So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Olaf Götz.

Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2790
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin am 12.12.1955 geboren und bekomme seit

Kundenfrage

Guten Tag,
ich bin am 12.12.1955 geboren und bekomme seit 01.07.2010 eine unbefristete
Teilerwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit rückwirkend zum 01.12.2007.
In der Berechnung wurde der Zugangsfaktor ab 01.12.2007 von 1.0 auf 0.892
abgesenkt, ausgehend von 36 Kalendermonaten vom 01.01.2016 bis 31.12.2018, also
die ominösen 10.8 % Abschlag, die für immer bestehen bleiben, wobei ich mich frage, ob diese praxis nach dem urteil des BSG mit Az B 4 RA 22/05 vom 16.05.2006 überhaupt rechtens ist. Nun bin ich
zusätzlich zu 50 % schwerbehindert und hätte deshalb theoretisch, wie ich
gelesen habe, die Möglichkeit, bereits mit 60 Jahren und 9 Monaten Vollrente zu
erlangen. Diese vorgezogene Rente ist aber nun wieder mit 10.8 % Abschlag
versehen. Müsste ich dann mit 21.6 % Abzug rechnen (wie mir die "Auskunft" der Rentenversicherung mitgeteilt hat) oder würde es bei den mir
jetzt schon abgezogenen 10.8 % bleiben?
Ich habe einen Antrag auf Überprüfung bei der Knappschaft Bahn-See gestellt. Abgesehen von der Frage, ob ich ab 60 nochmals Abschläge in Kauf nehmen muss, interessiert mich die die Frage, ob ich bis zu meinem Lebensende die Kürzung wegen Krankheit und Berufsunfähigkeit akzeptieren muss.
Ich hoffe, meine Frage verständlich formuliert zu haben und freue mich über eine
Antwort.

Vielen Dank.

P.F.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

zunächst ist mir nicht klar, wieso Sie nicht wegen des ersten Abschlages von 10,8 % gegen den Rentenbescheid vorgegangen sind, wenn Ihnen bekannt ist, dass eine entsprechende Entscheidung des BSG besteht.

 

 

Ggf. können Sie hier gegenüber der Rentenversicherung mit einem Überprüfungsantrag unter Nennung der Fundstelle noch behördenintern eine Verbesserung erreichen oder gegen den nächsten Rentenänderungsbescheid vorgehen.

 

Auch ich habe ernsthafte Zweifel, ob vor diesem Hintergrund ein doppelter Abschlag zu rechtfertigen ist, kann das aber in der mir zur Verfügung stehenden Zeit in Bezug auf das eingesetzte Honorar nicht mit der von Ihnen geforderten Sicherheit überprüfen.

 

Letztlich ist aber nach meiner Kenntnis der neue Abschlag bei einer Umstellung auf eine Vollrente bei über 60 Jahren vom Gesetz gedeckt.

 

An Ihrer Stelle würde ich zunächst versuchen den bereits vorhandenen Abschlag der Teilrente wegzukriegen, ehe sich auf eine Vollrente mit zwingenden Abschlägen einzulassen. Letzteres ist selten ein gutes Geschäft. So etwas macht nur Sinn, wenn Sie das Geld wirklich ganz dringend sofort benötigen.

 

Soweit Sie sich an der Qualität der Auskunft anderer Anwälte stören, weiss ich nicht, welche Summen Sie hier zur Beratung in dieser überaus komplexen Materie eingesetzt haben. Letztlich ließe sich bei Gelegenheit (dem nächsten Änderungsbescheid) auch der bisherige Abzug zunächst im Widerspruchsverfahren und dann gerichtlich überprüfen.

 

Ein sozialgerichtliches Verfahren ist in der Regel kostenfrei und eine anwaltliche Vertretung ist aufgrund der Rahmengebühren relativ günstig ca. 700 Euro und 1500 Euro kosten. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige neue Aspekte mit auf den Weg geben und würde mich über eine "Akzeptieren" freuen.

 

Gruß



Verändert von hhvgoetz am 14.10.2010 um 16:16 Uhr EST
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2790
Erfahrung: Fachanwalt für Sozialrecht
Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Götz,

vielen Dank für Ihre Auskunft. Ich hatte mich rechtsschutzversichert durch einen Fachanwalt für Sozialrecht vertreten lassen, der nach dem gerichtlichen Vergleich
gegen den Abschlag keinen Einspruch erhoben hat und mich auch nicht auf so eine Möglichkeit hingewiesen hat und so ist die Einspruchsfrist abgelaufen. Dumm gelaufen, aber ich bin eben kein Fachmann und bin jetzt erst durch Zufall auf das Urteil gestossen.
Dann muss ich mir ggfs. einen anderen Anwalt suchen. Da die Rente unbefristet ist, weiss ich nicht, ob ich ich überhaupt noch einen Änderungsbescheid erhalten werde.

Vielen Dank nochmal


Freundliche Grüße

P.F.
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Entschudligen Sie, dass ich erst jetzt anworte. Ich war den ganzen Tag außer Haus (Behörden, Fortbildung).

 

In der Tat dumm gelaufen:

 

Wie schon gesagt, können Sie versuchen, die Behörde mit einem schriftlichen Überprüfungsantrag nach § 44 I SGB X dazu bewegen, Ihre Rente zu ändern. Vernünftig begründet mit dem zitierten Urteil könnte es sein, dass man ein Einsehen hat.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__44.html

 

Ev. bekommen Sie einen Änderungsbescheid, wenn z.B. gem. § 65 SGB VI am 1. Juli die Renten angepasst werden.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__65.html

 

Wenn es so weit ist, sollten Sie Widerspruch einlegen und Ihr Glück mal versuchen. Das kann natürlich auch ein RA machen, Kosten werden erstattet, wenn Sie gewinnen.

 

Wenn der Widerspruch nicht klappt, dann aber spätestens nochmal einen Kollegen (oder mich) mit der Begründung aufsuchen, um zu schauen, ob man über eine Klage nicht doch da rankommt. Vorsicht, nicht die Widerspruchs- bzw. Klagefrist (jeweils 1 Monat) verpassen.

 

Gruß

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
< Zurück | Weiter >
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
  • Ihre Antwort hat mir wieder Mut gemacht. Ich werde wohl ein treuer Kunde bei Ihnen werden. Vielen Dank! PS: Anmeldung wird in Betracht gezogen Rudolf N. Leichlingen
  • Sehr nette und schnelle Beratung. Einfach Klasse. Spart lange Sitzungen im Anwaltsbüro. Sehr zu empfehlen und wenn nötig, immer wieder gern. Vielen Dank! Susanne Weimar
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • RASchiessl

    RASchiessl

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    9073
    Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/CH/chiessl/2015-7-17_7493_resizedimage.64x64.jpg Avatar von RASchiessl

    RASchiessl

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    9073
    Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RE/rechtso/2011-4-16_115947_P10100052.64x64.JPG Avatar von ra-huettemann

    ra-huettemann

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    10849
    Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    8339
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von Tobias Rösemeier

    Tobias Rösemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    7152
    seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RAUJSCHWERIN/2012-4-24_184611_1109007sw10erxLarge.64x64.jpg Avatar von RA_UJSCHWERIN

    RA_UJSCHWERIN

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    1136
    Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/a.merkel/bwbilda.jpg Avatar von Anja Merkel

    Anja Merkel

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    956
    Staatsexamen, Internationaler Titel LL.M.Eur, Zulassung als Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von Claudia Schiessl

    Claudia Schiessl

    Rechtsanwältin und Fachanwältin

    Zufriedene Kunden:

    5516
    Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz