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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26744
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir haben einen Hausmietvertrag angefochten, da der Mieter

Beantwortete Frage:

Wir haben einen Hausmietvertrag angefochten, da der Mieter trotz mündlicher Zusage unter Zeugen die Kaution nach Schlüsselübergabe nicht sofort gezahlt hat. Er hat statt zu renovieren Schäden in der Wohnung verursacht, vom Vor-Vermieter haben wir auch nun noch von Mitschulden erfahren. Das Schloß ist von uns getauscht, er hat seine Sachen wieder rausgeräumt. Soweit so gut.
Jetzt berichten Freunde von einen Fall, daß der Mieter am Tag des eigentlichen Mietbeginns mit angefochtenem Vertrag in der Hand und Schlüsseldienst doch einziehen wollte. (Verdacht auf Mietnomade).
Wie kann ich das verhindern, bzw. was kann ich tun, wenn er doch ins Haus reinkommt?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sofern der Mieter die Wohnung noch nicht bezogen hat und Sie die den Mietvertrag wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB angefochten haben, hat der Gegner keinen Anspruch auf Einräumung des Besitzes. Die Anfechtung Ihrerseits bewirkt, dass überhaupt kein wirksames Mietverhältnis zustande gekommen ist.

Soweit der Gegner unter Vorlage des Mietvertrages den Schlüsseldienst zum Austausch der Schlösser bewegen sollte, macht sich der Gegner wegen Sachbeschädigung strafbar.

Um die von Ihnen beschriebene Aktion mit dem Schlüsseldienst zu vermeiden, sollten Sie den Gegner anschreiben und ihm vorsorglich Hausverbot erteilen. Sollte er dann das Haus betreten, so macht er sich wegen Hausfriedensbruch strafbar. In diesem Fall sollten Sie sofort die Polizei verständigen, die dann den Gegner aus dem Haus entfernen wird. Da dieser auch gegenüber der Polizei mit dem Mietvertrag argumentieren wird, sollten Sie das Anfechtungsanschreiben und das Schreiben betreffend das Hausverbot für die Polizei bereithalten.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.