So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26744
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Ich bin Verwalter in einer WEG mit sechs Wohneinheiten. Zwei

Beantwortete Frage:

Ich bin Verwalter in einer WEG mit sechs Wohneinheiten. Zwei Eigentümer weigern sich schon seit langem Ihre Fenster vom Hausmeister streichen zu lassen. Die Kosten sind ja dadurch deutlich geringer als bei einem Handwerksbetrieb. Sie behaupten, sie würden sie selber streichen. Dies passiert jedoch nicht. Frage: Ist es erlaubt sich dagegen zu wehren bzw. die Fenster selber zu streichen. Was kann ich tun, um zu erreichen, dass die Eigentümer die Fenster streichen lassen müssen? Ist es außerdem in Ordnung, das diese Eigentümer die Kosten des restlichen Fenster streichen anteilmäßig mit bezahlen müssen?
Kann von der WEG ein Beschluss gefasst werden, dass durch das nicht streichen der Fenster diese erneuert werden müssen, diese dann von den Eigentümern selbst bezahlt werden müssen.

Zweite Frage: Am Gebäude befindet sich gegenüber der Garagen ein Bewegungsmelder, der permanent demoliert wird.
Kann der Verwalter vom Mieter verklagt werden, wenn der Mieter hinfällt und sich verletzt auf Grund des defekten Bewegungsmelder?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Zu Ihrer ersten Frage:

Der Wohnungseigentümer ist nicht bezugt eigenmächtig Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum durchzuführen. Tut er es dennoch und nimmt das Gemeinschaftseigentum, wie von Ihnen befürchtet (Austausch der Fenster) dadurch Schaden, so ist der Wohnungseigentümer der WEG gegebüber schadensersatzpflichtig. Der Wohnungseigentümer muss dann das Fenster bezahlen

Soweit sich ein Wohnungseigentümer weigert, die Arbeiten am Gemeinschaftseigentum durchführen zu lassen, so kann dieser Eigentümer auf Duldung in Anspruch genommen und notwendigenfalls sogar verklagt werden. Sofern er zur Duldung verurteilt wurde, können Sie die Duldung durch die Vergängung von Zwangsgeld/Zwangshaft durchsetzen lassen.

Zur zweiten Frage:

Der Verwalter direkt kann vom Mieter nicht verklagt werden. Der Mieter wird seinen Vermieter verklagen, da nur zwischen diesen beiden ein vertragliches Verhältnis besteht. Eine Inanspruchnahme des Verwalters durch den Mieter ist nur dann denkbar wenn das Handeln des Verwalters auf unerlaubter Handlung beruht (Sie drehen dem Mieter absichtlich das Lich ab in der Hoffnung das er hinfällt). Soweit der Vermieter in Anspruch genommen wird, kann er allerdings beim Verwalter Rückgriff nehmen.

Zur Haftung:

Eine Haftung setzt in jedem Fall verschulden voraus. Die Sachbeschädigung am Bewegungsmelder durch Unbekannte kann dem Vermieter oder Ihnen nicht zugerechnet werden. Es kann jedoch ein Verschulden insoweit angenommen werden, als dass Sie gegen die wiederholten Sachbeschädigungen keine Schutzmaßnahmen ergriffen haben. (z.b.: Beauftragung eines Wachdienstes).

Wenn Sie mit einer Wiederholung der Beschädigungshandlung am Bewegungsmelder rechnen, so kann es Ihre Sorgfaltspflicht sein, für eine ausreichende Beleuchtung des Platzes auch ohne Bewegungsmelder zu sorgen. Also man kann von Ihnen verlangen, wenn der Bewegungsmelder ständig ausfällt, dafür zu sorgen, dass der Platz ständig und permanent erleutet ist.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


RASchiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt