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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21571
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo ich bin seit 20 monate mit eine Kosovarin verheiratet,

Kundenfrage

Hallo ich bin seit 20 monate mit eine Kosovarin verheiratet, Sie hatt mich vor drei Wochen verlassen ( ohne grund ), ich habe seit dem kein kontakt mehr und weiß auch nicht wo Sie ist. was soll ich jetzt machen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Zur Herausgabe ist die Polizei in der Tat auch nicht verpflichtet. Wenn Ihre Frau, den Kontakt zu Ihnen nicht mehr wünscht, hat auch die Polizei dies grundsätzlich hinzunehmen.

Allerdings könnten sich für Ihre Ehefrau ausländerrechtliche Probleme stellen, denn ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erwirbt sie gemäß § 31 Absatz 1 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes erst, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft zwischen dem ausländischen und dem deutschen Eheteil mindestens zwei Jahre bestanden hat.

Da Sie die Ehe vor 20 Monaten geschlossen haben und sich - wovon ich ausgehe - seither im Bundesgebiet aufhalten, hat Ihre Ehefrau noch kein eigenständiges Aufenthaltsrecht erworben.

Das bedeutet, dass ihr Aufenthalt in Deutschland noch immer unmittelbar abgeleitet von der Ehe mit Ihnen. Dieses Recht gewährt § 28 Absatz 1 Nr.1 dem ausländischen Ehegatten eines Deutschen, der zu diesem in das Bundesgebiet nachzieht und hier mit ihm lebt.

Wird nun die eheliche Lebensgemeinschaft aufgehoben, erlischt damit automatisch die Aufenthaltserlaubnis des ausländischen Eheteiles (wenn er noch kein eigenes Aufenthaltsrecht nach § 31 AufenthaltsG hat).

In Ihrem Fall hat Ihre Ehefrau sich von Ihnen getrennt und damit die Ehegemeinschaft aufgehoben. Erlangt die Ausländerbehörde von diesem Sachverhalt Kenntnis, wird sie die Aufenthaltserlaubnis Ihrer Ehefrau befristen und sie zur Ausreise aus dem Bundesgebiet auffordern. Kommt sie dem nicht fristgerecht nach, droht ihr die Abschiebung, die alsdann von der Ausländerbehörde vollstreckt würde.

Erlangen Sie also nicht auf andere Weise Kenntnis von dem Aufenthalt Ihrer Frau, besteht für Sie die Möglichkeit, die Ausländerbehörde zu informieren. Diese würde - notfalls durch Vollzugshilfe der Polizei - die Beibringung Ihrer Frau veranlassen, um die Aufenthaltserlaubnis zu befristen und sie zur Ausreise aufzufordern.

Sie hätten dann möglcherweise aber immerhin noch die Aussicht, sich mit Ihrer Frau wieder auszusöhnen, die Trennung aufzuheben und die eheliche Lebensgemeinschaft wiederaufzunehmen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Zur Herausgabe ist die Polizei in der Tat auch nicht verpflichtet. Wenn Ihre Frau, den Kontakt zu Ihnen nicht mehr wünscht, hat auch die Polizei dies grundsätzlich hinzunehmen.

Allerdings könnten sich für Ihre Ehefrau ausländerrechtliche Probleme stellen, denn ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erwirbt sie gemäß § 31 Absatz 1 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes erst, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft zwischen dem ausländischen und dem deutschen Eheteil mindestens zwei Jahre bestanden hat.

Da Sie die Ehe vor 20 Monaten geschlossen haben und sich - wovon ich ausgehe - seither im Bundesgebiet aufhalten, hat Ihre Ehefrau noch kein eigenständiges Aufenthaltsrecht erworben.

Das bedeutet, dass ihr Aufenthalt in Deutschland noch immer unmittelbar abgeleitet von der Ehe mit Ihnen. Dieses Recht gewährt § 28 Absatz 1 Nr.1 dem ausländischen Ehegatten eines Deutschen, der zu diesem in das Bundesgebiet nachzieht und hier mit ihm lebt.

Wird nun die eheliche Lebensgemeinschaft aufgehoben, erlischt damit automatisch die Aufenthaltserlaubnis des ausländischen Eheteiles (wenn er noch kein eigenes Aufenthaltsrecht nach § 31 AufenthaltsG hat).

In Ihrem Fall hat Ihre Ehefrau sich von Ihnen getrennt und damit die Ehegemeinschaft aufgehoben. Erlangt die Ausländerbehörde von diesem Sachverhalt Kenntnis, wird sie die Aufenthaltserlaubnis Ihrer Ehefrau befristen und sie zur Ausreise aus dem Bundesgebiet auffordern. Kommt sie dem nicht fristgerecht nach, droht ihr die Abschiebung, die alsdann von der Ausländerbehörde vollstreckt würde.

Erlangen Sie also nicht auf andere Weise Kenntnis von dem Aufenthalt Ihrer Frau, besteht für Sie die Möglichkeit, die Ausländerbehörde zu informieren. Diese würde - notfalls durch Vollzugshilfe der Polizei - die Beibringung Ihrer Frau veranlassen, um die Aufenthaltserlaubnis zu befristen und sie zur Ausreise aufzufordern.

Sie hätten dann möglcherweise aber immerhin noch die Aussicht, sich mit Ihrer Frau wieder auszusöhnen, die Trennung aufzuheben und die eheliche Lebensgemeinschaft wiederaufzunehmen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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