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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3709
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, ich hoffe Sie k nnen mir weiterhelfen. Ich habe

Kundenfrage

Guten Tag, ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.
Ich habe in meinem drei Familienhaus im März eine Wohnung vermietet. In dieser Wohnung leben nun die Mieter (Paar) und zwei Hunde und 3 Katzen. Es hörte sich am Anfang alles gut, nun mittlerweile habe ich mit dieser Mietpartei nur noch Probleme. Nach deren Einzug kommt es öfter im gesamten Flur zu einer Geruchsbelästigung. Desweiteren wurde die Hündin trächtig und hat nun Ende August 9 Welpen geboren. Nachdem nun die Geruchsbelästigung nun weiter zugenommen hat und ich davon ausgehen muss das alle Hunde mittlerweile in der Wohnung urinieren, da die Damen mit den Hunden nicht nach draußen gehen, habe ich vor 14 Tagen einen Widerruf zur Tierhaltung ausgesprochen. Auch bin ich der Meinung das die Tiere nicht artgerecht gehalten werden. Es war schon das Veterenäramt Recklinghausen bei den Mietern, nach Auskunft wurden dort halt Auflagen erteilt. Nur ich als Vermieter habe damit nun ein Problem, die Wohnung wurde erst letztes Jahr im November für 17000 Euro renoviert. Ich habe nichts gegen Tiere, ganz im Gegenteil, die andere Mietpartei hat auch 4 Hunde nur diese wohnen schon seit dem letzten Jahr im Haus und entstanden keine Belästigungen. Was kann ich tun, da die Frist die ich im Widerruf gesetzt habe, nun auch ohne einer Lösung verstrichen ist. Vielen dank
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Die Tierhaltung Ihrer Mieter kann eine außerordentliche Kündigung gemäß § 543 BGB aus wichtigem Grund begründen.

Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

Sie haben den Mieter zwar die Tierhaltung erlaubt, aber nur für die Tiere, die Ihnen bei Einzug Ihrer Mieter bekannt waren und nicht für einen Wurf Welpen. Außerdem wurde die Erlaubnis nur für eine Tierhaltung im üblichen Rahmen erteilt.

Ein Mieter darf sein Tier nur auf übliche und artgerechte Weise halten. Störungen, die von dem Tier ausgehen, sind auf das übliche und unvermeidliche Maß zu beschränken. Darüber hinausgehende Störungen hat der Mieter auf Verlangen des Vermieters zu unterbinden oder zu beseitigen. Zu solchen Störungen gehören auch die von Ihnen geschilderten Geruchsbelästigungen.

Und auch die Anzahl der Tiere spricht gegen eine übliche Tierhaltung in einer Mietwohnung.

Die Mieter sollten nochmals unter Fristsetzung und Androhung einer Kündigung aufgefordert werden, Tiere nur im Rahmen des Üblichen zu halten. Falls Ihre Mieter dem nicht nachkommen, können Sie kündigen. In dem dann anstehenden Räumungsprozess wird das Gericht darüber befinden, ob die Tierhaltung Ihrer Mieter ein Kündigungsgrund ist.

Sie werden wohl nicht umhin kommen, einen Anwalt vor Ort mit der Durchsetzung Ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen.

Verändert von RA Krueger am 08.11.2010 um 17:04 Uhr EST