hat der Sohn dann auch einen Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB, jedoch schmilzt dieser Anspruch für jedes nach der Schenkung vergangene Jahr um 10%. Das bedeutet, sind nach der Schenkung 10 Jahre vergangen, so hat Ihr Mann den verschenkten Teil seines Nachlasses dem Erbe wirksam entzogen.

Zusammenfassend: Durch Testametn kann der Sohn enterbt werden, bis auf den Pflichtteil. Der Pflichtteil kann durch Verminderung des Nachlasses (Schenkung) gegebenenfalls weiter reduziert werden.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, Sie haben grundsätzlich recht, wenn Ihr Mann stibt hat der nichteheliche Sohn als Erbe erster Ordnung nach § 1924 BGB neben Ihnen als Ehefrau einen gesetzlichen Erbanspruch in Höhe von 50%. Das bedeutet, falls Ihr Ehemann verstirbt sind Sie mit dem Sohn in einer Erbengemeinschaft, was zur Folge hat, dass das Grundstück veräußert werden muss.

Wie Sie selbst schon richtig angesprochen haben, besteht die Möglichkeit den Sohn durch ein privatschriftliches oder notarielles Testament zu enterben. Das bedeutet, Ihr Mann setzt eine andere Person (also Sie als Ehefrau) als Erben ein. In diesem Falle erhält der Sohn lediglich den Pflichtteil.

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils, § 2303 BGB. Das bedeutet der Sohn wird immer noch 1/4 des Nachlasses erben. Diesen Pflichtteil bekommt der Sohn zwingend.

Sie haben lediglich die Möglichkeit den Nachlass zu verringern. Dies kann durch eine Schenkung an die Ehefrau also an Sie erfolgen. Zwar hat der Sohn dann auch einen Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB, jedoch schmilzt dieser Anspruch für jedes nach der Schenkung vergangene Jahr um 10%. Das bedeutet, sind nach der Schenkung 10 Jahre vergangen, so hat Ihr Mann den verschenkten Teil seines Nachlasses dem Erbe wirksam entzogen.

Zusammenfassend: Durch Testametn kann der Sohn enterbt werden, bis auf den Pflichtteil. Der Pflichtteil kann durch Verminderung des Nachlasses (Schenkung) gegebenenfalls weiter reduziert werden.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt





























Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt