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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6234
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Hallo. Meine Frau hat mir vor ca. einem mitgeteilt, sich von

Kundenfrage

Hallo. Meine Frau hat mir vor ca. einem mitgeteilt, sich von mir zu trennen, war sich aber noch nicht ganz sicher. Vor ca. zwei Wochen dann ihre endgültige Entscheidung dies zu tun. Sie will auch die Scheidung einreichen. Wir haben zwei Kinder, 8 und 11 Jahre, mit denen sie zusammen ausziehen will. Heute hat sie sich bei drei Wohnungsangeboten beworben. Sie muss, da sie (noch) nicht arbeitet, erstmal ALG2 beantragen. Die Kinder gehen auf eine Waldorfschule, die monatlich einen höheren Betrag kostet.
Ich will meine Kinder nicht verlieren, hätte sie am liebsten bei mir.
Meine Frage: ich war noch nie in einer solchen Situation, was muß ich jetzt tun um den Scheidungsprozess -wenn er sich schon nicht vermeiden lässt, was ich immer noch hoffte- aktiv beeinflussen zu können und nicht dem Diktat meiner Frau ausgesetzt zu sein? Was tun, wenn sie eine Wohnung bekommt und einfach mit den Kindern auszieht, kann sie das überhaupt? Können Sie mir einen Anwalt/eine Anwältin in München/Starnberg empfehlen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich kann der Versuch gestartet werden, die Trennung zu verhindern. Je nachdem welche Schwierigkeiten bestehen, kann eine Ehe- bzw. Paartherapie in Betracht gezogen werden.

Um sich gegen eventuell unberechtigte Forderungen richtig zur Wehr zu setzten, sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden. Einen ggeigneten Anwalt finden Sie entweder unter www.anwaltssuche.de oder Sie wenden sich an den zuständigen Anwaltsverein.

Ihre Frau kann selbstverständlich zu jeder Zeit ausziehen. Auch die Kinder kann sie mitnehmen, sofern die Kinder mit wollen. Sollten Sie hiergegen etwas einzuwenden haben, müsste notfalls gerichtlich geklärt werden, bei wem die Kinder zukünftig leben.

Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Bei Unklarheiten kontaktieren Sie uns bitte.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]
S. Grass und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, die Trennung würde sich nur von meiner Seite aus verhindern lassen, ich will sie ja nicht. Meine Frau ja leider schon, ihre Meinung ist fest. Es hätte sich wohl vor zwei, drei Monaten noch etwas ändern lassen, jetzt zeigt sie keine Bereitschaft mehr, nachdem sie lange auf eine Änderung meinerseits wartete, ich aber erst vor kurzem wirklich erkannte was zu ändern ist, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Eine Ehe-/Paartherapie is demnach auch zu spät.

Sie hat schon eine Scheidung hinter sich, demnach im Gegensatz zu mir, Erfahrung damit und auch ganz konkrete Vorstellungen. Ich kenne auch Ihre nicht schöne Seite, die sie vermutlich an den Tag legen wird, denn ihre Einstellung ist dass sie nichts zu verlieren hat.

Sie raten mir also, einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Danke für die Hinweise, wie ich einen finden kann. Nun habe ich vom Cochemer Modell gelesen, das -obwohl wir nicht zerstrittten sind- evtl. gut wäre um Streitigkeiten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Wird dies in München/Starnberg auch angewandt, und wie finde ich jemanden mit Erfahrung darin? Wie kann es denn sein, dass eine Frau die Kinder einfach mitnehmen kann, die Sorge um sie tragen doch beide? Das kommt doch einem Entzug gleich, dem schaffen von Tatsachen vor einer Einigung?
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich haben beide Elternteile die gemeinsame Sorge bzgl. der Kinder. Dies kann so bleiben, solange man sich in allen Punkten einig ist. Einer dieser Punkte ist die Frage, wo und mit wem die Kinder leben (Aufenthaltsbestimmungsrecht). Findet man diesbezüglich keinen Konsenz, muss ggf. ein Gericht auf entsprechenden Antrag entscheiden. In der Praxis wird in der Regel die Frau das Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalten, es sei denn die Kinder weigern sich, bei der Mutter zu leben oder die Mutter ist "erziehungsunfähig".

Als kleinen Ausgleich wird dem anderen Elternteil ein Umgangsrecht eingeräumt, welches in der Regel 14 tägig am Wochenende stattfindet.

Beim Cochemer Modell arbeiten verschiedene Personen bzw. Institutionen, die am familienrechtlichen Verfahren beteiligt sind, zusammen. Ob es in Ihrem Gerichtsbezirk eine entsprechende Anlaufstelle gibt, ist nicht bekannt. Eventuell kann Ihnen der Verband Anwalt des Kindes (VAK) hierbei behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
[email protected]