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Dieter Michaelis
Dieter Michaelis, Mediator
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1521
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung als selbstständiger Anwalt im Arbeits-, Familien-, Straf- und Zivilrecht.
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Dieter Michaelis ist jetzt online.

Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren in einem Altersheim.

Kundenfrage

Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren in einem Altersheim. Bin seit sechs Jahren Abteilungsleiterin und Kadermitglied. Fünf Jahre davon war ich die einzige dipl. Pflegefachfrau, verantwortlich für 45 Bewohner. Vor zwei Jahren bekam ich eine zweite dipl. Fachfrau, die mich unterstützen sollte. Leider mobbte mich diese Person so extrem, dass ich so abmageterte und psychisch unter ganz schweren Depressionen zu leiden begann, bis ich nur noch Haut und Knochen war. Obwohl ich mein Problem mit der Pflegedienstleitung und dem Personalchef schriftlich mitteilte und auch viele Gespräche führte, haben sie nichts unternommen. Laut der Mobbingstelle Zürich und der mir zugeordneten Vertrauensärztin verletzte mein Chef die Plicht, mich zu schützen. Bis ich nach Monaten schwerkrank zusammenbrach. Ich wurdse bis auf weiteres krank geschrieben. Es folgten Monate mit einem Kuraufenthalt, ohne Erfolg. Keine Gewichtszunahme (45kg bei 170 cm)
Blutdruck 80/50 statt 120/80, Albträume jede Nacht, Schweissausbrüche und Angstzustände mit Panikattaken. Purnout mit starken Depressionen und Angstzuständen.
Anfang September begann dank der richtigen Medikation eine plötzliche Besserung ein. Ich habe einige Kilo zugenommen und fühle mich viel besser.
Nun habe ich mich in einer anderen Institution beworben und könnte die Stelle anfang März antreten.
Meine Frage: darf mein Chef auf die 6-monatige Kündigungsfrist bestehen (welche ich wegen meiner Kaderfunktion habe) ich möchte versuchen im gegenseitigen Einvernehmen die Kün digungsfrist zu kürzen, da ich mir nicht mehr vorstellen kann, dort noch einen Tag zu arbeiten. (Auchalle behandelden Aerzte sind der Meinung, dass ich das nicht tun sollte, meine Gesundheit würde das kein zweites mal überstehen.
Und die zweite Frage: Ich habe dieses Jahr mein 10jähriges Jubiläum
Bei uns im Betrieb darf man wählen zwischen eienem Monatlohn oder Ferien. Ich wählte die Ferien.
Da ich durch das Mobbing zu diesen schweren Burnout kam und nicht mehr arbeiten konnte,
frage ich nun, ob der Betrieb mir nun das Jubiläumsgeschenk streichen kann oder ob er mir einen Monatslohn bezahlen muss.
Besten Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüsse K.S.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne beantworte ich Ihre Frage nach Ihren Sachverhaltsangaben wie folgt:

Zunächst zu Ihrer ersten Frage :

Auggrund Ihrer Erkrankung, welche eindeutig und nachweisbar betriebsbedingt ist, sind Sie zweifellos berechtigt, daß Arbeitsverhältnis fristlos zu kündigen.Eine Fortsetzung Ihrer Tätigkeit ist Ihnen unter den gegebenen Umständen nicht zumutbar, da Sie Ihre Gesundheit gefährden.

Eine fristlose Kündigung kommt auch wegen der Schutzpflichtverletzung Ihres Arbeitgebers in Betracht.Denn das mobbing hätte wirksam unterbunden werden können.

Somit empfehle ich Ihnen, zwecks Vermeidung einer fristlosen Kündigung einen Aufhebungsvertrag zu abzuschließen.

Bedenken Sie bitte auch, daß eine Abfindung in Betracht kommt.Denn nach Ihren Schilderungen könnten Sie Ihren Arbeitgeber auch auf Zahlung eines Schmerzensgeldes verklagen.Die Abfindung sollte nicht geringer als 10 Monatsgehälter betragen.

Ihre zweite Frage ist dahingehend zu beantworten, daß Ihnen das Jubiläumsgeschenk nicht vorenthalten werden kann.Ihre Erkrankung beruht nicht auf einem eigenen Verschulden sondern auf einem Verschulden Ihres Arbeitgebers.

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen

Dieter Michaelis

[email protected]

Neupforte 15
52062 Aachen
Tel. : 0241 38241
Fax : 0241 38242

Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

haben Sie noch Fragen ?

Anderenfalls bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort.

M.f.G.

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