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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5900
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ich bin 30% schwerbesch digt(Geh r) und 60 Jahre alt, sowie

Kundenfrage

Ich bin 30% schwerbeschädigt(Gehör) und 60 Jahre alt, sowie 20 Jahre im Gesundheitswesen beschäftigt. Mir wurde ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung angeboten. Es liegt meinerseits jedoch nach Aussage des Arbeitsgebers kein Kündigungsgrund vor. Ist eine Kündigung besser? Kann ich überhaupt als Schwerbeschädigter gekündigt werden? Wie berechnet sich die Höhe der Abfindung und muss diese gezahlt werden?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

mit Abschluss eines Aufhebungsvertrages mit Abfindung wird das Arbeitsamt, bei dem Sie ggf. anschließend Arbeitslosengeld beantragen, eine 3 monatige Sperrfrist verhängen. Begründet wird dies damit, dass Sie eigenmächtig Ihren Arbeitsplatz aufgegeben und somit die Arbeitslosigkeit verursacht haben. Wenn Sie also Arbeitslosengeld beziehen wollen, wäre eine Kündigung im Hinblick auf die Sperrfrist günstiger, allerdings werden Sie in diesem Falle wahrscheinlich keine Abfindung erhalten.

Als Richtwert für die Berechnung der Abfindung gilt nach dem Kündigungsschutzgesetz: 0,5 Monatsverdienste pro Jahr des bestehenden Arbeitsverhältnisses. Allerdings wird die Abfindung versteuert, so dass der Ihnen tatsächlich zufließende Nettobetrag geringer ist.

Um einen Schwerbeschädigten (Grad der Behinderung von 50) kündigen zu können, muss der Arbeitgeber eine vorherige Zustimmung einholen. Ob dieser Kündigungsschutz bei Ihnen eingreift, hängt davon ab, ob Sie mit Ihrem Grad der Behinderung von 30 in arbeitsrechtlicher Hinsicht einem Schwerbehinderten gleichstehen. Dies ergibt sich regelmäßig aus dem Bewilligungsbescheid.

Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein, darf ich Sie um Akzeptierung derselben gemäß den Nutzungsbedingungen bitten. Bei Unklarheiten, kontaktieren Sie uns.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
[email protected]

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