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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26744
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo,ich habe einen Hundewelpen verkauft, der nach einer

Kundenfrage

Hallo,

ich habe einen Hundewelpen verkauft, der nach einer Woch ebei den neuen Halter Durchfall bekam, mit der Diagnose Giardien. Die Halterin bekam die Probleme trotz tierärztlicher Behandlung nicht in den Griff und ich habe Ihr aus Kolanz 400 Euro zurück überwiesen.
Dies ist jetzt ca. 3 Monate her. Der Hund hat trotz Behandlung immer noch Giardien. Nach Rücksprache mit den Haltern der Wurfgeschwister des betroffenen Hundes, stellte sich heraus, das die Wurfgeschwister gesund sind und seit Abholung bei mir keine Probleme bzw. Giardien aufgetreten sind.
Nun soll ich weiter 600 neuro Tierarztkosten übernehmen.

Bin ich haftbar?

Wie weit geht die Kaufpreisminderung? Bei HD ED o.ä. sind es 50%

Inkubationszeit Giardien 7-21 Tage.
Die Wurfgeschwister sind gesund.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der Kauf von Tieren unterliegt dem allgemeinen Kaufrecht. Das bedeutet, dass ein Mangel am Hundewelpen vorliegt, wenn dieser erst bei Gefahrenübergang also bei Übergabe an die Halterin erkrankt ist, § 434 BGB. Soweit der Hund erst später erkrankt ist, trifft Sie keine Haftung.

Es kommt also darauf an, ob die Durchfallerkrankung bereits bei der Übergabe des Welpen vorlag. Wenn nein, so sind Sie nicht haftbar.

Es sollte daher zunächst der Tierarzt gefragt werden, ob die Erkrankung bereits eine Woche vor der ersten Behandlung vorhanden gewesen sein kann.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Die Inkubationszeit beträgt 7-21 Tage. Die Wurfgeschwister sind gesund. Ich habe berreits 400 Euro zurück gezahlt, wie weit geht meine Haftung bzw. die Preisminderung des Hundes? Bei HD ED o.ä. sind es 50%.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht:

In diesem Fall lag ein Mangel nach § 434 BGB vor.

Die Gewährleistung ist gestaffelt:

Der Käufer kann zunächst Nacherfüllung verlangen, § 439 BGB. Dies bedeutet, die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache. Erst wenn die Nachlieferung fehlschlägt, kann der Käufer zu Minderung oder Rücktritt übergehen § 437 BGB.

Die Heilbehandlung stellt eine Nachbesserung dar. Das Problem für Ihren Käufer ist jedoch, dass er nicht eigenmächtig selbst nachbessern darf.

Ein ordnungsgemäßes Vorgehen wäre, dass der Käufer Ihnen entweder den Hund zurückgibt und Sie mit dem Hund zum Tierarzt gehen und die Behandlung durchführen oder Sie dem Käufer gestatten selbst zum Tierarzt zu gehen und Ihnen die Rechnung zu übersenden. Tut er dies nicht und geht eigenmächtig zum Tierarzt, so sind seinen Aufwendungen (Tierarztkosten von 600 EUR) nicht ersatzfähig, das bedeutet, Sie brauchen, obwohl der Mangel vorliegt, diese Kosten nicht zu bezahlen. Der BGH hat dies bereits mehrfach im Bereich der Sachmängelhaftung entschieden.

Die eigenmächtige Nachbesserung durch den Käufer ist ein recht häufiger Fallstrick im Kaufrecht.

Sollte dem so sein, wie ich es beschrieben habe, dann sind die 600 EUR nicht zu zahlen.

Eine Grenze für Ihre Nachbesserung sieht § 439 III BGB vor. Danach dürfen Sie die Nachbesserung verweigern, wenn sie mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist. Also wenn die Heilbehandlungskosten voraussichtlich den Wert des Hundes übersteigen. In diesem Fall bleibt dem Käufer die Minderung oder der Rücktritt vom Vertrag. Die Höhe der Minderung kann im zweifelsfall nur ein Sachverständiger bestimmen. Es muss festgestellt werden, wieviel ein derartig erkrankter Hund wert ist.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt .
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Der Kaufpreis des Hundes betrug 1000 Euro.

Was heißt das jetzt für mich, wie habe ich mich zu verhalten, da mir die Besitzer mit Rechtsanwalt und weiteren Kosten drohen.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie machen folgendes:

Die 600 EUR zahlen Sie nicht (wie ich Ihnen schon ausgeführt habe) es sei denn Sie hatten die Behandlung durch den Käufer gebilligt. Soweit der Hund weiter krank sein sollte, so bieten Sie dem Käufer an, dass er den Hund an Sie zurückgeben kann und Sie Behandlung übernehmen. Wenn die voraussichtlichen Behandlungskosten zusammen mit den bereits gezahlten 400 EUR den Kaufpreis übersteigen, so lehnen Sie die Nachbesserung nach § 439 III BGB ab.

In diesem Fall bleibt dem Käufer die Wahl ob er mindert oder ob er vom Vertrag zurücktritt. Bei der Minderung wird die Höhe des Betrages zu klären sein (50% wie von Ihnen vorgeschlagen, also 500 EUR) beim Rücktritt sind die erhaltenen Leistungen zurückzugewähren, also Rückzahlung der 1000 EUR Zug um Zug gegen Rückgabe des Hundes.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt