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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26352
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich mu eine Haftstrafe ber 4 Jahre im offenen Vollzug Berlin

Kundenfrage

Ich muß eine Haftstrafe über 4 Jahre im offenen Vollzug Berlin antreten. Nun hat mein Arbeitgeber, die die zweitgrößte Autovermietung Deutschlands bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Deggendorf in Niederbayern über unseren RA einen Haftaufschub aufgrund betrieblicher Gründe beantragt. Dieser wurde jedoch abgelehnt. Ist es sinnvoll, mit der Rechtspflegerin persönlich ohne RA zu sprechen?????
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Gemäß § 456 StPO kann auf Antrag die Vollstreckung einer Haftstrafe aufgeschoben werden, sofern durch die sofortige Vollstreckung Ihnen oder Ihrer Familie erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile erwachsen.

Damit Ihnen dieser Haftaufschub gewährt wird, müssen Nebenwirkungen der Strafe eintreten, die über das gewöhnliche Übel der Strafe hinausgehen und bei späterer Strafvollstreckung vermeidbar oder wenigstens gemildert wären.

Hinsichtlich des Haftaufschubes haben Sie keinen sogenannten gebundenen Anspruch, sondern lediglichen einen Anspruch auf Ermessensfehlerfreie Entscheidung.

Das bedeutet, dieser Ihnen vorliegenden ablehnenden Entscheidung haben Sie die Möglichkeit einer Überprüfung dahingehend, ob das Ermessen ordnungsgemäß, d.h. fehlerfrei ausgeübt wurde.

Es wird dabei Überprüft, ob Gesichtspunkte die für einen Strafaufschub sprechen übersehen wurden oder nicht richtig gewichtet wurden.

Meines Erachtens hat ein Gespräch mit der Rechtspflegerin nur dann Sinn, wenn Sie neue zusätzliche Gründe haben, die gegen einen fristgerechten Strafantritt sprechen.

Ansonsten sollten Sie das weitere Vorgehen dem Anwalt überlassen.

Dabei ist das Vorweihnachtsgeschäft allein sicherlich kein ausreichender Grund um einen Strafaufschub zu erwirken. Sie benötigen hier schon erhebliche Nachteile, die bei Ihnen oder Ihrer Familie entstehen können. (z.b.: nur durch das Weihnachtsgeschäft ist Ihr Arbeitsplatz nachhaltig gesichert, AG droht ansonsten mit Kündigung, Arbeitsverhältnis kann im offenen Vollzug weitergeführt werden= Arbeitsplatzverlust allein durch den vorzeitigen Haftantritt).

Im Übrigen können Sie an ein Gnadengesuch denken.

Das Gericht kann bei Einreichung eines Gnadengesuches einen Aufschub der Vollstreckung der Haftstrafe bis zu einer Entscheidung über das Gnadengesuch anordnen. Außerdem könnte Ihnen im Rahmen eines Gnadengesuchs auch ein Strafaufschub von mehr als 4 Monaten gewährt werden.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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