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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26616
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

ich habe von einem inkassounternehmen collector gmbh eine

Kundenfrage

ich habe von einem inkassounternehmen collector gmbh eine forderung erhalten angeblich mit Az.: 87000043 nur weil ich irgendwann mal etwas ausgefüllt habe , in der anahme das mein antivir programm sich gemeldet hat . und seid dem werde ich ewig mit mahnungen zugemüllt und gestern ahbe ich dann von collector eine forderung bekommen ,, wie gehe ich jetzt weiter vor.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe aufgrund Ihrer Schilderung (antivir und etwas ausgefüllt) davon aus, dass Ihnen ein Abovertrag vorgehalten wird.

Den geforderten Geldbetrag sollten Sie grundsätzlich nicht bezahlen.

Warum:

Der Gegner muss den Vertragsschluss in Nachweis bringen. Kann es es nicht, so kann er auch kein Geld verlangen. Allein mit der Anmeldung, also der Angabe ihrer Personalien allein kommt kein Vertrag zustande. Ein Vertrag setzt eine Willenserklärung Ihrerseits voraus einen Vertrag mit dem Gegner abzuschließen. Diese fehlt hier.

Desweiteren muss der Vertrag wirksam sein.

Die Rechtsprechung hat hierzu mehrfach entschieden, dass derartige Verträge wegen arglistiger Täuschung gem. § 123 BGB anfechtbar sind.

Warum:

Bei Besuch der Seite des jeweiligen Betreibers wird dem Verbraucher, der lediglich sich über Angebote informieren möchte, nicht verdeutlicht, wofür er denn eigentlich zahlen soll (angeblich für das bereitstellen der Angebote).

Der Verbraucher wird somit im Regelfall über die Kostenpflicht des Angebots getäuscht, da dies durch den Seitenbetreiber regelmäßig nicht herausgestellt wird.

Genau so ist es auch in Ihrem Fall gelaufen. Sie haben, wie viele andere nicht bemerkt (da es ja auch nicht deutlich hervorgehoben wurde), dass Sie für den Seitenbesuch zahlen müssen.

Des Weiteren wird durch die Rechtsprechung bemängelt, dass die erforderliche Widerrufsbelehrung dem Verbraucher nicht hinreichend verdeutlicht wird. Diese Widerrufsbelehrung muss gesondert aufgeführt und deutlich hervorgehoben sein, damit sie der Kunde auch wahrnehmen kann. Ist dies nicht der Fall ist die Widerrufsbelehrung magelhaft und der Kunde kann den Vertrag auch nach Ablauf der Widerrufsfrist widerrufen.

Für Sie gilt daher folgendes:

Schreiben Sie den Gegner unbedingt an, er möchte den Vertragsschluss doch in Nachweis bringen. Hilfsweise fechten Sie den Vertrag wegen arglistiger Täuschung an und widerrufen ihn gleichzeitig.

Ich empfehle den Gegner deswegen unbedingt anzuschreiben, weil vielfach von der Gegenseite bei Nichtmeldung des Kunden ein negativer Schufa-Eintrag veranlasst wird. In diesem Schufa-Eintrag wird dann Ihrer Zahlungsunfähigkeit behauptet. Da eine solche EIntragung Ihre Kreditwürdigkeit beeinträchtigen kann, empfehle ich aus Sicherheitsgründen in einem Abstand von etwa 4-6 Wochen sich einen kostenlosen Schufa-Auszug zu besorgen. Sollte hier eine Negativmeldung veranlasst worden sein, so können Sie diese durch Meldung an die Schufa sperren lassen.

Achten Sie jedoch weiter auf die eigehende Post.

Derartige Unternehmen versuchen in jüngster Zeit einen Titel durch Mahnverfahren zu erhalten. In einem Mahnverfahren prüft das Gericht die Berechtigung der Forderung nicht. Wenn Sie bei Erhalt eines Mahnbescheides nicht fristgerecht Widerspruch einlegen oder gegen den Vollstreckungsbescheid Einspruch einlegen, so kann die Gegenseite gegen Sie vollstrecken, selbst wenn die Forderung nicht besteht. Ignorieren Sie daher keinesfalls Post die von einem Gericht kommt.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
wohin schreibe ich in dem fall , die internet firma antivirus-security gibt in dem brief von collector GMBH eine adresse in dubai an. oder muss ich das an collector schreiben.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage:

Soweit das Unternehmen in Dubai ansässig ist, sollten Sie die Firma collector GmbH als Vertreter der Internet Firma anschreiben.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ich habe aber jetzt kein abo abgeschlossen ...ich habe die agb leider nicht gelesen
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Sie haben für die Beantwortung dieser Frage einen Einsatz ausgelobt. Diesen zahlen Sie mit dem Akzeptieren dieser Antwort, indem Sie auf das Feld Akzeptieren klicken.

Eine weitere Zahlungsverpflichtung entsteht Ihnen hier nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt





Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht.


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Verändert von RASchiessl am 24.10.2010 um 18:01 Uhr EST