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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, meine Name ist Annet H rter und ich habe zur Zeit

Kundenfrage

Guten Tag,
meine Name ist Annet Hörter und ich habe zur Zeit Ärger mit dem amtlichen Vormund meines Bruders. Meine Mutter ist im letzten Jahr verstorben und wir haben durch den Verkauf des Hauses eine Summe von ca 50.000€ erhalten. Ferner bestand eine Versicherung die meine Mutter auf meinen Namen abgeschlossen hat. Sie war die Versicherungsnehmerin und ich die versicherte Person. Diese Summe zählt nun somit zur Erbmasse. Nun behauptet aber der amtliche Vormund ich hätte mich bei der Versicherung als Alleinerbin ausgegeben, obwohl ein Schreiben an die Versicherung gegangen ist und mein Bruder als Miterbe eintritt. Da sich dieser Vormund aber mit dem Unterschreiben des Formulas, was für die Auszahlung des Betrages, Zeit lassen wollte habe ich meins schon einmal unterschrieben und mit einem Brief von der Aussage des Vormundes an die Versicherung zurück geschickt. Nun hat dieser Vormund es aber so dargestellt ich hätte mich als Alleinerbin ausgegeben ausgegeben und die Sache ist zu einem Rechtanwalt gegangen. Das Geld ist nun zur Auszahlung gekommen. Nun geht es um die Kostenteilung.Ich sehe nicht ein, das ich für diese Summe mitherangezogen werde. Ich bekomme ja noch Geld von meinem Bruder. Dieses sehe ich aber leider erst, wenn ich mich an den Rechtsanwaltskosten beteilige und ich sollte doch bitte berücksichtigen das mein Bruder mittellos sei. Was kann ich nun tun, das ich an mein Geld komme ohne mich an den Unkosten des Rechtsanwalts beteiligen zu müssen? Denn schließlich hat dieser Vormund ja den Anwalt eingeschaltet und bei der Versicherung alles anders dargestellt als es in Wirklichkeit war. Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemühungen im Vorraus.
Mit freundlichen Grüßen Annet Hörter
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Zur Zahlung von Anwaltskosten sind Sie grundsätzlich verpflichtet, wenn Sie in Zahlungsverzug sind, dann sind die Anwaltskosten Teil des Verzugsschadens, oder wenn durch ein Verhalten Ihrerseits das Einschalten eines Anwalts erforderlich wurde, weil Sie sich zu Unrecht eines Anspruches "berühmt" haben.
Hier ist an letztere Fallkonstellation zu denken, wenn Sie sich tatsächlich gegenüber der Versicherung als Alleinerbin ausgegeben hätten.

Selbst wenn Sie sich als Alleinerbe ausgegeben hätten, so stellt sich die Frage, ob die Einschaltung eines Anwalts erforderlich gewesen ist. Dies wird hier zu verneinen sein, da der Betreuer Ihre Behauptung sehr leicht selbst wiederlegen hätte können (etwa durch Vorlage eines Erbscheins, ein zügiges Anschreiben der Versicherung,...).
Da der Anwalt gegenüber der Versicherung auch nichts anderes erklärt hat, als dass Ihr Bruder Erbe ist, wird es in jedem Fall an der Erforderlichkeit eines Anwalts fehlen.

Sie sollten folgendes tun: Schreiben Sie den Betreuer an, und fordern ihn auf die Gelder ohne Abzug an Sie auszuzahlen. Weisen Sie ihn darauf hin, dass Sie bei einer weitergehenden Weigerung die Auseinandersetzung des Erbes gerichtlich betreiben werden.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Ra. Schiessl,

es ist ja zur Auszahlung der Erbsumme gekommen und zwar zu gleichen Teilen. Es geht jetzt nur um die .Auslagen des Rechtsanwalts, den der amtliche Vormund eingeschaltet hat, weil ich mich angeblich als Alleinerbin bei der Versicherung dahin gestellt haben soll, was nicht der Fall ist und ich dieses auch schriftlich widerlegen kann. Diese Schreiben habe ich auch dem Vormund zukommen lassen. Und wie gesagt, ich bekomme miene Auslagen, mit denen ich in Vorkasse getreten bin, wenn ich mich an den anderen Unkosten beteilige. Wie kann ich da noch weiter vorgehen, das ich an mein Geld komme?

Mit freundlichen Grüßen

 

Annet Hörter

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wenn Ihnen Ihr Anteil ungekürzt ausgezahlt worden ist, so ist es die Angelegenheit des Gegners die Anwaltskosten von Ihnen zu fordern.

Bezüglich Ihrer Auslagen (ich vermute hier vor allem Beerdigungskosten) handelt es sich um Nachlassverbindlichkeiten. Soweit der Nachlass bereits auseinandergesetzt ist, haben Sie einen Anspruch auf die Zahlung der Hälfte dieser Vorleistungen (Miterbe zu 1/2). Soweit der Gegner sich weigert oder mit den angeblichen Anwaltskosten aufrechnen will, so müssen Sie auf Zahlung verklagen. Im Prozess wird dann geklärt, ob es sich um Nachlassverbindlichkeiten handelt und eventuell, ob die von mir angenommene Aufrechnung mit den Anwaltskosten durchgreift. Bei der Frage der Aufrechnung kommt dann in jedem Fall die Problematik der Erforderlichkeit zum Tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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