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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16443
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ich lebe seit Jahren in einer zerr tteten Ehe und habe mich

Kundenfrage

Ich lebe seit Jahren in einer zerrütteten Ehe und habe mich nur nicht scheiden lassen, weil mein Mann mit Selbstmord und Anzünden unseres Hauses gedroht. Ich habe mir deshalb eine Arbeitsstelle in Bayern gesucht ( 250 kmvon zu Hause weg) um etwas Abstand zu gewinnen. Mein Mann lebt von EU Rente ( 717 €), ich bin selbständig mit einer Provisionszahlung von 2990 € mtl. Davon muß ich alle Kosten begleichen, einschließlich privater KV, KFZ Kosten, Wohngsmiete usw. Mein Mann wohnt mietfrei in unserem gemeinsamen Haus, er trägt mtl. 180 € für Nebenkosten. Mein Hauptwohnsitz in nach wie vor zu Hause.Er verlangt jetzt von mir Unterhalt in Höhe von 900 € mtl., lt Schreiben seines Anwalts werden mir nur 1/7 meines Einkommens als berufsbedingte Aufwendungen anerkannt. Da aber die Kosten weit höher liegen ( ca. 2200 € mtl) würde das bedeuten, dass ich meine selbstständige Tätigkeit beenden müßte. Wie verhält sich das? Freundliche Grüße
Renate Nestler
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Nestler,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ihr Einkommen aus selbständiger Tätigkeit ermittelt sich aus dem Schnitt der letzten drei Jahre, wobei hiervon im Einzelfall auch abgewichen werden kann.

Das Einkommen aus selbständiger Tätigkeit kennt keine berufsbedingten Aufwendungen, da es sich ja ohnehin nach Gewinn und Verlust ermittelt, die berufsbedingten Aufwendungen also bereits abgezogen sind.

Anders ist dies bei der nichtselbständigen Tätigkeit, wo entweder eine Pauschale von 5 % oder aber die konkreten Aufwendungen zum Abzug gelangen.

Ihre Krankenversicherung wird ebenfalls von Ihrem Einkommen in Abzug gebracht,ebenso Steuern, ebenso können Sie Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von 4 % Brutto in Abzug bringen.

Das, was nach diesem und nach dem Abzug aller berufsbedingten Unkosten übrig bleibt ist Ihr unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen.


Das siebtel sind keine berufsbedingten Aufwendungen, sondern der sog. Erwerbstätigenbonus, der bei der Unterhaltsberechnung in Abzug gebracht wird.

Das mietfreie Wohnen Ihres Mannes zählt als sog. Wohnvorteil wie Einkommen und zwar nimmt man bis Ablauf des Trennungsjahres die Miete für eine angemessene Wohnung, ab Ablauf des Trennungsjahres die objektive Marktmiete.

Der Grund, dass dies wie Einkommen zählt liegt darin, dass sich der im Eigenheim wohnende Miete erspart.


Ich würde Ihnen dringend raten, unter Vorlage aller Unterlagen die Höhe der Unterhaltsforderungen von einem Fachanwalt für Familienrecht prüfen zu lassen.
Dieser kann dann Ihre Unterlagen und auch die Ihres Mannes genau auswerten und Ihnen mik Hilfe eines Berechnungsprogrammes genau ausrechnen, ob Sie etwas zu bezahlen haben.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte folgendes zu beachten:



Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen aus Regensburg



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht

_______________________________________________________________________



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung durch Klicken auf das grüne Feld

Vielen Dank










Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Nestler,


haben Sie noch Fragen ? Gerne beantworte ich Ihnen diese.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



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Vielen Dank


Verändert von Claudia MarieSchiessl am 13.11.2010 um 18:35 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bin ich überhaupt unterhaltspflichtig, da ich meinen Hauptwohnsitz zu Hause habe?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Nestler,

die Unterhaltspflicht hat mit dem Wohnsitz nichts zu tun.

Es kommt nur auf das Getrenntleben an, das sogar innerhalb der Ehewohnung erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen und einen schönen Abend


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht


Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank


Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Nestler,

vielen Dank für Ihre freundliche Akezptanz, viel Glück und alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht

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