So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Danjel Newerla.
Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Meine leibliche Mutter ist letztes Jahr verstorben und war

Kundenfrage

Meine leibliche Mutter ist letztes Jahr verstorben und war in zweiter Ehe neu verheiratet.
Mir selber wurde nichts dergleichen gesagt das ich enterbt bin.Dieses habe ich von meinem Vater erfahren, da meine Mutter es in einem Brief an ihn geschrieben hatte und ich ihn lesen durfte, daß ich rigoros enterbt werden würde, weil ich den Kontakt aus persönlichen Gründen zu meiner leiblichen Mutter abgelehnt habe.
Ich habe noch einen Bruder, der weiterhin Kontakt zu unserer Mutter hatte, wir aber über dieses Thema nicht reden und der Kontakt allgemein nicht gut untereinander ist.
Ich habe bis jetzt noch nichts von einem Testament gehört oder gelesen oder irgend etwas schriftliches darüber erhalten.
Was muss ich da jetzt veranlassen, habe ich überhaupt Erbanspruch und wieviel und wie wird das berechnet oder bzw. was wird da zugrunde gelegt?
Bekomme ich Einsicht in die Vermögenswerte die es gegeben hat!?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Nach dem Gesetz sind sie als Abkömmling gemäß Paragraph 1924 BGB so genannter Erbe erster Ordnung. Sie würden nur dann enterbt, wenn es eine anderweitige Verfügung von Todes wegen, also einen Erbvertrag oder ein Testament geben würde, in welchem sie nicht genannt sind und das gesamte Vermögen durch diese Verfügung von Todes wegen auf eine andere Person übertragen wird.



Solange ein solches Testament nicht vorliegt sind sie auch nicht enterbt. Selbst falls die enterbt worden sein sollten hätten sie nach dem Gesetz zumindest einen Pflichtteilsanspruch und zwar gemäß Paragraph 2303 BGB gegen die Erben in Höhe der Hälfte ihres gesetzlichen Erbteil.



Es müsste also zunächst ihr gesetzlicher Erbteil ermittelt werden. Ihr Vater hat gemäß §§ 1371,1931 BGB einen gesetzlichen Anspruch auf die Hälfte. Die andere Hälfte würden sie und ihr Bruder sich gemäß § 1924 BGB als Kinder der Erblasser seinen teilen.



Ihr Anspruch beträgt also 25 %, ihr Pflichtteil dementsprechend 12,5 % vom gesamten Nachlasswert.



Ob ein Testament vorliegt könnten sie beispielsweise beim zuständigen Nachlassgericht erfragen (insbesondere wenn dort ein Testament hinterlegt worden ist). Das zuständige Nachlassgericht ist das Amtsgericht in dessen Bezirk ihrer Mutter zuletzt ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort oder Wohnort gehabt hat.



Sowohl als Erbe als auch als Schlichtheit Berechtigter hätten sie einen Auskunftsanspruch gegen die anderen Erben über den Bestand des Nachlasses.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Eine Akzeptierungspflicht besteht auch dann, wenn die Antwort Ihnen vom Ergebnis nicht zusagt. Die Zufriedenheit bedeutet vielmehr, dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244



Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

habe ich das richtig verstanden, das mein Vater, obwohl geschieden von meiner leiblichen Mutter auch noch Erbberechtigt ist oder meinen Sie damit den jetzigen Ehemann/Witwer meiner verstorbenen Mutter, weil, das ist mir schon klar!?

Der Wohnort meiner leiblichen Mutter war in Berlin, wo genau da weiß ich nicht.

Der Ehemann/Witwer meiner verstorbenen Mutter, ist jetzt letzten Monat zu seiner neuen Lebensgefährtin nach Ostfriesland gezogen ( das komische ist, das es die verwitwete Schwiegermutter seinen leiblichen Sohnes ist) und wohnt jetzt also nicht mehr in Berlin.

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für Ihren Nachtrag. Ich meinte in der Tat den jetzigen Ehemann/Witwer. Ich bitte zu entschuldigen, falls ich mich insoweit nicht richtig ausgedrückt haben sollte.

Den letzten Wohnort können sie über das Einwohnermeldeamt beziehungsweise über das Standesamt ermitteln.. Die Berliner Gerichte sind aber meiner Erfahrung nach verletzt, so dass sie zunächst gelegenen Gericht gehen könnten und dort nachfragen sollten.

Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag!

Sofern sie noch Verständnisfragen haben melden Sie sich bitte.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz