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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16811
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Als Kraftfahrer ,habe ich einem Kunden beliefert.Als ich an

Kundenfrage

Als Kraftfahrer ,habe ich einem Kunden beliefert.Als ich an die Rampe fuhr stand dessen Kleinbuß davor.Ich suchte nach dem Fahrer und hatte nach ihm gerufen,es war keiner da.Habe nachgeschaut ob der Kleinbuß offen war um diesen zurückrollen zu lassen.Nach dem ich feststellte das es so war lößte ich die Handbremse und rollte den Wagen zurück.Dabei habe ich einen Container.den ich nicht wahrgenommen,gestreift und somit auch das Fahrzeug beschädigt.Den Schaden meldete ich unverzüglich meinem Betrieb.Diese sind aber nicht bereit den Schaden in Höhe ca.8.000E zu übernehmen. Der Betrieb ist der Meinung das ich für den Schaden persönlich haften muß.Meine Frage ist wer muß für den Schaden haften.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich haftet ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber und Dritten gegenüber für Schäden, die er verursacht hat. Es gibt jedoch eine arbeitsrechtliche Haftungsbeschränkung nach dem Grundsatz der gefahrgeneigten Arbeit.

Der Umfang der Arbeitnehmer-Haftung bestimmt sich nach der Schwere des Fehlverhaltens. Es gibt eine Haftung für leichte, mittlere und grobe Fahrlässigkeit. Je schwerwiegender die Fahrlässigkeit, desto größer die Haftung des Arbeitnehmers.

Die Frage ist daher, wie Ihre Vorgehensweise zu bewerten ist. Vermutlich wäre ein Zuwarten bis der Halters des Kleinbusses auftaucht bzw. ermittelt und informiert werden kann, zuzumuten gewesen. Meines Erachtens ist leider von einem groben Verschulden auszugehen, was zu einer vollen Haftung führen würde. Dies auch unter dem Aspekt, dass das "Verschieben" des Busses nicht zum Rahmen Ihrer Tätigkeit gehört und daher vom Begriffe der gefahrgeneigten Tätigkeit nicht erfasst ist.

Insofern muss der Betrieb für den von Ihnen verursachten Schaden nicht aufkommen.

Im Übrigen ist leider festzustellen, dass es keine Haftpflichtversicherung gegen Schäden, die ein Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seinem Beruf verursacht hat, gibt. Solche Versicherungen gibt es i.d.R. nur für freie Berufe, etwa Rechtsanwälte, Ärzte oder auch für Beamte.

Hat der Arbeitgeber eine Versicherung abgeschlossen, um Schäden von seinem Betrieb fernzuhalten, so muss er diese vorrangig in Anspruch nehmen, selbst dann, wenn der Arbeitnehmer einen Schaden verursacht hat. Der Arbeitgeber ist hingegen nicht verpflichtet eine Versicherung abzuschließen, um Schäden für seine Arbeitnehmer gering zu halten, wenn diese einen Schaden verursachen.

Sollte Ihr Arbeitgeber eine Betriebshaftpflichtversicherung haben, tritt diese nur für Schäden ein, die von dem Betrieb ausgehen. Ihr Handeln dürfe davon nicht gedeckt sein. Selbst wenn diese eintreten sollte, würde diese wegen des groben Verschulden einen Regressanspruch gegen Sie haben.

Ihre Privat-Haftpflichtversicherung ist leider ebenfalls nicht eintrittspflichtig, da der Schaden im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden ist.

Bedauerlicherweise werden Sie tatsächlich für den Schaden selbst aufkommen müssen. Sie sollten allerdings die geltend gemachte Höhe des Schadens einer Prüfung unterziehen. Hierneben käme in Betracht, dass der Halter des Kleinbusse zunächst seine Vollkaskoversicherung in Anspruch nimmt, da Sie dann nur für die Selbstbeteiligung und die versicherungstechnische Höherstufung aufkommen müssten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen.

Falls Sie Nachfragen haben, stehe ich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich haftet ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber und Dritten gegenüber für Schäden, die er verursacht hat. Es gibt jedoch eine arbeitsrechtliche Haftungsbeschränkung nach dem Grundsatz der gefahrgeneigten Arbeit.

Der Umfang der Arbeitnehmer-Haftung bestimmt sich nach der Schwere des Fehlverhaltens. Es gibt eine Haftung für leichte, mittlere und grobe Fahrlässigkeit. Je schwerwiegender die Fahrlässigkeit, desto größer die Haftung des Arbeitnehmers.

Die Frage ist daher, wie Ihre Vorgehensweise zu bewerten ist. Vermutlich wäre ein Zuwarten bis der Halters des Kleinbusses auftaucht bzw. ermittelt und informiert werden kann, zuzumuten gewesen. Meines Erachtens ist leider von einem groben Verschulden auszugehen, was zu einer vollen Haftung führen würde. Dies auch unter dem Aspekt, dass das "Verschieben" des Busses nicht zum Rahmen Ihrer Tätigkeit gehört und daher vom Begriffe der gefahrgeneigten Tätigkeit nicht erfasst ist.

Insofern muss der Betrieb für den von Ihnen verursachten Schaden nicht aufkommen.

Im Übrigen ist leider festzustellen, dass es keine Haftpflichtversicherung gegen Schäden, die ein Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seinem Beruf verursacht hat, gibt. Solche Versicherungen gibt es i.d.R. nur für freie Berufe, etwa Rechtsanwälte, Ärzte oder auch für Beamte.

Hat der Arbeitgeber eine Versicherung abgeschlossen, um Schäden von seinem Betrieb fernzuhalten, so muss er diese vorrangig in Anspruch nehmen, selbst dann, wenn der Arbeitnehmer einen Schaden verursacht hat. Der Arbeitgeber ist hingegen nicht verpflichtet eine Versicherung abzuschließen, um Schäden für seine Arbeitnehmer gering zu halten, wenn diese einen Schaden verursachen.

Sollte Ihr Arbeitgeber eine Betriebshaftpflichtversicherung haben, tritt diese nur für Schäden ein, die von dem Betrieb ausgehen. Ihr Handeln dürfe davon nicht gedeckt sein. Selbst wenn diese eintreten sollte, würde diese wegen des groben Verschulden einen Regressanspruch gegen Sie haben.

Ihre Privat-Haftpflichtversicherung ist leider ebenfalls nicht eintrittspflichtig, da der Schaden im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden ist.

Bedauerlicherweise werden Sie tatsächlich für den Schaden selbst aufkommen müssen. Sie sollten allerdings die geltend gemachte Höhe des Schadens einer Prüfung unterziehen. Hierneben käme in Betracht, dass der Halter des Kleinbusse zunächst seine Vollkaskoversicherung in Anspruch nimmt, da Sie dann nur für die Selbstbeteiligung und die versicherungstechnische Höherstufung aufkommen müssten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen.

Falls Sie Nachfragen haben, stehe ich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich haftet ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber und Dritten gegenüber für Schäden, die er verursacht hat. Es gibt jedoch eine arbeitsrechtliche Haftungsbeschränkung nach dem Grundsatz der gefahrgeneigten Arbeit.

Der Umfang der Arbeitnehmer-Haftung bestimmt sich nach der Schwere des Fehlverhaltens. Es gibt eine Haftung für leichte, mittlere und grobe Fahrlässigkeit. Je schwerwiegender die Fahrlässigkeit, desto größer die Haftung des Arbeitnehmers.

Die Frage ist daher, wie Ihre Vorgehensweise zu bewerten ist. Vermutlich wäre ein Zuwarten bis der Halters des Kleinbusses auftaucht bzw. ermittelt und informiert werden kann, zuzumuten gewesen. Meines Erachtens ist leider von einem groben Verschulden auszugehen, was zu einer vollen Haftung führen würde. Dies auch unter dem Aspekt, dass das "Verschieben" des Busses nicht zum Rahmen Ihrer Tätigkeit gehört und daher vom Begriffe der gefahrgeneigten Tätigkeit nicht erfasst ist.

Insofern muss der Betrieb für den von Ihnen verursachten Schaden nicht aufkommen.

Im Übrigen ist leider festzustellen, dass es keine Haftpflichtversicherung gegen Schäden, die ein Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seinem Beruf verursacht hat, gibt. Solche Versicherungen gibt es i.d.R. nur für freie Berufe, etwa Rechtsanwälte, Ärzte oder auch für Beamte.

Hat der Arbeitgeber eine Versicherung abgeschlossen, um Schäden von seinem Betrieb fernzuhalten, so muss er diese vorrangig in Anspruch nehmen, selbst dann, wenn der Arbeitnehmer einen Schaden verursacht hat. Der Arbeitgeber ist hingegen nicht verpflichtet eine Versicherung abzuschließen, um Schäden für seine Arbeitnehmer gering zu halten, wenn diese einen Schaden verursachen.

Sollte Ihr Arbeitgeber eine Betriebshaftpflichtversicherung haben, tritt diese nur für Schäden ein, die von dem Betrieb ausgehen. Ihr Handeln dürfe davon nicht gedeckt sein. Selbst wenn diese eintreten sollte, würde diese wegen des groben Verschulden einen Regressanspruch gegen Sie haben.

Ihre Privat-Haftpflichtversicherung ist leider ebenfalls nicht eintrittspflichtig, da der Schaden im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden ist.

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Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen.

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