So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Ch...
Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3086
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Wir sind eine Erbengemeinschaft (6 Kinder). Seit dem Tod der

Kundenfrage

Wir sind eine Erbengemeinschaft (6 Kinder). Seit dem Tod der Mutter lebt eine Schwester im gemeinsamen Elternhaus, mietfrei. Haben jetzt festgestellt daß sie seit April die Unkosten für Müll, Wasser usw. weiterhin vom Konto der verstorbenen abbuchen läßt. Darf sie das? Wir übrigen werden doch in diesem Falle von ihr betrogen!! Was können wir machen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

sofern keine weiteren Erben existieren, bilden die 6 Kinder eine Erbengemeinschat, in der alle Beteiligten die gleichen Recht haben.

Das bedeutet, dass Sie ebenfalls die gleichen Rechte am Haus und an der weiteren Erbmasse wie alle anderen Geschwister beanspruchen können. Gleichzeitig sind Sie auch verpflichtet alle Belastungen der Erbmasse gleichmäßig (im Inneverhältnis) und nach außen vollständig zu tragen.

Die Schwester darf insoweit nicht alleine über das Konto verfügen, erfüllt aber ggf. hier aus der Erbmasse Ansprüche gegen alle Erben. Sofern Sie mietfrei wohnt, kann Sie dies nur auf Ihren Anteil stützen, also hier lediglich 1/6 des Hauses beanspruchen. Nutzt sie mehr, muss sie eine Entschädigung an die anderen Erben nach Aufforderung zahlen.

Sie können die Erbengemeinschaft auflösen, und zwar einvernehmlich in einer Auseinandersetzungserklärung oder streitig im Rahmen einer Teilungsklag/Teilungsversteigerung.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und freue mich auf Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße
Rechtsanwalt Christian Joachim und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
kann sie dem Bruder den Zugang zum Haus verweigern? da er das Haus ja kaufen will kann er doch schon die Wohnung erneuern.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, den Zugang darf Sie nicht verwehren, da er erstens Miteigentümer ist und Sie über den Zugang (ggf. hier nur die Wohnräume der Schwester) nicht allein entscheiden darf.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
wir gaben dem Bruder den Zuschlag zum Kauf des Hauses (meine Schwester ebenfalls), jetzt zögert sie alles hinaus, kann angeblich nicht sagen wann sie aus dem Haus geht. Meinem Bruder entstehen Unkosten wegen des Kredites, und seiner eigenen Wohnung, die er ja auch schon gekündigt hat. Wir wissen nicht wie wir uns verhalten sollen.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sofern noch keine vertraglichen Grundlagen (Notarvertrag) vorliegt und nur lose Absprachen getroffen worden sind, ist es durchaus schwierig schnell eine Räumung des Hauses zu veranlassen. Wichtig wäre, dass so schnell wie möglich der Notarvertrag geschlossen wird und Sie die Schwester hier von allen Sieten versuchen zur Unterzeichnung zu bewegen. Tut Sie dies auch nicht, sollten Sie unbedingt eine Nutzungsentschädigung von der Schwester fordern (5/6 der ortsüblichen Miete), um Sie unter Druck zu setzen. Ansonsten hilft nur eine langwierige Teilungsversteigerung der Miteigentumsanteile.

Sofern keine Erklärung Ihrer Schwester vorliegt, die ihr Einverständnis widerspiegelt, kann es auch schwer werden, hier Schadenersatzansprüche zu realiseren, ggf. wäre die Erklärung sogar formbedürftig, da es sich hier um ein Grundstückskauf handelt, der immer notariell beurkundet werden muss.

Besser wäre es, was ihnen zwar jetzt auch nicht weiterhilft, auf jeden Fall gewesen, erst nach Abschluss des Notarvertrag sämtliche andere Dinge in Bewegung zu setzen.

Wir sollten daher der Schwester, gegebenenfalls mit allen Geschwister teilten nochmals reden und sie zu einer raschen Unterzeichnung des Notarvertrag und einem Auszug bewegen. Dies wäre hier die schnellste Möglichkeit anstatt ein langwieriges Versteigerungsverfahren anzustreben.

Eine andere Möglichkeit wäre sodann die Nutzung auch durch die anderen Geschwister zu beanspruchen und die Schwester gegebenenfalls so aus dem Hause zu drängen, wobei hier sodann noch nicht in Abschluss des Notarvertrag impliziert ist.

Viele Grüße

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz